Leistung

Mit Ausnahme der Auslöseverzögerung bei guten Lichtverhältnissen ist die Panasonic Lumix DMC-G10 die schnellste Systemkamera, die wir bislang im Test hatten. Mit flotten Einsteiger-DSLRs wie der Pentax K-x kann sie allerdings trotzdem nicht mithalten. Bis nach dem Betätigen des Einschalters das erste Foto geschossen ist, vergehen lediglich 0,7 Sekunden. Die Auslöseverzögerung beträgt bei Tageslicht 0,5 Sekunden und wird hier nur von der 0,4 Sekunden schnellen Sony NEX-5 übertroffen. Bei schlechten Lichtverhältnissen steigt die Verzögerung auf lediglich 0,6 Sekunden.

Zwischen zwei Fotos genehmigt sich die G10 eine Verschnaufpause von 0,7 Sekunden – egal, ob sie im RAW- oder im JPEG-Format aufnimmt. Mit aktiviertem Blitz verschlechtert sich der Wert auf eine ganze Sekunde. Die Serienbildgeschwindigkeit bewegt sich mit drei Fotos pro Sekunde im Mittelfeld dieser Klasse.

Bildqualität

Mit dem EVIL-Duo G2 und G10 hat Panasonic ein neues Kitobjektiv angekündigt. Mit einem Brennweitenbereich von 14 bis 42 Millimetern bietet es einen Hauch weniger Flexibilität als das alte Modell mit 14 bis 45 Millimetern. Die optischen Charakteristiken bleiben allerdings weitgehend erhalten: Die größten Blendenöffnungen liegt bei F3,5 im Weitwinkel und F5,6 im Telebereich, der Durchmesser beträgt 52 Millimeter, und die Iris schließt das Objektiv mit sieben Lamellen.

Einen erwähnenswerten Unterschied gibt es allerdings: Die neue Optik verfügt über einen im Objektiv integrierten Fokusmechanismus. Beim Scharfstellen verschieben sich die Linsen also nur innerhalb des Gehäuses. Das sorgt für deutlich geringere Betriebsgeräusche, was beim Filmen sehr nützlich ist. So leise wie die für die Videoaufnahme optimierte 14-bis-140-Millimeter-Optik von der Lumix DMC-GH1 ist sie allerdings nicht.

Wir testen die G10 mit der 14-bis-42-Millimeter-Kitoptik und dem 40-bis-200-Millimeter-Teleobjektiv – beide Linsen überzeugen. Die Kitoptik weist im Weitwinkel eine leichte Verzerrung auf. Dafür ist sie ordentlich scharf und bringt nur bei extremen Helligkeitsunterschieden Farbsäume aufs Bild. Das Teleobjektiv deformiert die Fotos bei 40 Millimetern praktisch gar nicht – wenn der Hersteller die Linsenverzerrung in der Kamera korrigiert, leistet er hier ausgezeichnete Arbeit. Testfotos, die die Deformationen der beiden Linsen zeigen, finden sich hier.

Angesichts der Ähnlichkeiten zwischen den beiden aktuellen Lumix-Kameras überrascht es nicht, dass sich die G10 in Sachen Bildqualität ganz ähnlich schlägt wie die G2. Mit den Standardeinstellungen liefern beide Kameras erfreulich akkurate Farben und Belichtungen. Manche der zur Verfügung stehenden Presets sorgen zwar für eine leichte Farbverschiebung, doch der Effekt hält sich in Grenzen.

Leider geraten die Fotos recht verrauscht. Selbst bei ISO 200 vernichtet die Rauschunterdrückung etliche Details in JPEG-Fotos. Wenn wir im RAW-Format fotografieren, erzielen wir deutlich bessere Ergebnisse. Bei hohen Empfindlichkeiten sieht die G10 dennoch nur die Rücklichter der Konkurrenz. Mit ISO 100 geschossene Aufnahmen sind frei von Artefakten und sehen ausgezeichnet aus.

Die Qualität der Videos geht absolut in Ordnung. Allerdings nutzt die G10 den ineffizienten Motion-JPEG-Codec und verfügt lediglich über ein Mono-Mikrofon.

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