Die Über-Androiden im Vergleich: Google-Smartphones ab 3,5 Zoll

von Daniel Schraeder am , 17:38 Uhr

Pünktlich zur heißesten Zeit des Jahres kommen auch die heißesten Smartphones auf den Markt. Ganz hoch im Kurs stehen neben dem iPhone 4 derzeit Handys mit dem Google-Betriebssystem Android. Mit den neuen Multimedia-Profis Samsung Galaxy S i9000 mit HD-Videoaufnahme und Motorola mit dem Milestone XT720 mit HDMI-Schnittstelle und Xenon-Blitz gibt es inzwischen fünf aktuelle Androiden mit Displaydiagonalen von über 3,5 Zoll. Wir vergleichen die Top-Modelle.

Gründe gegen das iPhone gibt es viele. Überzeugung aufgrund der Apple [1]-Politik, Empfangsprobleme, fehlende Homescreen-Widgets oder die Zwangsbindung an sündhaft teure T-Mobile-Tarife sind nur einige Beispiele. Und inzwischen bleiben Verweigerer des Apple-Kults auch nicht mehr auf der Strecke – mit dem Google [2]-Handybetriebssystem Android [3] gibt es eine tolle Alternative. Der Google-App-Store namens Android Market knackt demnächst die magische 100.000-Apps-Marke, Multitasking und Multitouch sind Standard, das User-Interface mit seinen austausch- und nachladbaren Widgets ist cool und modern, und eine kostenlose Navigationssoftware gibt’s auch noch dazu.

Geräteauswahl

In diesem Vergleich der aktuellen Android-Smartphones konzentrieren wir uns auf die aktuelle Königsklasse – auf Display-Diagonalen ab 3,5 Zoll und Geräte, die in diesem Jahr auf den Markt gekommen sind. Neben dem offiziellen Google-Handy Nexus One zählen dessen Bruder HTC [4] Desire sowie das bereits im März vorgestellte Xperia X10 von Sony [5] Ericsson dazu.

Ganz frisch im Programm sind darüber hinaus noch zwei Neuankömmlinge – das Samsung [6] Galaxy S i9000 mit gestochen scharfem, farbenfrohen 4-Zoll-Display sowie das Motorola Milestone, das als erster Android mit 8-Megapixel-Kamera samt Xenon-Blitz und HDMI-Schnittstelle zum Anschluss an den Fernseher aufwartet.


Auf der Rückseite des Xperia X10 finden sich die Linse der Kamera sowie eine Foto-LED.

Displays

Das wohl wichtigste Element bei den Touchscreen-Smartphones ist das Display. Die Anzeigen sind die primäre Ein- und Ausgabeschnittstelle der Handys. Immerhin: In dieser Preisklasse gibt es kein Gerät, das auf die billigere, resistive Touchscreen-Technik setzt. Alle fünf Kandidaten kommen mit kapazitiven Touchsensoren, die bereits auf Berührung und nicht nur auf Druck reagieren. Dabei beherrschen bis auf das Sony Ericsson alls Smartphones auch Multitouch-Gesten wie den Zwei-Finger-Zoom. Gerüchten zufolge könnte das für das dritte Quartal angekündigte Software-Update des X10 diese Funktion aber mitliefern.

So einig die Hersteller beim Thema Touchscreen sind, so uneinig sind sie bei der verwendeten Display-Technik. Sony Ericsson und Motorola verbauen „normale“ LC-Displays, die bei nahezu allen Handys mit Farbanzeige zum Einsatz kommen. Sie sind bewährt, haben inzwischen auch recht hohe Blickwinkel zu bieten und zeigen Farben relativ realistisch an. Allerdings benötigen sie verhältnismäßig viel Energie, da eine Hintergrundbeleuchtung aus weißen LEDs auch die Bereiche der Anzeige anstrahlt, die kein Bild oder nur schwarze Flächen darstellen.

Anders verhalten sich die modernen OLED-Panels (in diesem Fall: AMOLED [8], Active Matrix Organic Light Emitting Diode), die derzeit allesamt von Samsung hergestellt werden. Sie überzeugen mit gestochen scharfer Darstellung, leuchtenden Farben und im Vergleich zu LCDs um bis zu 30 Prozent geringerer Energieaufnahme. Diesen Effizienzvorteil erreichen die Anzeigen vor allem dadurch, dass die einzelnen Pixel selbstleuchtend sind. Schwarze Flächen werden hier also gar nicht beleuchtet – und benötigen dementsprechend auch keinen Strom.

