Die besten PC-Lautsprecher: Brüllwürfel für den Schreibtisch

von Stefan Möllenhoff am , 17:01 Uhr

Wer sich einen Rechner kauft, bekommt meist ein billiges Paar PC-Lautsprecher obendrauf. Allerdings mit tragischer Betonung auf „billig“ und nicht auf „Lautsprecher“ oder gar „Laut“. Die Gratis-Tröten erinnern vielmehr an die quietschenden PC-Speaker des vergangenen Jahrtausends als an richtige Boxen. Mit welchen Desktop-Lautsprechern YouTube-Sessions, die Lieblingsserien und das gelegentliche Ballerspiel richtig Spaß machen, verrät dieses Special.

Computerboxen gibt’s wie Sand am Meer. Ein beliebter Preisvergleichsdienst spuckt ganze 122 Seiten mit insgesamt 1819 Produkten aus, wenn wir die Kategorie PC-Lautsprecher auswählen. Unsere audiophilen Kollegen von CNET.com haben bereits dutzende davon unter die Lupe genommen. Auf den folgenden Seiten stellen wir die zehn Lieblinge der Redaktion vor, die auch in Deutschland erhältlich sind.

Audioengine A5: ab 270 Euro

8,4 stars

(8,4 von 10 Punkten)

Was uns gefällt:
+ phänomenaler Klang
+ schickes Design
+ zwei Audioeingänge

Was uns nicht gefällt:
– kostspielig
– keine Fernbedienung
– Eingänge nicht umschaltbar

Wir meinen: Auch wenn die Audioengine A5 nicht gerade ein Schnäppchen sind, dürfte es dennoch sehr schwer werden, in dieser Preisklasse ein flexibleres und besser klingendes System zu finden.

Sowohl das Audioengine A5 als auch sein kleiner Bruder A2 sehen auf den ersten Blick nicht besonders spektakulär aus. Die Technik im Innenleben ist aber vom Feinsten: Die beiden Lautsprecher des A5 bieten jeweils einen 5-Zoll-Kevlar-Woofer und einen 20-Millimeter-Hochtöner. In der linken Box bringt der Hersteller den Verstärker unter.

Die Verbindung zum Rechner geschieht mittels Standard-3,5-Millimeter-Klinkenkabel. Der Vorteil besteht darin, dass sich die mitgelieferte Strippe bei Bedarf auch durch ein längeres Verbindungskabel ersetzen lässt. Neben der Klinkenbuchse sitzt ein USB-Port. Dieser eignet zwar nicht als Tonquelle, dient aber zum Aufladen von iPod & Co. Auf der Rückseite des linken Lautsprechers befinden sich ein zweiter Klinkeneingang, ein Stereo-Cinch-Ausgang sowie eine US-Steckdose, die – zumindest mit Reiseadapter – weitere Komponenten mit Energie versorgt. Leider gibt es keinen Umschalter zwischen den beiden Audio-Eingängen – sie sind beide ständig aktiv.

Die Audioengine A5 klingen fantastisch. Sie überzeugen mit satten Bässen und feinen Details – sowohl bei Filmen und Games als auch bei Musik. Es dürfte schwer sein, in diesem Preisbereich PC-Lautsprecher mit einem besseren Sound zu finden. Allerdings beanspruchen die beiden Boxen ziemlich viel Platz auf dem Schreibtisch.

Audioengine A2: ab 165 Euro

8,0 stars

(8,0 von 10 Punkten)

Was uns gefällt:
+ sehr guter Klang
+ kompaktes Gehäuse
+ zwei Audioeingänge

Was uns nicht gefällt:
– Lautstärkeregelung auf der Rückseite
– keine Fernbedienung
– Eingänge nicht umschaltbar

Wir meinen: Das Lautsprechersystem Audioengine A2 ist günstiger und kompakter als sein großer Bruder, das A5. Es macht zwar ein paar Abstriche beim Klang, nimmt dafür auch weniger Platz auf dem Schreibtisch weg.

