Verfügbare 3D-Fernseher im Vergleich: Kino-Action mit Tiefeneffekt für zu Hause

Philips PFL8605K/02: 3D-Fernseher mit integrierter Surfstation

Die beiden Philips-Modelle 40PFL8605K/02 und 46PFL8605K/02 mit 40 respektive 46 Zoll kosten 1700 und 2000 Euro. Damit sind sie bereits ein deutliches Stück teurer als Samsungs Einsteiger-TVs. Dafür bieten sie einige Extras, die besonders Käufer interessieren dürften, die ihren Fernseher nicht nur zum Fernsehen, sondern auch zum Surfen nutzen möchten.

Die 3D-Fernseher von Philips glänzen mit Features. Ambilight und ein echter Webbrowser sind hier nur einige Beispiele.
Die 3D-Fernseher von Philips glänzen mit Features. Ambilight und ein echter Webbrowser sind hier nur einige Beispiele.

Die Auflösung ist mit 1920 mal 1080 Bildpunkten genauso hoch wie bei der Samsung-Serie C750. Allerdings kommt hier keine gewöhnliche Hintergrundbeleuchtung zu Einsatz. Philips setzt auf im Rahmen des LCD-Displays verbaute Leuchtdioden. Dadurch sind die Geräte mit Bautiefen von 5,0 und 5,1 Zentimetern etwa 3 Zentimeter flacher als die Konkurrenten – trotz Ambilight. Dabei handelt es sich um ein Lichtsystem, das die Wand hinter dem Fernseher an den Seiten des Geräts beleuchtet. Die Fläche erstrahlt dabei nicht einfach in irgendeiner Farbe, sondern immer in den Randfarben des gerade dargestellten Bildes. Dadurch haben Zuseher den Eindruck, der Fernseher wäre deutlich größer. Außerdem wirkt es so, als würde das Bild nicht so abrupt am Displayrand enden.

Bei der 3D-Darstellung setzt Philips auf die gleiche Technik wie Samsung: die Kombination aus 200-Hz-Panel und aktiven Shutter-Brillen. Sehr lobenswert ist, dass Philips genaue Angaben zu den technischen Eigenschaften des Panels macht und Kontrast, Helligkeit, Reaktionszeit und Blickwinkel angibt. Die genauen Werte finden sich am Ende des Artikels in der Tabelle.

Allerdings verfügen die Fernseher der Serie nur über einen HDMI-1.4-Port. Das gleichzeitige Anschließen mehrerer 3D-Player funktioniert also nicht – dürfte in der Praxis allerdings auch nicht notwendig sein. Geräten ohne dreidimensionale Wiedergabe genügt schließlich HDMI 1.3. Dafür gibt es zusätzliche analoge Ports wie Component-Video, Scart und VGA. Die Audioausgabe erfolgt via koaxialem S/PDIF. Zusätzlich sind Cinch- und Klinken-Eingang sowie Kopfhörerausgang vorhanden.

Zusätzlich zu TV-Empfängern für DVB-T und DVB-C bringen die Modelle der Serie PFL8605K/02 einen DVB-S-Satellitentuner mit. Alle drei sind HD-fähig. Dank CI+-Slot ist mit einem passenden HD+-Modul so auch der Empfang der Privatsender Pro7, RTL & Co. in hoher Auflösung möglich. Läuft gerade nichts im Fernsehen, geben die Philips-TVs Filme von USB-Speichermedien wieder. Allerdings bietet der Fernseher nur eine USB-Buchse, wodurch ein gleichzeitiges Anstöpseln eines Speichersticks und des rund 45 Euro teuren WLAN-Dongles PTA01 nicht möglich ist. Dank Ethernet-Schnittstelle klappen Anbindung an LAN und Internet aber dennoch immer problemlos – aber eben nicht immer ohne Kabel. Ist der Fernseher verbunden, nimmt er DLNA-Streams entgegen. Die Formatunterstützung ist dabei – ebenso wie bei der USB-Wiedergabe – gut, aber nicht auf Samsung-Niveau. Wichtige Formate wie MKV fehlen. Dafür ermöglicht die MediaConnect-Software des Herstellers die Freigabe des Bildschirminhaltes von PCs und somit die Wiedergabe aller Filme. Das Format spielt hier keine Rolle.