Ganz neu im Bunde ist das Super-AMOLED-Panel des Samsung Galaxy S. Technisch handelt es sich hier um ein AMOLED-Display, allerdings hat der Hersteller den Produktionsprozess soweit optimiert, dass die Anzeige zwei Schichten weniger benötigt, um zu funktionieren. Das Ergebnis sind noch brillantere Bilder, die mit zuverlässiger Regelmäßigkeit für einen Wow-Effekt sorgen – wer zum ersten Mal auf eine solche Anzeige blickt, ist wirklich begeistert. Der Preis für den geringeren Energieverbrauch und die tolleren Farben ist eine etwas geringere Farbechtheit – im direkten Vergleich wirken die Displays üblicherweise leicht blaustichig.

Bedienelemente

Bei Android unerlässlich ist ein Trackball, ein Vier-Wege-Pad mit OK-Taste (das sogenannte D-Pad) oder ein optischer Sensor. Der Grund: Zwar läuft die Bedienung des Handys komplett über das Touchscreen-Display ab, aber für manche Aufgaben ist schlicht der Finger zu dick. Wenn es beispielsweise gilt, auf einer Webseite einen kleinen Link anzutippen, der von anderen kleinen Links umgeben ist, wird das Treffen häufig zum Glücksspiel. Anderes Beispiel: Wer eine SMS getippt hat und vorm Absenden in der Mitte der zweiten Textzeile einen Fehler findet, kann den Cursor nicht immer buchstabengenau platzieren. Für genau diesen Zweck hat das Nexus One den Trackball und das Desire den optischen Sensor.

HTC Desire
Das HTC Desire verfügt unterhalb des Displays über einen optischen Sensor und über mechanische Tasten, …

Google Nexus One
… das nahezu baugleiche Nexus One hingegen ist mit einem Trackball sowie mit Soft-Touch-Tasten ausgestattet.

Die anderen Hersteller haben sich das Hardware-Element gespart und per Software für mehr oder weniger brauchbaren Ersatz gesorgt. Den besten Weg geht dabei Motorola. Die Entwickler haben hier eine Lupenfunktion eingebaut, die ähnlich wie beim iPhone beim Platzieren des Cursors eine Vergrößerung des Textfelds anzeigt und so das zeichengenaue Auffinden der Textstelle ermöglicht. Sony Ericsson hingegen erweitert seine virtuelle Tastatur um Cursortasten. Den gleichen Weg geht auch Samsung – allerdings sind die Pfeile hier nicht permanent auf dem Tastenfeld zu sehen, sondern tauchen nur in der Sonderzeichen-Ansicht auf. Das ist längst nicht so praktikabel wie der simple Trackball.

Erwähnenswert ist noch der Unterschied zwischen Soft-Touch-Tasten und mechanischen Knöpfen. Auch wenn das Design von Smartphones mit berührungssensitiven Flächen unterhalb der Anzeige üblicherweise etwas attraktiver wirkt, ist die Bedienung in der Praxis umständlicher. Zum einen fehlt das haptische Feedback, das das „Erfühlen“ der Tasten mit den Fingern ermöglicht, und zum Anderen rutscht man bei der Bedienung des Geräts im Querformat schnell ausversehen über den Bildschirmrand heraus – und beendet so versehentlich die gerade aktive Applikation durch Druck auf den Zurück-Button.

Oberfläche

Die nächste Unterscheidung zwischen den Über-Androiden finden wir beim Blick auf das User-Interface. Das reinrassige Android-UI gibt es beim Nexus One zu sehen – fünf Homescreens, die sich mit Verknüpfungen zu Kontakten oder Programmen sowie mit den Widget genannten Mini-Programmen anpassen lassen. Unten mittig blendet die Oberfläche noch einen Menüknopf ein, der eine Liste der installierten Apps anzeigt. Seit dem Firmware-Update auf Android 2.2 erscheinen hier zusätzlich noch Shortcuts zur Telefonapplikation sowie zum Browser.

Das nahezu baugleiche HTC Desire kommt mit dem bekannten Sense-Interface. Es hat gleich sieben ebenso anpassbare Homescreens zu bieten, bringt noch einen Stapel eigener, hübscher Widgets wie der berühmten Fallblattanzeiger-Uhr mit integrierter Wettervorhersage oder einer Übersicht über die am häufigsten besuchten Webseiten mit. Im unteren Bereich hat mittig die Verknüpfung zum Telefon ihren Platz gefunden, links davon gibt es den Button für die Apps, rechts ein Plus, das das Anpassen des Homescreens ermöglicht. Eigentlich unnötig – denn ein langer Fingertipp aufs Display erfüllt den selben Zweck. Aufgrund der hübschen, HTC-eigenen Widgets gilt Sense als eines der attraktivsten Interfaces. Funktional können die Alternativen durchaus mithalten. Ganz so sexy sind sie aber nicht.