Wie der große Bruder A5 verfügt auch das A2-System von Audioengine über einen integrierten Verstärker. Damit lässt es sich nicht nur mit dem PC, sondern mit jeder x-beliebigen Tonquelle nutzen. Die Lautsprecher beanspruchen nur ein Viertel soviel Volumen und damit deutlich weniger Platz auf dem Schreibtisch als die des A5.

Die Verbindung zu Tonquellen stellt das A2 wahlweise mittels 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse oder Stereo-Cinch-Eingang her. USB-Port, Steckdose oder Audio-Ausgang gibt es beim kleineren Audioengine-System nicht. Allerdings ist es auch hier nicht möglich, zwischen den beiden Eingängen zu wechseln. Wenn am angesteckten iPod Musik läuft, plärren die Sounds von Skype & Co. auf dem angestöpselten PC gnadenlos durchs Klangbild. Wer in Ruhe seinen Sound genießen möchte, muss den Rechner abstecken – das nervt.

Das Audioengine A2 wirft satte Bässe und detaillierte Höhen durchs Zimmer. Klar, der A5 hat mehr Bumms, aber für die kompakten Abmessungen ist der Klang des A2 ausgezeichnet. Die Boxen wirken in puncto Akustik definitiv größer, als sie in Wirklichkeit sind. Insbesondere bei hohen Lautstärken ist das A5-System jedoch signifikant überlegen. Nicht nur als Desktop-Lautsprecher, sondern auch für iPod & Co. eignen sich die beiden Brüllwürfel hervorragend. Sie sind den meisten iPod-Docks in puncto Klang überlegen und lassen sich zudem für einen besseren Stereoeffekt voneinander getrennt aufstellen.

Altec Lansing Expressionist Ultra MX6021: ab 145 Euro

8,0 stars

(8,0 von 10 Punkten)

Was uns gefällt:
+ beeindruckender Klang für faires Geld
+ sehr starker Bass
+ Fernsteuerung für Lautstärke, Ein/Aus, Bässe und Höhen

Was uns nicht gefällt:
– sehr kurze Kabel mit proprietären Steckern

Wir meinen: Beim Altec Lansing Expressionist Ultra MX6021 stimmen Design, Klang und Preis. Es ist jammerschade, dass die Kabel sehr kurz ausfallen und sich aufgrund der proprietären Stecker nicht so ohne weiteres verlängern lassen.

Altec Lansing tituliert das Expressionist Ultra MX6021 auf seiner Webseite als Gaming-Modell. Nicht nur der mit spektakulärem Bass gesegnete Sound, sondern auch das Design passt zu Science-Fiction-Games à la BioShock. In die hauchdünne, trapezförmige Front der Satelliten sind zwei röhrenförmige Lautsprecher eingelassen, die ohne überflüssigem Gehäuse drumherum nach hinten herausstehen. Der 3-Zoll-Mitteltöner dient somit gleichzeitig als Standfuß.

Die beiden Satelliten verbinden sich mittels proprietärem Kabel mit dem Subwoofer. An der Bassbox hängt außerdem noch eine Fernbedienung für den Schreibtisch, die neben Regeltasten für Lautstärke, Bässe und Höhen auch einen Kopfhörerausgang sowie einen AUX-Eingang bietet. Am Subwoofer befinden sich ein weiterer Klinken- sowie ein Stereo-Cinch-Eingang. Leider fallen die mitgelieferten Kabel ziemlich kurz aus. Aufgrund der proprietären Stecker lassen sie sich ohne Zuhilfenahme eines Lötkolbens nicht verlängern. Wer die Bassbox unter den Schreibtisch stellt und die Boxen rechts und links vom Monitor positioniert, wird jedoch keine Probleme haben.