Zudem greift der Philips nicht nur auf Internet-Widgets sowie auf Youtube & Co. zu, sondern hat einen vollwertigen Webbrowser an Bord. Außerdem folgt in Kürze die Integration einer Online-Videothek, die das Ausleihen und Streamen ganzer Spielfilme über das Internet ermöglicht. Das hat bisher sonst nur LG zu bieten. Als Zwischenspeicher für die Daten dienen SD/SDHC-Karten.

Eine Aufnahmemöglichkeit via USB gibt es leider nicht. Auch eine Bild-im-Bild-Funktion fehlt. HDMI-CEC und Game-Modus sind aber an Bord. Zum Stromverbrauch macht der Hersteller keine Angabe. Er sollte aber unter dem der Samsung-Geräte der Serie C750 liegen.

Zusätzlich zu den 3D-Brillen ist bei Philips ein Transmitter notwendig. Im Kit mit zwei Sehhilfen kostet er knapp 300 Euro.
Zusätzlich zu den 3D-Brillen ist bei Philips ein Transmitter notwendig. Im Kit mit zwei Sehhilfen kostet er knapp 300 Euro.

Auch bei Philips gehören die notwendigen Shutter-Brillen leider nicht zum Lieferumfang. Anders als bei Samsung ist aber zusätzlich zu den Sehhilfen ein Transmitter notwendig, da dieser nicht direkt im Gerät integriert ist. Das Starter-Kit mit zwei Brillen und Sender kostet 299 Euro. Jede weitere Brille belastet das Budget mit 129 Euro. Die Brillen sind derzeit noch nicht im Handel, sollen aber in ein bis zwei Wochen verfügbar sein.

Neueste Kommentare 

6 Kommentare zu Verfügbare 3D-Fernseher im Vergleich: Kino-Action mit Tiefeneffekt für zu Hause

  • Am 15. Juni 2010 um 11:04 von Djack

    3D Fernseher
    Zitat: Der TX-P50VT20E ist mit seiner Bilddiagonale von 50 Zoll nicht nur das größte Modell im Vergleich, er ist auch der einzige Fernseher, der auf ein Plasma-Display setzt.
    Das kann man so nicht stehen lassen:
    Da habt ihr aber einen Samsung 3D Plasma vergesen, der PS50C7790 ist ein 50 Zoll 3D Plasma und kostet momentan inkl. 4 Brillen 1999 Euro.

    • Am 15. Juni 2010 um 19:15 von Pascal Poschenrieder

      AW: 3D Fernseher
      Hallo,

      der Fernseher war und ist meines Wissens nach noch nicht erhältlich. Samsung führt ihn zwar bereits auf seiner Website, die gelisteten Händler haben ihn aber meines Wissens nach allesamt noch nicht im Angebot.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Pascal Poschenrieder, CNET.de

      • Am 11. Juli 2010 um 05:05 von kantar

        AW: AW: 3D Fernseher
        den kann man schon seid einen Monat kaufen und zwar überall

    • Am 19. Juni 2010 um 13:46 von Jaghammer

      AW: 3D Fernseher
      Der PS50C7790 kostet laut Samsung UVP 1999 euro.
      Es sind aber keine 4 Shutter Brillen enthalten!!
      Man kann ein Starterkit mit 2 Shutterbrillen und der 3D Blu-Ray "Monster Vs Aliens" für etwa 199 euro erwerben!!!

  • Am 1. Dezember 2010 um 10:19 von Der Sparfuchs

    3D Fernsehr Samsung
    Also entweder hat sich da inzwischen viel getan, oder es lohnt sich einfach mal Preise zu vergleichen! Den Samsung LE40C750 gibt es beispielsweise schon für ~900 € wenn man mal ein wenig guckt wie zum Beispiel hier: http://amzn.to/samsung-le40c750
    Bei den anderen Fernsehern meine ich auch günstigere Quellen gesehen zu haben.

    • Am 1. Dezember 2010 um 14:16 von Pascal Poschenrieder

      AW: 3D Fernsehr Samsung
      Hallo,

      die Preise sind mittlerweile in der Tat deutlich gefallen. Einige Geräte sind nun bereits rund ein Drittel günstiger zu haben. Ein Preisvergleich via idealo.de & Co. zeigt, wo es die Geräte derzeit am günstigsten gibt.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Pascal Poschenrieder, CNET.de

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