Die besten Gadgets gegen die Hitze: belüftetes Hemd, Eiswürfelmaschine & Co.

Ferngesteuerter Kühlschrank

Kellner auf Rollen: Der ferngesteuerte Kühlschrank bringt auf Befehl kalte Getränke.Es ist so heiß, dass man nicht mehr weiß, was man machen soll. Man kann nicht sitzen, da man auf dem Stuhl festklebt, man kann nicht liegen, weil sich Sofa oder Matratze auf geschätzte sechs Millionen Grad aufgeheizt haben. Man will das Haus nicht verlassen, und Baden geht auch nicht mehr – denn die Haut ist schon ganz schrumpelig. Und dann muss man auch noch aufstehen, um sich ein kühles Bier, eine Cola, in der sich bereits Eiskristalle sammeln oder einen leckeren, selbstgemachten Eistee mit frisch gepresstem Orangensaft zu holen? Geht gar nicht! Strohhalme ziehen, Schnick Schnack Schnuck und Würfelspiele legen fest, wer missmutig zum Kühlschrank gehen darf, um den Rest von Familie, WG oder Clique mit Drinks zu versorgen.

Bei dieser Ansammlung von sommerlichen Problemen werfen wir am Besten einen Blick über den großen Teich. Wenn es irgendein Volk gibt, dessen Erfindergeist vor allem durch den Unwillen jeglicher Bewegung vorangetrieben wird, sind es wohl die Amerikaner. Und siehe da: Auch dieses Problem haben die findigen Komfortliebhaber längst in den Griff bekommen. Im US-Gadget-Shop Hammacher Schlemmer gibt es einen Kühlschrank mit Fernsteuerung.

Okay – Kühlschrank ist übertrieben. Eigentlich handelt es sich um eine vermutlich nicht einmal sonderlich gut isolierte Box, die der Liebhaber von Abkühlungen am besten noch früh morgens mit einer ordentlichen Packung Eiswürfeln und Getränken seiner Wahl füllt. Bis zu zwölf Dosen und Flaschen soll der Container aufnehmen. Und wenn man sich dann an einer der kühlen Erfrischungen laben möchte, greift man nur noch zur mitgelieferten Fernbedienung. Mittels vier intuitiver Tasten fährt die Frischebox vorwärts, rückwärts und seitwärts, von Mensch zu Mensch.

Jetzt fehlt nur noch ein Greifarm, der die leere Box nach ein paar Versorgungsrunden selbsttätig wieder auffüllt. Außerdem braucht man noch eine gehörige Menge Kleingeld. Mit knapp 54 Euro (69,95 Dollar) ist die Box zwar noch finanzierbar, dazu kommt aber noch 58 Euro Porto (75,95 Dollar).

Solardusche

Die Solar-Dusche kühlt ab, sorgt aber dank vorgewärmtem Leitungswasser nicht für Erfrierungen.Wer das unverschämte Glück hat, über einen eigenen Garten zu verfügen, kann sich bei der schwülen Hitze auch nach draußen verdrücken. Spätestens dort fällt einem aber früher oder später wieder ein, dass sich die Sonne ja um die Erde dreht – oder andersrum, egal, irgendetwas passiert da. Denn der Schatten über der Liege verschwindet regelmäßig, und man muss ihm nachrobben.

Nichts desto trotz – es ist auch draußen viel zu heiß. Der Gartenschlauch mag hier für Abhilfe sorgen, aber der starke Strahl der Gardena-Düse ist nicht sonderlich komfortabel und das 8 Grad kalte Wasser vielleicht etwas zu viel des Guten – beziehungsweise zu wenig. Gegen den harten Strahl hilft eine Gartendusche, gegen den fiesen Temperaturunterschied eine Dusche mit Solarheizung.

Das Prinzip ist simpel: Wasser sammelt sich in einem Tank, der idealerweise schwarz lackiert ist, um möglichst viel Wärme aufzunehmen. Dort wird das Wasser warm – und wenn man den Hahn aufdreht, sprudelt es oben aus dem Duschkopf. Zu den billigsten Modellen der Solardusche sollte man aber nicht greifen, denn wenn das Wasser im Hochsommer ein paar Stunden im Solartank steht, erreicht es gut und gerne 50 bis 70 Grad. Das reicht schon fast zum Hummerkochen, und die Grundidee der Abkühlung ist dahin. Hochwertigere Duschen wie dieses Designstück haben Regler für warmes und kaltes Wasser. Zugegeben: Dieses Modell ist mit einem Kaufpreis von knapp 550 Euro nicht gerade ein kühles Schnäppchen – fürs gleiche Geld gibt’s auch schon eine anständige Klimaanlage fürs Wohnzimmer. Aber eBay & Co. haben diverse Alternativen ab etwa 100 Euro im Angebot.