Das Altec Lansing Expressionist Ultra MX6021 überzeugt sowohl mit durchschlagenden Bässen als auch mit kristallklaren Höhen. Der Klang ist gut ausbalanciert und macht einen ausgezeichneten Eindruck für ein System, das diverse Preisvergleichsdienste für gerade einmal 145 Euro listen. Insbesondere bei Filmen und Games sind wir beeindruckt von der Leistung.

M-Audio Studiophile AV40: ab 95 Euro

8,0 stars

(8,0 von 10 Punkten)

Was uns gefällt:
+ überdurchschnittlicher Sound
+ ausgezeichnete Musikleistung
+ sehr solide Verarbeitung

Was uns nicht gefällt:
– nehmen viel Platz auf dem Schreibtisch weg

Wir meinen: Die Studiophile AV40 sind PC-Lautsprecher für diejenigen, die sich mehr um Klangqualität, denn um kompaktes und ausgefallenes Design scheren.

Das M-Audio Studiophile AV40 lässt die meisten Lautsprechersysteme sooo klein mit Hut aussehen – sowohl in Sachen Soundqualität als auch in puncto tatsächlicher Abmessungen. Jeder der beiden Lautsprecher misst 22,2 mal 18,4 mal 15,2 Zentimetern und bringt 6,3 Kilogramm auf die Waage. Dafür fühlen sie sich auch tatsächlich nach Hi-Fi und nicht nach Plastikgeraffel an.

An der linken Box bringt der Hersteller Ein/Aus-Schalter, Bass-Boost-Taste und Drehknopf für die Lautstärkeregelung an. Auf der Rückseite sitzt ein Stereo-Cinch-Eingang, im Lieferumfang ist ein Klink-auf-Cinch-Adapter enthalten. Vorne finden sich zudem noch 3,5-Millimeter-Kopfhörerbuchse sowie Klinken-AUX-Eingang.

Das AV40-System ist erfreulich vollgasfest. Selbst bei hohen Lautstärken bleibt der Klang noch sehr klar und unverzerrt. Der Sound kommt zudem räumlicher herüber als bei den meisten anderen PC-Lautsprechern. Auch bei Filmen und Games lassen die Boxen ihre Muskeln spielen und werfen eine spektakuläre Kulisse in den Raum.

Harman Kardon SoundSticks II: ab 125 Euro

8,0 stars

(8,0 von 10 Punkten)

Was uns gefällt:
+ ausgesprochen klarer Klang
+ einzigartiges Design
+ Standard-Kabel zu den Lautspechern

Was uns nicht gefällt:
– keine Kopfhörerbuchse
– unpraktischer Lautstärkeregler

Wir meinen: Viel abgefahrener als bei Harman Kardons SoundSticks II geht es in Sachen Design nicht. Als ob das noch nicht reichen würde, bietet das System auch noch einen hervorragenden Klang.

Bereits im Jahr 2000 gab es Harman Kardons SoundSticks zum ersten Mal zu sehen. Der Nachfolger mit dem Namenszusatz „II“ arbeitet jetzt nicht mehr nur mit Apple [1]-Produkten, sondern mit allen Tonquellen zusammen, die ihren Klang irgendwie in die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse bringen.

Neben den beiden Satelliten mit einer Leistung von jeweils 10 Watt befindet sich ein 20-Watt-Subwoofer im Karton. Auf dem Schreibtisch sieht das System aus, als hätten drei Quallen Lautsprecher samt Elektronik aufgefressen und wären dann zu Glas erstarrt. Oder so ähnlich. Einen Kopfhörerausgang gibt es leider nicht. Der Lautstärkeregler besteht aus zwei Touch-Tasten, die nicht preisgeben, ob das System auf lautlos oder auf Vollgas eingestellt ist.

Vom Klang sind wir nicht ganz so beeindruckt wie vom Design – es fehlt dem System etwas an Bass. Bei einem derart spektakulären Design und den mit 125 Euro recht günstigen Anschaffungskosten darf man allerdings auch keine Wunder erwarten. Dennoch: Auch bei maximaler Lautstärke verzerren die SoundSticks den Ton nicht, und die Höhen sind ordentlich klar. Wer sich dem Design nicht enziehen kann, bekommt alles in allem immer noch einen ordentlichen Klang für’s Geld.

