Leistung

Der Autofokus des TM700 arbeitet sehr ordentlich. Gelegentlich kann sich der Camcorder nicht entscheiden, was Hintergrund und was Motiv ist. Der Verfolgungs-AF behält bewegte Motive jedoch zuverlässig im Visier.

Die Videoqualität ist ziemlich gut. Wie bei den meisten Full-HD-Modellen sehen die Aufnahmen auf einem hochauflösenden Fernseher deutlich besser aus als auf dem Rechner. Bei schlechten Lichtverhältnissen lässt der Panasonic-Camcorder seine Konkurrenten deutlich hinter sich. Die Videos weisen hier weniger Rauschen und gesättigtere Farben auf. Die Belichtungsmessung liefert außerdem – insbesondere bei Gegenlichtaufnahmen – zuverlässigere Ergebnisse. In hellen Bildbereichen gehen jedoch verhältnismäßig schnell Details verloren.

Die 50p-Clips sehen deutlich besser aus als die 60i-Filmchen. Insbesondere die Ecken von bewegten Objekten wirken spürbar schärfer. An Übergängen mit hohen Kontrasten treten praktisch keine Farbsäume auf, doch dafür sind leichte Artefakte sichtbar. Als Standardeinstellung für die Auflösung wählt Panasonic 1920 mal 1080 Pixel mit 13 MBit pro Sekunde. Canon und Sony wählen hier unverständlicherweise 1440 mal 1080 Bildpunkte.

Panasonic setzt auf drei Chips anstelle von einem Bildsensor. Dennoch fällt die Gesamt-Pixelzahl niedriger aus als bei den Konkurrenten von Sony und Canon. Das wiederum sorgt für eine schlechtere Bildqualität. Der Ton des TM700 klingt dafür wärmer und voller als bei den Rivalen. Der Windfilter leistet gute Dienste. Bei der Akkulaufzeit lässt der TM700 seine Konkurrenten hinter sich. Der mitgelieferte Stromspeicher fasst 1250 mAh. Bei Canon gibt es lediglich 890, bei Sony 980 mAh.

Fazit

Wer häufig bei schlechten Lichtverhältnissen filmt, sollte den TM700 definitiv ganz oben auf den Wunschzettel für einen neuen Full-HD-Camcorder schreiben. Außerdem überzeugt der Panasonic mit zahlreichen manuellen Einstellungsmöglichkeiten. Lediglich das niedrig auflösende Display und die mäßige Fotoqualität trüben das ansonsten hervorragende Gesamtbild. Vielfilmer sollten sich den rund 120 Euro teureren HDD-Bruder HS700 ansehen, der 240 GByte Festplattenspeicherplatz mitbringt.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Panasonic HDC-TM700: Full-HD-Camcorder für Nachteulen im Test

  • Am 22. Juni 2010 um 07:37 von rolf-dieter maurer

    Panasonic HDC tm 700
    Bin absoluter Ensteiger in Sachen Video-Cam. Sehe die Videos in meinem Heimkino mit Beamer und ca. sechs qm Bildfläche an. Nur gut transferierte Blu-Rays sind in der Bildschärfe besser. Die Optiken der Profikameras sind sicher besser als die 1000 EUR-Cam TM 700.
    dennoch ist das Bild der TM 700 scharf, farbkräftig und kontrastreich. In der 50p-Auflösung sind bewegte Bilder ohne Tadel. Nur die Bearbeitung in MPEG 4 / 50 p ist nicht einfach. Viele Programme konvertieren in MPEG 2 herunter.

  • Am 29. Dezember 2011 um 11:53 von Roth

    Testvideo mit Panasonic HDC tm700
    die Panasonic TM 700 ist für mich als Hobby Filmer ein tolles Gerät Tolle Einstellmöglichkeiten bei schlechten Lichtverhältnissen im Telebereich gute tiefenschärfe. Ich glaube man kann diese Camera nur empfehlen
    Die Videos kann man in Bürger TV oder in
    You Tube "ms wiggerl" ansehen.

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