Leistung

In Puncto Geschwindigkeit steht die FinePix für eine günstige Megazoom-Kamera recht gut da, Rekorde bricht sie aber trotzdem nicht. Die Zeit, die zwischen Betätigen des Einschalters und Aufnahme des ersten Fotos vergeht, ist mit 2,7 Sekunden etwas enttäuschend. Zwischen zwei aufeinanderfolgenden Fotos genehmigt sich die JZ500 eine Verschnaufpause von 2,8 Sekunden – egal, ob der Blitz ein- oder ausgeschaltet ist.

Die Auslöseverzögerung ist mit 0,4 Sekunden bei guten und 0,6 Sekunden bei schlechten Lichtverhältnissen ausgezeichnet. Um Action zuverlässig aufs Bild zu bannen, ist das allerdings immer noch zu langsam. Der Serienbildmodus ist mit 1,4 Bildern pro Sekunde ebenfalls verhältnismäßig schnell.

Bildqualität

Angesichts der niedrigen Anschaffungskosten liefert die JZ500 recht gute Fotos. Allerdings besteht nach wie vor Platz für Verbesserung: Auch bei niedrigen ISO-Empfindlichkeiten wirken die Fotos etwas weich und verschmiert. Selbst bei guten Lichtverhältnissen geschossene Aufnahmen lassen sich nicht größer als DIN A4 ausdrucken.

Immerhin verschlechtert sich die Bildqualität bis hin zu ISO 800 kaum, und die Automatik bemüht sich stets um niedrige Empfindlichkeiten. Bei schlechten Lichtverhältnissen sorgt das aber gelegentlich für recht optimistische Belichtungszeiten. Es ist keine schlechte Idee, die Kamera dann auf irgendeinem Gegenstand abzustützen.

Bei hohen ISO-Werten bringt die JZ500 ausgewaschene und schlappe Farben aufs Bild. Zudem wirken die Aufnahmen stark verschmiert und fast etwas wie gemalt. Fürs Internet oder kleine Ausdrucke reicht die Qualität allerdings immer noch aus.

Im Weitwinkel bringt das Objektiv eine leichte Tonnenverzerrung aufs Bild. Eine kissenförmige Deformation im Telezoombereich ist erfreulicherweise praktisch nicht vorhanden. In der Bildmitte liefert die Optik eine sehr gute Schärfe, die zu den Ecken hin allerdings etwas nachlässt. An Übergängen mit hohen Helligkeitsunterschieden sind deutliche Farbsäume sichtbar. Das ist in dieser Kameraklasse allerdings nichts Außergewöhnliches.

Bei der Farbwiedergabe überzeugt die JZ500. Die Fotos sehen realitätsnah und natürlich aus, wirken aber tendenziell einen Hauch zu bleich. Wie bei Kompaktkameras üblich, gehen in hellen Bildbereichen recht schnell Details verloren. Bei komplexen Lichtverhältnissen neigt die Fujifilm außerdem dazu, unterbelichtete Aufnahmen zu liefern. Der automatische Weißabgleich produziert bei Innenaufnahmen etwas zu warme Ergebnisse, leistet sonst aber sehr gute Dienste.

Fujifilm hat erst dieses Jahr angefangen, einen HD-Videomodus in seine Digicams zu integrieren. Dennoch ist die Qualität der Clips ausgezeichnet und hält mühelos mit 720p-Pocket-Camcordern à la Kodak Zi8 mit. Der optische Zoom funktioniert während des Filmens und ist erfreulicherweise praktisch nicht auf den Aufnahmen zu hören. Mit 24 fps ist die Bildrate zwar niedriger als bei der Konkurrenz, in der Praxis fällt das allerdings nicht auf.

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