Logitech Z-2300: ab 110 Euro

8,0 stars

(8,0 von 10 Punkten)

Was uns gefällt:
+ hervorragender Klang
+ durchdachtes Design
+ Adapter für Konsolen mitgeliefert

Was uns nicht gefällt:
– Satelliten nicht abstimmbar
– Kabel lassen sich nicht abstecken

Wir meinen: Das Logitech Z-2300 ist der absolute Klassiker unter den PC-Lautsprecher-Systemen. Das ändert nichts daran, dass der Klang immer noch absolut beeindruckend ist.

Bereits im Jahre 2004 war das Logitech Z-2300 im Handel erhältlich. Das ändert nichts daran, dass es nach wie vor eines der besten Lautsprechersysteme für den Desktop-PC ist. Das THX-zertifizierte Paket beinhaltet einen erdbebenverdächtigen 120-Watt-Subwoofer sowie zwei 80-Watt-Satelliten. Im Lieferumfang ist eine Kabel-Fernbedienung mit Kopfhörerausgang sowie Lautstärkeregelung für Bassbox und Lautsprecher enthalten.

Der Anschluss an den Rechner erfolgt über 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse. Konsolenbesitzer freuen sich außerdem über den mitgelieferten Cinch-Adapter. Gar nicht erfreulich hingegen ist die Tatsache, dass Logitech die Boxen fest mit dem Subwoofer verdrahtet. Das sorgt beim Aufstellen für Kabelsalat.

Beim Klang überzeugt das Z-2300. Der Subwoofer ist bei der Musikwiedergabe stets sehr präsent, drängt sich aber nicht unangenehm in den Vordergrund. Auch bei massiver Schlagzeugbegleitung klingen Gitarrenriffs und Stimme erfreulich klar. Höhen, Mitten und Tiefen bleiben sauber getrennt und vermatschen nicht. Der Bass ist für ein System in dieser Größe und in diesem Preisbereich phänomenal. Auch bei Filmen begeistert das Logitech mit einer überwältigenden Kulisse.

Creative Inspire S2 Wireless: ab 120 Euro

7,6 stars

(7,6 von 10 Punkten)

Was uns gefällt:
+ integriertes Bluetooth
+ kleine Satelliten mit großem Klang
+ satter Bass
+ Bluetooth-Dongle für PC und Mac im Lieferumfang

Was uns nicht gefällt:
– verzerrt bei hohen Lautstärken
– gelegentlich Probleme mit der Bluetooth-Verbindung

Wir meinen: Angesichts der kompakten Abmessungen liefert das Creative Inspire S2 Wireless einen recht ordentlichen Klang. Dank integriertem Bluetooth bietet das System mehr Flexibilität bei der Positionierung.

Kabellose Lautsprechersysteme sind keine Seltenheit, gut klingende Drahtlos-Boxen dagegen schon. Abgesehen von der Aussicht, ohne Kabelverhau Musik hören zu können, konnten wir uns für das Gros der Bluetooth-Würfel nicht begeistern. Einen nicht unerheblichen Teil der Schuld tragen die verhältnismäßig hohen Anschaffungskosten. Mit einem Kaufpreis von 120 Euro stellt das Creative Inspire S2 Wireless eine erfreuliche Ausnahme dar.

Das System besteht aus einem vergleichsweise kompakten Subwoofer und zwei Mini-Satelliten. Am rechten Lautsprecherchen gibt es Kopfhörerausgang und AUX-Eingang sowie Lautstärkeknöpfe und Ein/Aus-Taste. Um das Bluetooth-Pairing zu starten, hält man den Lautstärke-Hoch-Button einfach ein paar Sekunden lang gedrückt. Ganz so kabelfrei, wie der Name verspricht, ist das System leider nicht. Zumindest Bassbox und Lautsprecher halten per Strippe Kontakt. Die Verbindungskabel sind leider fest angebracht und lassen sich nicht abstecken. Immerhin fallen sie mit einer Länge von knapp zwei Metern großzügig dimensioniert aus. Neben dem Computer halten auch A2DP-kompatible Bluetooth-Handys und -MP3-Player als Tonquelle her. Im Test gibt es allerdings hin und wieder Probleme mit dem Verbindungsaufbau.