Eiswürfelmaschine

Perfekt für Gadget-Fans: Die Größe der Eiswürfel lässt sich in 4 Stufen einstellen - und ein cooles Display gibt's auch noch!Egal ob für den ferngesteuerten Getränkekühler weiter oben in diesem Artikel, fürs Fußbad, für die Badewanne oder klassisch für die kühlen Drinks bei heißem Wetter: In dieser Jahreszeit sind Eiswürfel Pflicht. Und wieder können wir nur neidisch auf die Amis blicken, die in ihren Durchschnittskühlschränken integrierte Eiswürfelbereiter und -Spender haben, während wir uns mit nervigen und kleckernden Plastikbehältern herumschlagen oder Einmal-Eiswürfel-Tüten mit Wasser füllen und mühsam das erstarrte Nass herauspulen… Nein, danke.

Immerhin hat sich jetzt auch bei uns der Eiswürfelverkauf in der Großpackung an der nächsten Tankstelle durchgesetzt. Zumindest, wenn man halbwegs vorplant und / oder viel Platz im Kühlfach oder in der Gefriertruhe übrig hat, ist es kein Problem, kiloweise Eis zu horten. Aber jetzt, bei 35 Grad ins Auto steigen, nur um Eiswürfel zu holen? Pah.

Pearl hat schließlich eine Eiswürfelmaschine im Angebot, die einfach nur Strom und Wasser braucht und daraus bis zu 18 Kilo Eiswürfel pro Tag selbstständig herstellt. Okay, zugegeben – das ist kein Hexenwerk. Aber immerhin, man muss sich nicht selbst um Füllen und Leeren der Behälter kümmern, sondern nur regelmäßig Wasser in den 2,3-Liter-Tank gießen und bei Eisbedarf die Klappe vorne öffnen. Bereits zehn Minuten nach dem Einschalten soll die erste Ladung fertig sein – da kommt das Gefrierfach des besten Kühlschranks nicht mit.

Aufblasbarer Whirlpool

Allwettertauglich: Im Winter lässt sich der Spa auch aufheizen - auf bis zu 40 Grad Celsius.Noch mehr Luxus wäre nur noch ein eigener See im Garten – aber der bedeutet auch einen unfassbaren Aufwand. Deutlich weniger Stress ist da schon ein eigener Pool, aber auch hier heißt es – reinigen, chloren, pumpen, Filter wechseln, kurz: Arbeit. Und des bei dera Hitzn‘!

Wir reduzieren die Wassermenge also nochmals – von See zu Pool, von Pool zu Whirlpool. Dieser Schritt bedeutet nämlich keinen Verzicht auf Luxus, ganz im Gegenteil – denn so lässt man sich noch schön von Luftblasen im Wasser massieren, während man einen Cocktail samt frisch hergestellter Eiswürfel zu sich nimmt.

Unfassbar teuer, so ein Whirlpool, möchte man meinen. Aber wenn man nicht gerade die Variante mit gegossenem Betonfundament benötigt, sondern sich mit einem aufblasbaren Blubberbecken für die Terasse oder einen etwas größeren (und stabileren) Balkon zufrieden gibt, ist man mit gut 400 Euro dabei. Inklusive Filter, Umwälzpumpe, Blubbermaschine – und sogar inklusive Heizung. Die brauchen wir derzeit zwar nicht, aber dafür wird aus diesem Sommergadget dann ein Ganzjahresgadget, wenn man sich bei frostigen Minusgraden in das auf bis zu 40 Grad erwärmte Nass begibt.

Wir haben das Modell Bubble Spa B-110 Blue Sea des amerikanischen Herstellers Mspa bei diversen deutschen eBay-Verkäufern entdeckt. Der Versand kostet faire 30 Euro, und Garantie gibt’s auch.

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Die besten Gadgets gegen die Hitze: belüftetes Hemd, Eiswürfelmaschine & Co.

  • Am 16. Juli 2010 um 19:28 von FatCat

    Rechtschreibfehler 😉
    Lest euch mal bei „Inhalt“ den Teil 3 genauer durch 😉

    • Am 19. Juli 2010 um 11:00 von Daniel Schraeder

      AW: Rechtschreibfehler 😉
      Ä-hemm. Da war’s halt noch heiß 😉 Ist behoben, vielen Dank.

      Beste Grüße
      Daniel Schraeder, CNET.de

  • Am 20. Juli 2010 um 09:31 von TinaBauer

    Top Tips!
    Also ich find ja mal absolut den Bräuner für den Bildschirm am besten! Natürlich bin ich eher ein Fan von den "naturbelassenen Dingen" wie nem klassischen coolen Drink mit Eiswürfeln . Einfach aber effektiv! 😉

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