Android-OS

Auf dem Bone läuft – zumindest wahlweise – das Google Smartphone-Betriebssystem Android. Wir sind uns nicht sicher, was wir davon halten sollen. Schließlich handelt es sich hier um einen Media-Streamer und nicht um ein Handy. Eines ist aber klar: Android hat jede Menge Potential und bringt zukünftig wahrscheinlich sehr viele coole Funktionen auf den Bone. Wer das OS nutzen möchte, muss allerdings gezwungenermaßen eine Platte in den Knochen einbauen.

Um Android zu installieren, ist zunächst der Download der aktuellen Firmware-Version von der HDX-Website nötig. Als nächstes muss das ebenfalls dort erhältliche Android-Paket auf die Festplatte des Rechners. Danach entpacken wir die geladenen Dateien und platzieren sie im Root-Verzeichnis eines USB-Sticks. Diesen stecken wir nun mittels mitgeliefertem Adapter an den USB-Port des Bone an und installieren als zunächst das Firmware-Update. Danach wählen wir im Onscreen-Menü des Streamers Install Android. Daraufhin formatiert die Software die Festplatte und erstellt zwei Partitionen – eine mit Android-OS und eine für Multimediadaten.

Doch was bringt Android auf dem Bone? Leider nicht viel – zumindest momentan. Viele Apps funktionieren nicht, da sie entweder GSM- oder UMTS-Handware benötigen oder einen Touchscreen erfordern. Immerhin: Das Surfen im Internet klappt. Auch das installieren von manuell auf dem Bone abgelegten Apps klappt. Letzteres ist besonders wichtig, da Google nur lizenzierten Geräten den Zugriff auf den Market erlaubt – und der HDX Bone ist nicht lizenziert.

Im Endeffekt nutzen wir das Android-Feature nicht viel, und wenn, dann fast ausschließlich zum Surfen. Aber immerhin, es stört nicht. Zum Ansehen von Videos eignet sich das Standard-Interface des Bone allerdings deutlich besser – zumindest zum jetzigen Zeitpunkt.

Formate und Codecs

Laut HDX spielt der Bone einfach alles ab. Das können wir zwar nur zu 99 Prozent bestätigen, die wichtigen Formate laufen aber definitiv. MKV-Container stellen keinerlei Probleme dar, und AVI-Dateien mit MPEG-4-Videos funktionieren ebenfalls bestens. Auch mit ISO-DVD-Images kommt der Knochen zurecht. Gleiches gilt für MP3-Musik und sogar für Flash-Videos. Auch mit dem Dekodieren von 1080p-Videos mit sehr hoher Bitrate und DTS-Surround-Sound hat der Kasten keinerlei Schwierigkeiten.

Auch die Audioverarbeitung lässt keine Wünsche offen. Der Downmix von Dolby Digital– und DTS-Tonspuren ist ebenso möglich wie der der High-Definition-Varianten DTS-HD MA, DTS-HD HR und Dolby TrueHD. Außerdem beherrscht der Bone neben MP3s auch die Dateitypen AAC, FLAC, OGG und viele weitere.

Fotos bringt der Media-Streamer ebenfalls auf den Schirm. Dabei unterstützt der Player im Gegensatz zu vielen Alternativen und den in TV-Geräten integrierten Playern nicht nur JPEG-Dateien, sondern auch verlustfreie PNG– oder BMP-Files.

Portable Festplatte

Der Bone sieht nicht nur so aus und ist so groß wie eine portabel Festplatte, er verhält sich auch so. Wer eine Laptop-Festplatte einbaut, kann die kleine Box einfach an einen USB-Port eines PCs anschließen und Dateien auf den Datenträger schieben – eben genauso wie bei einer normalen Platte.

Das ist ein äußerst praktisches Feature, wenn man sich unterwegs ein paar Dateien vom Freund kopieren möchte. Dann ist es nämlich nicht einmal nötig, das Netzteil des Bone mitzuschleppen, da das Gerät seinen Strom in diesem Modus aus der USB-Buchse zieht. Wer also gerade auf der Suche nach einer USB-Festplatte ist, sollte sich den Knochen definitiv genauer ansehen. Er eignet sich schließlich nicht nur als normaler Datenspeicher, sondern gibt die auf der Platte gespeicherten Multimediadateien direkt mittels HDMI-Verbindung auf dem Fernseher wieder – und das für nur rund 100 Euro Aufpreis.

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