Samsung hingegen hat seinem Galaxy S das hauseigene TouchWIZ-Interface verpasst, das in leicht abgewandelter Form auf allen aktuellen Touchscreen-Handys der Koreaner zum Einsatz kommt. In der Android-Ausführung lässt sich die Anzahl der Homescreens von eins bis sieben frei einstellen. Ein Highlight ist die Hot-Area im unteren Bereich, die immer erscheint – und sich, wie beim iPhone, mit den vier am häufigsten genutzten Programmen anpassen lässt. Zumindest fast – den Button, der den Nutzer ins Apps-Menü bringt, kann man sinnvollerweise nicht entfernen. Dass das Apps-Menü hier horizontal statt vertikal scrollt, soll wohl etwas ans iPhone erinnern, ist aber ansonsten nicht praxisrelevant.

Sony Ericsson und Motorola haben die Oberflächen nur wenig adaptiert. Unterm Strich ist das User-Interface zwar ein wichtiger Bestandteil der Android-Smartphones, wer aber gar nicht mit dem gebotenen zurechtkommt, kann sich auch einfach eine andere Oberfläche aus dem Market laden.

Android-Version

Entscheidender ist da schon eher die zum Einsatz kommende Version des eigentlichen Betriebssystems. Sony Ericsson liefert das Xperia X10 als einziges Gerät im Bunde noch mit der inzwischen leicht angestaubten 1.6 aus, während sämtliche Marktbegleiter mit der bis vor kurzem noch aktuellen 2.1 in den Läden stehen. Für das Nexus One ist das nagelneue Android 2.2 bereits erhältlich, HTC Desire und Samsung Galaxy S sollen demnächst folgen. Sony Ericsson bringt im dritten Quartal immerhin ein Update auf 2.1. Ob 2.2 folgen wird, steht noch nicht fest – ebensowenig übrigens bei Motorola.

Das ist schade. Denn obwohl Android ja eigentlich ein offenes Betriebssystem ist, sind die Käufer der Geräte durchaus auf Updates durch die Hersteller angewiesen – denn beispielsweise Treiber für GPS, WLAN, Tasten oder Touchscreen sind ebenso wenig „offen“ wie die angepassten Oberflächen à la HTC Sense.

Wer nicht aktualisiert, hat durchaus praxisrelevante Nachteile. So bringt Android 2.2 beispielsweise einen neue Technik zur Verarbeitung der in Java programmierten Apps mit – je nach Anwendung soll dabei eine bis zu sechsfache Beschleunigung möglich sein. Dank neuer JavaScript-Engine wird auch der Browser spürbar schneller, vor allem bei umfangreichen und interaktiven Seiten wie Facebook. Ein anderes Beispiel ist die Unterstützung von Exchange-Servern, die die Android-Version 1.6 noch nicht zu bieten hat. Immerhin: Sony Ericsson gleicht dieses Manko weitestmöglich aus und installiert einen kommerziellen Exchange-Client standardmäßig auf seinen Android-Phones.

Derzeit nur in Auszügen relevant ist die Android-Version auf die App-Verfügbarkeit im Market. Die Masse der Programme läuft auf allen Android-Phones. Nur wenige Ausnahmen stehen für besonders alte oder besonders neue Betriebssysteme nicht zur Verfügung. Dieses Manko könnte aber in Zukunft an Bedeutung gewinnen – denn alle zusätzlichen Funktionen, die Android Stück für Stück erhält, bleiben bei alten Geräten außen vor.

Schade, dass noch kein Gerätehersteller diesen Punkt als Marketing-Maßnahme für sich entdeckt hat. Eine Garantie, Geräte für zwei Jahre mit Updates zu versorgen, dürfte den einen oder anderen neugierigen, aber von der Software-Unsicherheit abgeschreckten Käufer überzeugen.