Angesichts der drahtlosen Fähigkeiten und der kompakten Abmessungen sind wir überrascht, wie gut die Boxen klingen. Klar haben wir schon bessere Systeme gehört, aber die waren dann eben auch entsprechend teurer, größer und hatten kein Bluetooth zu bieten. Die Tiefen sind ordentlich ausgeprägt, und die Höhen weisen erfreulich viele Details auf. Bei sehr hohen Lautstärken verzerrt der Klang jedoch zunehmend. Für kleine Zimmer reicht der Sound einwandfrei aus.

JBL Duet III: ab 110 Euro

7,0 stars

(7,0 von 10 Punkten)

Was uns gefällt:
+ integriertes Bluetooth
+ schickes, modernes Design
+ klarer Klang

Was uns nicht gefällt:
– etwas schlapper Bass
– kein AUX-Eingang

Wir meinen: Wer auf satte Bässe verzichten kann, erhält mit dem JBL Duet III ein schickes und kompaktes Soundsystem, das einen kristallklaren Sound zu bieten hat.

JBLs Duet-III-System sieht schick aus und passt mit seinen schlanken, in die Höhe gewachsenen Lautsprechern auch auf kleine oder chronisch vollgemüllte Schreibtische. Auf der Oberseite der rechten Box sitzt ein Knopf für die Lautstärkeregelung. Dreht man ihn ganz nach links, schaltet sich das System aus.

Am rechten Lautsprecher schließt der Anwender Tonquelle von Stromversorgung an. Die Verbindung zur linken Box geschieht mittels Standard-Cinch-Kabel – sollte Länge nicht ausreichen, lässt sie sich durch eine großzügigere Strippe aus dem Elektronikhandel des Vertrauens ersetzen. Das im Lieferumfang enthaltene Klinkenkabel für die Verbindung zum PC oder MP3-Player fällt mit gut 1,5 Metern ordentlich lang aus. Einen zusätzlichen AUX-Eingang bietet Duet III leider nicht.

Das System klingt recht gut und gibt feine Details wieder. Allerdings mangelt es den Lautsprechern schlichtweg an Bass. Wer nur wenig Platz zur Verfügung hat und ohne gewaltigen Tiefen leben kann, sollte die Duet III in Erwägung ziehen. Alle anderen fahren mit einer vergleichbar teuren Lösung wie dem Logitech Z-2300 deutlich besser.

Logitech Speaker System Z523: ab 50 Euro

7,3 stars

(7,3 von 10 Punkten)

Was uns gefällt:
+ kräftiger Bass
+ Lautstärke- und Bassregelung
+ zahlreiche Anschlüsse

Was uns nicht gefällt:
– etwas unpräziser Klang

Wir meinen: Der Klang des Logitech Speaker System Z523 bricht zwar keine Rekorde, geht für die Anschaffungskosten von gerade einmal 50 Euro aber schwer in Ordnung.

Logitechs Z523 wechselt bei diversen Online-Shops bereits ab 50 Euro den Besitzer. Das Boxen-System klingt nicht nur nach einem verlockenden Angebot, sondern auch in der Praxis erstaunlich vernünftig. Es besteht aus einem Subwoofer und zwei Satelliten, die in alle Richtungen feuern und somit das gesamte Großraumbüro mit Sound erfreuen.

Dem rechten Lautsprecher entspringt ein Kabel mit 3,5-Millimeter-Klinkenstecker, das die Verbindung zum PC herstellt. Zudem finden sich an der Box ein Kopfhörerausgang sowie eine 3,5-Millimeter-AUX-Buchse. Am Subwoofer gibt es darüber hinaus noch einen Cinch-Eingang.

