Leistung

Sonys Alpha DSLR-A450 legt in unserem Geschwindigkeitstest eine flotte Leistung hin. Nach dem Betätigen des Einschalters dauert es gerade einmal 0,3 Sekunden, bis das erste Foto im Kasten ist. Zwischen jeder weiteren JPEG-Aufnahme vergehen 0,25 Sekunden, beim RAW-Format sind es 0,3 Sekunden. Mit zugeschaltetem Blitz genehmigt sich die Spiegelreflex eine Auszeit von einer glatten Sekunde zwischen den Fotos.

Die Auslöseverzögerung ist mit 0,25 Sekunden bei guten Lichtverhältnissen exzellent. Auch der Wert von 0,7 Sekunden bei Motiven mit niedrigen Kontrasten kann sich sehen lassen. Im „gewöhnlichen“ Serienbildmodus schafft die Kamera 5,2 Fotos pro Sekunde. Im Vollgasbetrieb messen wir exakt die versprochenen 7,0 fps.

Der sogenannte Eye-Start-Autofokus beschleunigt die ohnehin guten Reaktionszeiten der Kamera zusätlich. Ist das Feature aktiviert, fokussiert die Kamera auch ohne Antippen des Auslösers, sobald der Fotograf das Gehäuse ans Auge hält.

Bildqualität

Die Bildqualität der A450 ist ein zweischneidiges Schwert. Das Rauschverhalten bei hohen ISO-Empfindlichkeiten ist schlicht und ergreifend bemerkenswert. Die niedrigste Einstellung beträgt ISO 200. Niedriger geht es leider nicht – damit ist Tageslichtaufnahmen mit gewollt langen Belichtungszeiten ein Limit gesetzt. Bei ISO 200 sind die Fotos sehr sauber und frei von Artefakten. Mit ISO 400 und ISO 800 geschossene Fotos weisen eine unauffällige Körnung auf, wobei ISO 800 jedoch bereits einige Feinheiten vernichtet. Erst bei ISO 1600 macht sich ein sichtbares Bildrauschen auf den Aufnahmen breit. Dafür bleiben interessanterweise mehr Details als bei ISO 800 erhalten.

Zwischen ISO 1600 und ISO 3200 ist der Unterschied nicht sonderlich groß, lediglich die Körnung der Fotos nimmt etwas zu, und es treten ein paar leichte Farbflecken auf. Bei ISO 6400 und ISO 12.800 schließlich macht sich ein deutliches Farbrauschen breit. ISO 12.800 bringt zudem starke Artefakte auf die Fotos. Für eine nicht einmal 500 Euro teure Kamera ist die Bildqualität dennoch erstaunlich gut.

Die Alpha DSLR-A450 bietet eine ganze Reihe von verschiedenen Farbprofilen, Kreativmodi genannt. Sony spielt hier leider mit verdeckten Karten und macht den Fotografen das Leben unnötig schwer. Ab Werk sind die Einstellungen für Schärfe, Kontrast und Sättigung der einzelnen Presets auf „0“ gesetzt. So ist es nicht möglich, herauszufinden, was die Kamera eigentlich mit den Bildern anstellt. Einen wirklich neutral arbeitenden Modus gibt es nicht – selbst in der Einstellung Standard wirken die Farben übersättigt. Hässlich sehen die Fotos dennoch keinesfalls aus, aber sie entsprechen schlicht und ergreifend nicht ganz der Realität.

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