Hardware

Mehr Power gilt nun auch bei Handys: Das Gigahertz-Wettrennen scheint eröffnet. Kaum noch ein neues Smartphone [11] traut sich ohne flotte CPU mit 1 GHz Taktfrequenz oder mehr auf den Markt. Motorola ist hier mit dem frisch vorgestellten XT720 die einzige Ausnahme – der Prozessor im Inneren werkelt „nur“ mit 550 MHz. In der Praxis macht sich das durch etwas längere Gedenkpausen bei der Navigation durch die Menüs oder beim Start von Apps bemerkbar.

Noch deutlich relevanter ist übrigens die Arbeitsspeicherausstattung der Smartphones. Denn jede laufende App belegt Platz im RAM, dazu kommen noch die Oberfläche und das Betriebssystem selbst. Ist der Arbeitsspeicher voll, beginnt das Handy zu ruckeln. Dagegen gibt es mit Tools wie dem Advanced Task Killer zwar Abhilfe: Ein Fingertipp beendet einfach alle laufenden Programme – und schon rennt das Gerät wieder. Aber je mehr RAM verbaut ist, um so später muss der Anwender zu dieser Ultima Ratio greifen. Schade also, dass Motorola und Sony Ericsson nur 256 MByte Arbeitsspeicher integrieren. Wer viele Apps installiert und laufen lässt, wird diese regelmäßig an diese Grenze stoßen.

Ein weiterer relevanter Punkt ist die Menge des verbauten Flash-Speichers im Inneren des Smartphones. Zwar verfügen alle Geräte im Vergleich über einen microSD-Speicherkartenslot, der bis zu 32 GByte große Karten aufnimmt und genügend Platz für Musik, Videos und Filme schafft. Aber bis einschließlich Android 2.1 lassen sich Apps ausschließlich im Geräte-internen Speicher installieren, den sie sich mit dem Betriebssystem und der Oberfläche teilen müssen. So bleiben von den 512 MByte, die die meisten Geräte im Vergleich mitbringen, am Beispiel des HTC Desire nur gut 100 MByte für Programme frei. Die meisten Apps belegen zwar nur wenige Megabyte, aber eine Navi-Software wie der Navigon Mobile Navigator schlägt schon mal gut und gern mit 20 MByte zu. Dabei hilft das Update auf Android 2.2 zumindest teilweise, denn ein Teil des benötigten Speichers lässt sich hier auf die microSD-Karte auslagern.

Übrigens: Die 8 GByte ROM des Samsung Galaxy S stehen nicht vollständig für Apps zur Verfügung. Der Speicher ist aufgeteilt. 6 GByte davon gelten als „interne SD-Karte“, die der Nutzer mit Musik, Fotos, Videos & Co. über USB bespielen kann, 2 GByte sind für das System und Apps reserviert. Unterm Strich ist das aber immer noch eine tolle Lösung für den Anwender, denn bei einem Galaxy S im Werkszustand stehen circa 1,8 GByte Speicher zur Installation von Apps zur Verfügung. Das sollte auch Power-Usern problemlos ausreichen.

Motorola Milestone XT720 Kamera
Das Motorola Milestone XT720 ist das erste Android-Smartphone mit Xenon-Blitz.

Kamera

Aber kein Hui ohne Pfui. Das, was das Samsung bei der Speicherausstattung an Bonuspunkten sammelt, verspielt es direkt wieder bei der Kamera. Dass sie weder mit Foto-LED noch mit Xenon-Blitz ausgestattet ist, ist ärgerlich – zumal damit auch gleich die praktische Taschenlampenfunktion fehlt. Immerhin, der Bildsensor nimmt auch Videos auf – und zwar in 720p-HD-Auflösung.

Positiv zu nennen ist in diesem Umfeld das Motorola Milestone XT720, das als erstes Android-Phone überhaupt mit einem Xenon-Blitz ausgestattet ist. Seine Lichtausbeute ist kein Vergleich zu den sonst üblichen Foto-LEDs und macht Bilder in dunklen Umgebungen überhaupt erst brauchbar. Eigentlich verwunderlich, dass Sony Ericsson sich diesen Punkt hat nehmen lassen – schließlich sind die Cyber-Shot-Kamerahandys des Herstellers heute noch berühmt für ihre Foto- und Blitzleistung. Apropos: Die Kamera des X10 geht in Ordnung – ebenso die Digicams von HTC und Google.

[13] [14]
Nur mit Xenon-Blitz wird’s wirklich gut: Original-Fotos des Motorola Milestone XT720 mit (links) und ohne Blitz.

Unterm Strich bleibt aber auch die Kamera des XT720 „nur“ eine Handy-Kamera. Und reicht somit für Schnappschüsse aus. Wirklich ernsthafte Bilder schießt derzeit kein Android-Handy.

