Das bringt die E3: Microsoft Kinect, Nintendo 3DS und Sonys 3D-Spiele

Project Natal heißt jetzt Microsoft Kinect

Microsoft hat bereits zwei Tage vor dem Start der Spielemesse in Los Angeles seine E3-Pressekonferenz abgehalten. Im Fokus stand das zuvor als Project Natal bekannte Kinect – der Konkurrent zu Playstation Move und Wii. Im Gegensatz zu Sony und Nintendo drücken die Redmonder ihren Gamern jedoch keine Controller in die Hand. Ein Kamera- und Mikrofonsystem, das wie die Sensorbar der Wiimotes in der Nähe des Fernsehers steht, beobachtet die Spieler und setzt ihre Bewegungen ins Spiel um. Der menschliche Körper selbst wird zum Controller.

Microsoft zeigt auf der E3 eine neue Xbox 360 und das vormals als "Project Natal" bekannte Kinect.
Microsoft zeigt auf der E3 eine neue Xbox 360 und das vormals als „Project Natal“ bekannte Kinect.

Die ersten Spiele, die Microsoft bei der Präsentation von Project Natal auf der E3 2009 zeigte, wirken zwar unterhaltsam, beschränken sich jedoch auf das Casual-Gaming-Genre. Es geht darum, Farbe auf eine Leinwand zu werfen und entgegenfliegende Bälle mit dem eigenen Körper abzuwehren. Zwei Monate später schließlich hatte Ina Fried von CNET.com die Gelegenheit, ein Rennspiel mit der Bewegungserkennung ausprobieren. Die beiden Füße stempeln imaginäre Brems- und Gaspedale auf den Boden, die Hände reißen ein gedachtes Lenkrad von links nach rechts und zurück. Das Video dazu gibt’s hier.

Project Natal heißt seit letztem Sonntag Kinect – ein Neologismus aus Kinetic und Connect. Bei der Präsentation hat Microsoft weder Kosten noch Mühen gescheut und dutzende Artisten vom Cirque du Soleil ins Galen Center in Los Angeles gekarrt. Die folgende Fotostrecke zeigt unsere Eindrücke von dem Event.

Microsoft zeigt auf der E3 2010 ein paar weitere Titel, die nicht nur auf Gelegenheitsdaddler, sondern auch auf Hardcore-Gamer abzielen. Neben dem bereits bekannten Rennspiel gibt es ein Star-Wars-Game und ein Jump-’n‘-Run-Adventure zu sehen. Auch ein Wii-Sports-Clone namens Your Shape sowie ein Tanzspiel im Stil von We Dance und ein virtuelles Haustier à la Nintendogs flimmern auf der Pressekonferenz auf der überdimensionalen Leinwand. Microsoft scheint sagen zu wollen: „Wir können alles, was die Konkurrenz auch kann, aber ohne Controller!“.

Zum Marktstart sollen 15 Spiele für Microsoft Kinect zur Verfügung stehen.
Zum Marktstart sollen 15 Spiele für Microsoft Kinect zur Verfügung stehen.

Und noch mehr: Das Kinect-System dient auch als Multimediazentrale. Der Videoplayer beispielsweise lässt sich dabei mit Sprachbefehlen wie „Xbox: Play“ und „Xbox: Pause“ steuern. Ein Videotelefonie-Programm ist ebenfalls mit von der Partie. Wir hatten in Los Angeles die Gelegenheit, die aktuelle Version von Kinect auszuprobieren. Was dabei herausgekommen ist, gibt es in der folgenden Fotostrecke zu sehen.

Microsoft Xbox 360 „Slim“

Kinect soll erst gegen Ende des Jahres im Handel erhältlich sein. Als Marktpreis für die USA geistern 200 US-Dollar durchs Internet, offizielle Angaben gibt es noch nicht. Wer das Kamera-System an seine alte Xbox 360 anstöpseln möchte, muss außerdem noch einen Adapter kaufen. Oder gleich die neue Xbox 360 „Slim“, die den entsprechenden Port mitbringt. Im Bundle mit Kinect soll die schlankere Konsole Gerüchten zufolge für rund 400 US-Dollar den Besitzer wechseln. Auch hier gibt es allerdings noch keinerlei offizielle Angaben.

Technische Daten zur neuen Xbox 360 gibt es dafür massig: Die Unterhaltungsmaschine bringt jetzt 250 GByte Speicherkapazität mit und kommuniziert außerdem über WLAN nach IEEE 802.11 b, g und n mit der Außenwelt. Neben dem proprietären Kinect-Port verpasst Microsoft der Konsole außerdem einen S/PDIF-Anschluss. Der 45-Nanometer-Prozessor soll darüber hinaus stromsparender sein und sowohl den gefürchteten Red-Ring-of-Death als auch die staubsaugergleichen Lüftergeräusche in die dunkle Vergangenheit verbannen. Was sich im Karton der neuen Xbox 360 versteckt, zeigt die Bildergalerie. Die schlechte Nachricht vorweg: Ein Blu-ray-Player ist immer noch nicht dabei.

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