Leistung

Nikon bewirbt die S8000 mit ultraschnellen Reaktionszeiten. Und hat recht – jedenfalls teilweise. Bis nach dem Einschalten das erste Bild im Kasten vergehen lediglich 0,8 Sekunden. Allerdings gilt das nur, wenn man den Auslöser im richtigen Moment drückt. Bei einer gleichzeitigen Betätigung von Einschalter und Auslöser schießt die Kamera kein Foto. Zwischen zwei Fotos genehmigt sich die Digicam Verschnaufpausen von 1,7 Sekunden. Mit zugeschaltetem Blitz verschlechtert sich der Wert auf 2,1 Sekunden.

Die Auslöseverzögerung beträgt 0,5 Sekunden bei guten und 0,9 Sekunden bei schlechten Lichtverhältnissen. Die S8000 bietet ein paar verschiedene Serienbildmodi. Mit voller Auflösung schafft sie 1,2 Bilder in der Sekunde. Mit auf drei Millionen Bildpunkte reduzierter Pixelzahl sind drei Aufnahmen pro Sekunde und insgesamt bis zu 45 Fotos in Serie. Fokus, Belichtung und Weißabgleich passt die Digicam hier allerdings ab der ersten geschossenen Aufnahme nicht mehr an, und die Lichtempfindlichkeit bewegt sich zwischen ISO 400 und 3200. Das ist zwar nicht ungewöhnlich für diese Kameraklasse, die Resultate eignen sich jedoch nicht für Abzüge im Poster-Format.

Bildqualität

Die Fotos der Nikon Coolpix S8000 sehen recht durchschnittlich aus. Bis einschließlich ISO 400 weisen die Aufnahmen wenig Rauschen und viele Feinheiten auf und kommen auch im DIN-A4-Format noch ordentlich herüber. Oberhalb von ISO 400 wirken die Ergebnisse allerdings eher wie Aquarelle denn wie Fotos. Mit ISO 1600 und 3200 schließlich sind die Details stark verschmiert, und es landen sowohl gelbe Farbflecken als auch blaues Rauschen auf den Bildern.

Im Automatikmodus lässt sich die Empfindlichkeit wahlweise auf ISO 100 bis 400 oder ISO 100 bis 800 begrenzen. Bei guten Lichtverhältnissen empfehlen wir erstere Einstellung, wer jedoch den zehnfachen Zoom voll ausnutzen möchte oder im Zwielicht fotografiert, sollte letztere Option wählen.

Die Linse bringt im Weitwinkel eine minimale Tonnenverzerrung aufs Bild. Im Telebereich stellen wir eine sehr leichte kissenförmige Deformation fest. Die Mittenschärfe ist in Ordnung, zum Rand hin wirken die Aufnahmen allerdings merklich weicher. Das Objektiv bringt an Übergängen mit hohen Kontrasten überdurchschnittlich viele Farbsäume auf die Fotos – vornehmlich ebenfalls am Bildrand und nicht in der Mitte.

An der Farbwiedergabe haben wir nichts auszusetzen. Im Gegenteil: Die Fotos sehen hell, lebendig und realistisch aus. Lediglich die Blautöne könnten einen Tick kräftiger sein. Belichtung und Weißabgleich sind ebenfalls gut. Das Licht von Leuchtstoffröhren sorgt allerdings für einen Grünstich auf den Fotos. Die entsprechende manuelle Einstellung des Weißabgleichs schafft das Problem aus der Welt.

Die Videoqualität bewegt sich auf dem Niveau von Pocket Camcordern. Die Clips sehen gut aus, ruckeln allerdings bei bewegten Motiven etwas. Das auf der Oberseite der Kamera angebrachte Stereomikrofon leistet gute Dienste.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Nikon Coolpix S8000: kompakte Superzoom-Kamera mit 14 Megapixeln Auflösung

  • Am 25. November 2010 um 22:49 von Andre

    Ich frage mich…
    Hallo,

    die Kamera gefällt mir, habe bisher noch eine Coolpix 3100, die aber langsam müde wird.
    Inwiefern macht sich das Rauschen ab ISO 400 bemerkbar? Merke ich das als Hobbyfotograf, der mal ein paar Schnappschüsse oder Party-/Urlaubsbilder machen will?
    Ist der Blitz relativ gut bzw. wie sind Nachtaufnahmen ohne Blitz und Belichtung/Verwackeln?
    Wäre diese Kamera was für mich als Nachfolger für mein altes Modell oder gibt es etwas besseres?
    Danke für eine kurze Empfehlung

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