Ausstattung

Wie bereits erwähnt besitzt unser Testgerät des LX905 einen 60-Zoll-Bildschirm. Als Hintergrundbeleuchtung des LCDs kommt ein im Rahmen verbautes LED-System zum Einsatz. Diese Edge-LED genannte Technik hat im Vergleich zu einer Hinterleuchtung hinter dem Panel einen entscheidenden Vorteil: Sie erlaubt sehr dünne Gehäuse, im Fall des LX905 eine Dicke von nur 6,4 Zentimeter. Dennoch bevorzugen wir die Full-LED-Lösung mit segmentweise dimmenden Leuchtdioden hinter dem Panel, da sie bessere Kontraste, tiefere Schwarzwerte und leuchtendere Farben bietet.

Das Haupt-Kaufargument für den Sony ist vermutlich aber nicht die LED-Technologie, sondern seine 3D-Fähigkeit. Im Gegensatz zu den Baureihen HX805 und HX905 handelt es sich beim LX905 nicht um einen 3D-fähigen Fernseher, der mit Hilfe von optionalem Zubehör Filme dreidimensional darstellt. Stattdessen hat er bereits alles notwendige an Bord – inklusive zweier 3D-Brillen. So braucht es lediglich einen passenden Player, und das Heimkino für die dritte Dimension ist startklar. Abspielgeräte wie der BDP-S470 oder der BD-C6900 sind im Vergleich zum Fernseher zwar echte Schnäppchen, dennoch sollte man den Kaufpreis von rund 300 Euro von Anfang an einplanen.

Sport-Fans, die auf baldige TV-Übertragungen in 3D hoffen, werden sich über das im Sony integrierte Motionflow 200Hz freuen. Das bewährte System berechnet Zwischenbilder und sorgt dadurch für eine Vervierfachung der Bildrate. Das sorgt bei auch bei hart geschossenen Bällen für eine scharfe Darstellung und verhindert Ruckler bei Kameraschwenks.

In Sachen Anschlüsse steht der Sony ebenfalls gut da. Er hat insgesamt vier HDMI-Ports an Bord. Zwei davon sitzen an der Seite des Gehäuses, die anderen hinten. Außerdem gibt es einen Component-Video– und zwei Composite-Video-Eingänge. Eine VGA-Schnittstelle ist ebenfalls vorhanden. Schade finden wir, dass der Hersteller lediglich einen USB-Port integriert. Viele Konkurrenten bieten zwei oder mehr, was beim heute erhältlichen Zubehör wie USB-Tastaturen, Skype-Kameras und vor allem Speichersticks und Festplatten auch nötig ist.

Dafür verbindet sich der LX905 – wie mittlerweile viele Fernseher – mit dem Internet. Allerdings verfügt er im Gegensatz zu den meisten seiner Rivalen über integriertes WLAN. Dadurch entfällt das Verlegen lästiger Kabel. Über das Netzwerk greift der Fernseher auf DLNA-Streams von Computern oder NAS-Laufwerken zu – und auf Sonys Online-Plattform Bravia Internet Video.

Letztere bietet Zugriff auf Inhalte von Tagesschau, Eurosport, Deutsche Welle und den Berliner Philharmonikern. Außerdem ist Sony Partner des DFB, wodurch auch Qualifikationsspiele der A-Nationalmannschaft, Spielanalysen und Interviews aus Südafrika verfügbar sind. Zudem bringt der LX905 das Angebot Fifa World Cup Kollektion auf den Schirm. Es enthält Videoinhalte zu den letzten Weltmeisterschaften der letzten 76 Jahre, Dokumentationen rund um das Thema Fußball und vieles mehr. Das Ansehen von Youtube- und Dailymotion-Clips ist ebenfalls möglich.

Im Vergleich zu anderen Ländern hinkt das hiesige Angebot dennoch meilenweit hinterher. In England finden sich im Sony-Portal beispielsweise mehrere Online-Videotheken für das Streamen kompletter Spielfilme. In Deutschland ist so etwas derzeit LG beispielsweise beim Plasma 50PK760 mit seinem Maxdome-Angebot vorbehalten.

Immerhin sind hierzulande wenigstens alle Sony-Internet-Widgets an Bord. Die kleinen Programme liefern Echtzeit-Updates von Websites wie Twitter und Facebook. Auch das Anzeigen von Flickr-Fotos, Wetter-Nachrichten und Finanz-Infos klappt.

Um zu den Inhalten zu gelangen, müssen Anwender durch das Xross-Media-Bar-Menü navigieren. Das von der Playstation 3 bekannte System ermöglicht auch unerfahrenen Anwendern ein einfaches Zurechtfinden in den Optionen. Es besteht aus einer horizontalen Leiste mit Menüpunkten wie Einstellungen, Videos und Kanäle, aus denen beim Auswählen eine vertikale Leiste mit Unterpunkten ausklappt.

Neueste Kommentare 

5 Kommentare zu Sony Bravia KDL60LX905: 3D-Fernseher für Sport-, aber nicht für Film-Fans

  • Am 14. Juli 2010 um 07:16 von volker

    Test vom Samsung Plasma
    Nach diesem Test wird es immer wahrscheinlicher dass ich mir den PS63c7790 Plasma von Samsung hole.
    Apropo:
    Wann werdet ihr diesen testen?
    Ich schätze, dass dieser momentan der most wanted 3D Fernseher ist, somit sind wohl sehr viele Leute daran interessiert.

    • Am 14. Juli 2010 um 17:39 von Pascal Poschenrieder

      AW: Test vom Samsung Plasma
      Hallo Volker,

      dieses Gerät ist neben dem Panasonic VT20E in der Tat mit das Interessanteste. Es ist bereits in unserem Testlabor angekommen. Allerdings haben uns bis gestern die 3D-Brillen gefehlt. Der Test geht wahrscheinlich in circa zwei Wochen live.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Pascal Poschenrieder, CNET.de

  • Am 18. Juli 2010 um 11:27 von Marcus

    Preis 60LX905
    Warum ist denn der 60LX905 denn so "ausgesprochen teuer"?
    Wenn man den Samsung UE55C8790 zum vergleich nimmt der 3800 Euro kosten und man sich dann noch die 3D Brillen kauf, ist man dann schon bei rund 4000 Euro.
    Und 200 Euro für 5 Zoll Diagonale mehr ist definitiv nicht zu viel.
    Der UE65C8790 soll ja 5000 Euro kosten, das währen dann 800 Euro für 5 Zoll Diagonale und das ohne 3D Brillen.

    • Am 26. Juli 2010 um 12:18 von Pascal Poschenrieder

      AW: Preis 60LX905
      Hallo Marcus,

      der Samsung bietet dafür allerdings ein besseres Bild und rechtfertigt seinen hohen Preis dadurch. Das ist beim Sony nicht der Fall.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Pascal Poschenrieder, CNET.de

  • Am 24. Juli 2010 um 11:50 von Arif

    bildqualität 60LX905
    Ich finde diesen test ziemlich kurz ihr beschreibt hier nicht ausführlich wie der schwarzwert ist Kontrastdiferenzierung in dunklen bereichen, reaktionszeit vom panel und auch sonst solltet ihr mal angeben mit was für einem zuspieler blurayplayer ihr die bildqualität der tvs testet.

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