Akku

Die Über-Androiden halten zwischen 290 und 600 Stunden im Standby durch und ermöglichen Dauertelefonate in Längen von 6,5 bis 10 Stunden. Sagen die Datenblätter. In der Praxis sind die Unterschiede längst nicht so relevant. Um es kurz und knapp auf den Punkt zu bringen: Diese Smartphones wollen täglich an die Steckdose. Zumindest, wenn man sie auch wirklich nutzt – und alle tollen Möglichkeiten, die sie bieten. Denn Push-Mail kostet ebenso Strom wie die automatisch heruntergeladenen Facebook-Widgets auf den Homescreens. GPS braucht Strom, WLAN, UMTS, HSDPA ebenso. Und der Energiefresser überhaupt ist das Display, das speziell bei diesen Modellen auch noch überdurchschnittlich groß ausfällt. Wer das Handy also nicht gerade ungenutzt auf dem Nachttisch liegen lässt, braucht auf die Unterschiede im Datenblatt nicht achten. Denn dann heißt es: Täglich das Ladekabel dabei haben.

Übrige Ausstattung

Ansonsten gibt es zu den Merkmalen der Über-Androiden nicht viel zu sagen. Die vor kurzem noch als Luxus geltenden Ausstattungen wie GPS-Empfänger, WLAN, Bluetooth oder den UMTS-Turbo HSDPA sind inzwischen absolut selbstverständlich. Lediglich Samsung legt hier noch eins drauf und verbaut als derzeit einziger Hersteller Bausteine, die die jeweils neuesten und schnellsten Standards unterstützen. Bei WLAN ist das 802.11 n, bei Bluetooth ist das 3.0. Das Galaxy S ist aber abwärtskompatibel zu älteren Standards und kommuniziert auch mit „normalen“ Heimnetzen oder Freisprecheinrichtungen.

Ein kleines Highlight des Nexus One ist noch dessen zweites Mikrofon, das für eine aktive Geräuschreduktion sorgt und so Umgebungslärm bei Telefonaten herausfiltert.

Fazit

Als hätten sich die Hersteller abgesprochen: Das perfekte Smartphone gibt es nicht. Samsung hat das beste Display, aber nicht die beste Verarbeitung. HTC installiert die schönste Oberfläche, sollte aber mehr Speicher verbauen. Google hat das neueste Update schon längst installiert, es mangelt aber am Xenon-Blitz und an der HD-Videoaufnahme. Und so weiter.

Wer also mehr Wert auf die Darstellung des Displays legt, weil er das Handy beispielsweise auf Reisen im Zug als Mediaplayer nutzt, wird wohl zum Samsung greifen. Foto-Fans fahren mit dem Motorola am Besten und wer sowohl das große 4-Zoll-Display als auch die hochauflösende 8-Megapixel-Kamera haben möchte, kommt am Xperia X10 nicht vorbei. Unterm Strich dürften HTC Desire und Google Nexus One aber für die meisten Käufer den besten Kompromiss darstellen – mit hochwertig verarbeiteten Gehäusen, OLED-Anzeigen, flotten Prozessoren und einer guten Ausstattung.

Aktuelle Android-Smartphones ab 3,5 Zoll im Vergleich

Tabelle anzeigen: Aktuelle Android-Smartphones ab 3,5 Zoll im Vergleich [15]

Aktuelle Android-Smartphones ab 3,5 Zoll im Vergleich [15]