Die Bassbox liefert ausgeprägte Tiefen und lässt sich mittels Drehknopf am rechten Lautsprecher präzise auf die gewünschte Intensität bringen. Actionreiche Spiele und Filme bringen mit dem Z523 das Zimmer ordentlich zum beben. Bei der Detailwiedergabe machen sich jedoch die niedrigen Anschaffungskosten bemerkbar – Feinheiten kommen einfach nicht so klar herüber wie bei teureren Systemen. In diesem Preisbereich gehört das Logitech aber definitiv zu den besten Vertretern.

Altec Lansing Expressionist Bass FX3022: ab 45 Euro

7,0 stars

(7,0 von 10 Punkten)

Was uns gefällt:
+ beeindruckendes Design
+ sehr kräftiger Bass

Was uns nicht gefällt:
– aggressive Höhen
– keine Fernbedienung

Wir meinen: Der bassorientierte Klang macht das Altec Lansing Expressionist Bass FX3022 zu einer ausgezeichneten Wahl für Gamer und Filmfans. Wer primär Musik hören möchte, sollte sich nach einer Alternative umsehen.

Ein weiteres preiswertes System mit vergleichsweise gutem Klang kommt von Altec Lansing. Das Expressionist Bass kommt im Gegensatz zur Logitech-Variante ohne zusätzlichem Subwoofer aus. Die beiden Lautsprecher sehen aus, als wären sie direkt aus dem Videospiel BioShock [2] entsprungen: nach Hightech und Science-Fiction.

Auf der Oberseite des rechten Lautsprechers sitzen Lautstärkeregelung und Ein/Aus-Schalter. Eine Fernbedienung gibt es leider nicht. Die beiden Boxen sind fest miteinander verbunden. Immerhin fällt das Kabel mit knapp zwei Metern Länge recht großzügig aus. Die Verbindung mit dem PC erfolgt über eine Klinkenbuchse auf der Rückseite des rechten Lautsprechers. Erfreulicherweise gibt es hier auch einen weiteren AUX-Eingang.

Das Altec Lansing Expressionist Bass FX3022 macht seinem Namen alle Ehre und sorgt im Tieftonbereich für ordentlich Krach. Leider krachen die Höhen dafür ebenfalls – und zwar diesmal nicht im positiven Sinne. Insbesondere bei hohen Lautstärken klingen sie unangenehm aggressiv. Das fällt bei Musik deutlich störender aus als bei Filmen oder Games. Wer das Boxensystem primär für Videospiele oder einen gelegentlichen Film nutzen möchte, kriegt ordentlich Rumms für wenig Geld. Audiophile Käufer, die primär Musik hören möchten, sollten sich allerdings nach einer Alternative umsehen.

Fazit

Soundsysteme für den Rechner gibt’s in allen nur erdenklichen Formen, Farben und Qualitäten. Und obwohl alle zehn hier vorgestellten Produkte in dem einen oder anderen Punkt überzeugen, fällt es schwer, eine eindeutige Empfehlung abzugeben. Spielen die Anschaffungskosten eine untergeordnete Rolle, ist das Audioengine A5 sicherlich die Königslösung für den Schreibtisch. Aber auch für nicht einmal die Hälfte der Anschaffungskosten gibt es einen ausgezeichneten Klang – beispielsweise bei Logitechs Klassiker Z-2300. Sollen sich die Desktop-Krachmacher in erster Linie ins heimische Design-Ambiente einfügen, führt fast kein Weg an Harman Kardons SoundSticks II vorbei.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/41534134/die-besten-pc-lautsprecher-bruellwuerfel-fuer-den-schreibtisch/

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[1] Apple: http://www.cnet.de/unternehmen/apple/

[2] BioShock: http://de.wikipedia.org/wiki/BioShock