Das testweise installierte 2D-Strategie- und Geschicklichkeitsspiel Farm Frenzy hingegen läuft problemlos und sorgt für Kurzweil. Das gilt auch für die meisten anderen Apps, die in unseren Tests allesamt funktionieren. Nur, wenn wirklich 3D- oder Rechenleistung gefragt ist, kommt die Hardware an ihre Grenzen.

Die Akkulaufzeit gibt Vodafone mit 400 Stunden Standby im UMTS-Netz respektive 8,3 Stunden Dauertelefonat an. Die Werte sind wie üblich ein gutes Stück von der Praxis entfernt und vor allem bei Smartphones extrem von der Nutzung abhängig. Wer sich per WLAN mit dem Internet verbindet, über GPS die Position speichert, Fotos schießt, per Messenger chattet oder die Navi-Anwendung startet, saugt den mit 1200 mAh Stunden durchschinttlich bemessenen Akku auch problemlos in ein paar Stunden leer. Wer unterwegs auf Internet und GPS verzichtet und nur gelegentlich zum Tippen von SMS oder für einen Mini-Anruf vom Typ „Ich bin gleich da“ zum Handy greift, kommt mit einer Akkuladung gut zwei Tage hin. Wer hingegen permanent in die Wikipedia schaut, seine Position via Latitude an seine Freunde überträgt und den MP3-Player nutzt, muss den Akku täglich laden.

Tarif

Wenn das erste Android-Handy im Prepaid-Paket auf den Markt kommt, widmen wir uns ausnahmsweise im Testbericht auch dem Tarif – denn Android lebt von seiner Internet-Verbindung. Egal, ob man Facebook oder Twitter nutzt, Wikipedia, Googe Maps, die kostenlose Navigation, Qype oder Aloqa, die Wettervorhersage oder Latitude: „Ohne Online“ geht hier nichts. Zwar kann man die Verbindung über das Handynetz in den Einstellungen deaktivieren und sich kostenlos in bekannte WLANs einloggen, aber das ist nicht der Luxus einer permanenten Internet-Verbindung auf dem Handy.

Und das Wörtchen „Luxus“ ist hier fast wörtlich zu verstehen. Derzeit gibt es bei Vodafone nämlich nur einen Internet-Tarif fürs Handy, der auf den Namen CallYa Open End Internet hört. Er kostet monatlich absolut bezahlbare 2,49 Euro Grundgebühr, aber bei der Internet-Verbindung langt der Netzbetreiber deutlich stärker zu: Die erste Datenverbindung pro Kalendertag schlägt mit 99 Cent zu Buche, alle weiteren sind kostenlos. Bis zum nächsten Tag. Wer also täglich nur einmal einen Blick zu Facebook riskiert, hat am Monatsende 32,19 Euro weniger Guthaben auf seinem Prepaid-Konto – und bekommt dafür gerade einmal 200 MByte Datenvolumen mit voller Geschwindigkeit. Zum Vergleich: Bei O2 kostet eine Monatsflatrate mit 5 GByte Volumen 25 Euro. Messenger wie Skype oder ICQ sind bei Vodafone übrigens offiziell verboten.

Die übrigen Kosten liegen im gehobenen Prepaid-Bereich. Eine Gespächsminute kostet 29 Cent, wobei Telefonate zu Vodafone und ins Festnetz unabhängig von ihrer Länge 29 Cent kosten.

Übrigens: Der Tarif geht nicht in die Wertung des Smartphones ein.

Fazit

Das Vodafone 845 ist weder das schönste, noch das schnellste, noch das günstigste Handy auf diesem Planeten – aber es ist ja auch kein Handy, sondern ein echtes Smartphone. Damit ist das Preis-Leistungsverhältnis wirklich hervorragend. Für einen Euro mit Vertrag respektive 130 Euro mit Prepaid-Karte gibt es das volle Android-Programm inklusive Navi-Software, Webbrowser, Youtube, Facebook, Apps & Co. Abstriche machen muss man dabei lediglich bei Display und Geschwindigkeit, aber andere Handys in diesem Preisbereich schneiden in diesen Punkten auch nicht besser ab.

Jetzt fehlt nur noch ein günstigerer Internet-Tarif für die Prepaid-Karte zum vollen Glück – denn für eine Grundgebühr von gut 30 Euro gibt es woanders deutlich mehr.

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