[16]
[17]
[18]
[19]
[20]
Hersteller HTC Google Mororola Samsung Sony Ericsson
Modell Desire [16] Nexus One [17] Milestone XT720 [18] Galaxy S [19] Xperia X10 [20]
Wertung 9,2 8,3 8,0 8,5 7,7
Preis ohne Vertrag 440 Euro 480 Euro 500 Euro 430 Euro 440 Euro
Display 3,7 Zoll, 800 x 480 3,7 Zoll, 800 x 480 3,7 Zoll, 480 x 854 4,0 Zoll, 480 x 800 4,0 Zoll, 480 x 854
Display-Technik AMOLED AMOLED LCD Super-AMOLED LCD
Prozessor Qualcomm Snapdragon, 1 GHz Qualcomm Snapdragon, 1 GHz TI OMAP 550 MHz Samsung Intrinsity 1 GHz Qualcomm Snapdragon, 1 GHz
Arbeitsspeicher 576 MByte 512 MByte 256 MByte 512 MByte 256 MByte
Speicher 512 MByte 512 MByte 512 MByte 8 GByte 1 GByte
Speicherkartenslot microSD microSD microSD microSD microSD
Bedienelemente optischer Sensor Trackball nur Touchscreen nur Touchscreen nur Touchscreen
Touchscreen-Technik kapazitiv kapazitiv kapazitiv kapazitiv kapazitiv
Kamera 5,0 Megapixel 5,0 Megapixel 8,0 Megapixel 5,0 Megapixel 8,0 Megapixel
Blitz/Foto-LED nein/ja nein/ja ja/nein nein/nein nein/ja
Abmessungen 11,9 x 6,0 x 1,2 cm 11,9 x 6,0 x 1,2 cm 11,6 x 6,1 x 1,1 cm 11,9 x 6,3 x 1,3 cm 11,9 x 6,3 x 1,3 cm
Gewicht 135 g 130 g 160 g 118 g 135 g
WLAN ja, 802.11b/g ja, 802.11b/g ja, 802.11b/g ja, 802.11b/g/n ja, 802.11b/g
UMTS ja, HSDPA, HSUPA ja, HSDPA, HSUPA ja, HSDPA, HSUPA ja, HSDPA, HSUPA ja, HSDPA, HSUPA
GSM Quad-Band Quad-Band Quad-Band Quad-Band Quad-Band
GPS ja ja ja ja ja
Bluetooth ja, 2.1 + EDR ja, 2.1 + EDR ja, 2.1 + EDR ja, 3.0 ja, 2.1 + EDR
Akku Standby/Gespräch 360 h / 6,5 h 290 h / 10 h 320 h / 9 h 600 h / 6,7 h 408 h / 10 h
Oberfläche HTC Sense Android-Standard Android-Standard TouchWIZ 3.0 UX
Software-Version Android 2.1, Update auf 2.2 angekündigt Android 2.1, Update auf 2.2 verfügbar Android 2.1 Android 2.1, Update auf 2.2 angekündigt Android 1.6, Update auf 2.1 im 3. Quartal

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[3] Android: http://www.cnet.de/themen/android/

[4] HTC: http://www.cnet.de/unternehmen/htc/

[5] Sony: http://www.cnet.de/unternehmen/sony/

[6] Samsung: http://www.cnet.de/unternehmen/samsung/

[7] Galaxy S: Samsung bringt Android-Smartphone mit 4-Zoll-OLED-Display: https://www.cnet.de/41529580/galaxy-s-samsung-bringt-android-smartphone-mit-4-zoll-oled-display/?pid=1#sid=41534744

[8] AMOLED: http://de.wikipedia.org/wiki/Organische_Leuchtdiode

[9] Hands-on: Fotos vom Milestone-Nachfolger Motorola XT720: https://www.cnet.de/41533134/hands-on-fotos-vom-milestone-nachfolger-motorola-xt720/?pid=1#sid=41534744

[10] Android 2.2 (Froyo) für das Nexus One erhältlich: https://www.cnet.de/41532438/android-2-2-froyo-fuer-das-nexus-one-erhaeltlich/?pid=1#sid=41534744

[11] Smartphone: http://www.cnet.de/themen/smartphone/

[12] Google Nexus One zerlegt: So sieht das Smartphone von Innen aus: https://www.cnet.de/41526054/google-nexus-one-zerlegt-so-sieht-das-smartphone-von-innen-aus/?pid=1#sid=41534744

[13] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41534009/motorola-milestone-xt720-foto.jpg

[14] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41534009/motorola-milestone-xt720-foto-blitz.jpg

[15] Tabelle anzeigen: Aktuelle Android-Smartphones ab 3,5 Zoll im Vergleich: #

[16] Image: https://www.cnet.de/tests/handy/41529873/htc+desire+im+test+vollgas_androide+mit+3_7_zoll_amoled_display.htm

[17] Image: https://www.cnet.de/tests/handy/41525269/schon+getestet+htc+google+nexus+one+endlich+ein+iphone_killer.htm

[18] Image: https://www.cnet.de/tests/handy/41534009/schon+im+test+android_smartphone+motorola+milestone+xt720+mit+hdmi.htm

[19] Image: https://www.cnet.de/tests/handy/41533897/ausfuehrlicher+testbericht+samsung+galaxy+s+i9000+mit+super_amoled+und+android.htm

[20] Image: https://www.cnet.de/tests/handy/41529468/schon+im+test+android_smartphone+sony+ericsson+xperia+x10.htm