Unter der Anzeige gibt es außerdem einen Knopf, der direkt in den 1080/50p-Videomodus wechselt. Die aufgezeichneten Clips lassen sich einwandfrei mit VLC, ArcSoft TotalMedia Theater und Splash Lite wiedergeben, allerdings treten sowohl auf 32- als auch auf 64-Bit-Rechnern Ruckler beim Abspielen auf. Adobe Premiere CS5 kommt ebenfalls mit den Daten zurecht.

Auf der rechten Seite befindet sich ein Rädchen, das zwischen Foto-, Video- und Wiedergabemodus wechselt. Hier bringt der Hersteller außerdem den Zubehörschuh unter – er sitzt nicht, wie üblich, auf der Oberseite des Gehäuses. Dieser Platz ist für das Mikrofon reserviert, das 5.1-Surround-Sound aufzeichnet, was angesichts der geringen räumlichen Trennung allerdings nur von zweifelhaftem Nutzen ist. Immerhin stehen zahlreiche Einstellungen für die Tonaufnahme zur Verfügung – inklusive Level und automatischer Gain-Anpassung.

Oben auf dem TM700 gibt es eine Taste die zwischen der intelligenten Automatik und dem manuellen Aufnahmemodus wechselt. Rechts neben der Linse platziert Panasonic einen Button zum Konfigurieren von Fokus, Weißabgleich, Belichtungszeit und Blende. Das Blättern durch die Parameter und das Einstellen der Werte geschieht mit dem Einstellring, der das Objektiv umgibt. Alternativ lassen sich die Optionen auch via Touchscreen anpassen. Wenn die Konfiguration nicht aktiv ist, dient der Ring zum Zoomen.

Es ist schnell zu erkennen, wo Panasonic gespart hat, um den TM700 günstiger anzubieten als Sony den direkten Konkurrenten HDR-CX550: Das Display ist kleiner und löst deutlich weniger Bildpunkte auf. Im Gegenzug ist dafür das Gehäuse auch etwas kleiner geraten. Als einer von wenigen seiner Gattung bringt der TM700 noch mechanische Tasten auf dem Rahmen um den Bildschirm mit. Das ist positiv zu vermerken, da „echte“ Knöpfe eine schnellere Bedienung ermöglichen als berührungsempfindliche Displays.

Der Bildschirm fällt mit 3,0 Zoll kleiner aus als die 3,5-Zoll-Anzeigen der direkten Konkurrenten von Canon und Sony. Dafür gibt es mechanische Bedienelemente unter dem Display.
Der Bildschirm fällt mit 3,0 Zoll kleiner aus als die 3,5-Zoll-Anzeigen der direkten Konkurrenten von Canon und Sony. Dafür gibt es mechanische Bedienelemente unter dem Display.

Der geringen Größe und Auflösung zum Trotz ist die Anzeige dennoch recht gut. Auch bei direkter Sonneneinstrahlung lässt sich noch etwas erkennen. Beim manuellen Anpassen von Blende und Belichtungszeit hilft der Luminanz-Pegel, also der Wert für die Bildhelligkeit. Auf Wunsch markiert der Camcorder beim händischen Fokussieren den Bildbereich, auf den gerade scharfgestellt ist.

Im Großen und Ganzen ist das Bedieninterface gut konzipiert. Die wichtigsten Einstellungen stehen sofort zur Verfügung, und das Display reagiert gut auf Fingereingaben. Allerdings wirkt der kleine Bildschirm mit den zahlreichen Messwerten und Einstellungsmöglichkeiten schnell überfrachtet. Die etwas klobigen Icons sehen auf der niedrig auflösenden Anzeige außerdem nicht gerade hübsch aus.

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2 Kommentare zu Panasonic HDC-TM700: Full-HD-Camcorder für Nachteulen im Test

  • Am 22. Juni 2010 um 07:37 von rolf-dieter maurer

    Panasonic HDC tm 700
    Bin absoluter Ensteiger in Sachen Video-Cam. Sehe die Videos in meinem Heimkino mit Beamer und ca. sechs qm Bildfläche an. Nur gut transferierte Blu-Rays sind in der Bildschärfe besser. Die Optiken der Profikameras sind sicher besser als die 1000 EUR-Cam TM 700.
    dennoch ist das Bild der TM 700 scharf, farbkräftig und kontrastreich. In der 50p-Auflösung sind bewegte Bilder ohne Tadel. Nur die Bearbeitung in MPEG 4 / 50 p ist nicht einfach. Viele Programme konvertieren in MPEG 2 herunter.

  • Am 29. Dezember 2011 um 11:53 von Roth

    Testvideo mit Panasonic HDC tm700
    die Panasonic TM 700 ist für mich als Hobby Filmer ein tolles Gerät Tolle Einstellmöglichkeiten bei schlechten Lichtverhältnissen im Telebereich gute tiefenschärfe. Ich glaube man kann diese Camera nur empfehlen
    Die Videos kann man in Bürger TV oder in
    You Tube "ms wiggerl" ansehen.

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