Leistung

Klein, leicht, aber leider nicht besonders schnell. In Sachen Aufnahmegeschwindigkeit bewegt sich die IXUS 130 im Mittelfeld der Kompaktkameras. Bis sie aus dem Tiefschlaf erwacht und das erste Bild im Kasten ist, vergehen 1,5 Sekunden. Die Verschnaufpause zu jeder weiteren Aufnahme beträgt zähe 2,7 Sekunden – mit zugeschaltetem Blitz sind es sogar knapp 5 Sekunden. Mit 0,5 Sekunden bei guten und 0,7 Sekunden bei schlechten Lichtverhältnissen geht die Auslöseverzögerung durchaus in Ordnung.

Der Serienbildmodus verfügt über keine Begrenzung, was die Zahl der Aufnahmen angeht, ist dafür mit 0,8 Bildern pro Sekunde allerdings auch nicht sonderlich schnell. Damit eignet die Kompakte vornehmlich für unbewegte Motive wie Portraits und Landschaften; für Actionfotos ist sie zu langsam.

Bildqualität

Ultrakompakte Kameras liefern meistens unterhalb von ISO 200 die beste Bildqualität. Die IXUS 130 macht hier keine Ausnahme. Bei guten Lichtverhältnissen und entsprechend niedrigen Empfindlichkeiten sind sowohl Farben als auch Details ausgezeichnet. Mit steigenden ISO-Werten gehen zwar zunehmend Feinheiten verloren und die Fotos wirken deutlich weicher, aber dennoch sind die Bilder bis hin zu ISO 1600 durchaus noch brauchbar. Bis einschließlich ISO 800 bleiben die Farben angenehm konsistent. Oberhalb treten eine leichte Verschiebung sowie gelbe Farbflecken auf.

Canons Low-Light-Modus reduziert die Auflösung von 14 auf 3,5 Megapixel und setzt auf Empfindlichkeiten zwischen ISO 400 und 6400. Die Ergebnisse sehen wie erwartet körnig aus und sind mit gelblichen Flecken übersäht. Aber immerhin, die Kamera liefert bei schlechten Lichtverhältnissen überhaupt noch ein Foto – besser als nichts. Wie die Aufnahmen vieler aktueller 14-Megapixel-Digicams wirken auch die Fotos der IXUS 130 bei voller Vergrößerung weich und etwas unnatürlich. Wer sich angesichts der hohen Auflösung gigantische Freiheiten bei der Wahl des Bildausschnitts erhofft, wird eine Enttäuschung erleben.

Die Farbwiedergabe der Canon ist erfreulich präzise. Bei Tageslicht sind die Ergebnisse ausgezeichnet. Innenaufnahmen mit automatischem Weißabgleich wirken jedoch einen Tick zu warm. Hier empfiehlt sich wahlweise das Kunstlicht- oder das Fluoreszenz-Preset. Die Ausleuchtung der Fotos ist sehr gut, in hellen Bildbereichen gehen allerdings – wie bei dieser Kameraklasse typisch – recht schnell Details verloren.

Im Weitwinkel bringt das Objektiv eine leichte asymmetrische Tonnenverzerrung mit, die sich vornehmlich auf die linke Bildhälfte konzentriert. Die Mittenschärfe der Optik ist ausgezeichnet, allerdings lässt die Detailwiedergabe nach links hin auch etwas nach. Bei voller Ausnutzung des optischen Zooms stellen wir keine kissenförmige Deformation fest. An Übergängen mit hohen Helligkeitsunterschieden finden sich leichte violette Farbsäume. Allerdings machen sich diese chromatischen Aberrationen nur bei starken Vergrößerungen bemerkbar.

Die Qualität der 720p-Videos steht mit der von günstigen HD-Pocket-Camcordern auf einer Stufe. Bei schnellen Bewegungen wirken die Filmchen schnell etwas wackelig. Der optische Zoom funktioniert während der Aufnahme leider nicht.

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