Leistung

In Sachen Geschwindigkeit schlägt sich die Panasonic Lumix DMC-TZ8 durchschnittlich für ihre Klasse. Nur bei Motiven mit guten Kontrasten ist sie verhältnismäßig langsam. Bis nach Betätigung des Einschalters das erste Foto im Kasten ist, vergehen 1,3 Sekunden. Mit abgeschaltetem Blitz genehmigt sie sich eine 1,7-sekündige Verschnaufpause zu jedem weiteren Bild. Mit zugeschalteter Beleuchtung verschlechtert sich der Wert auf nervtötend lange 4,8 Sekunden.

Bei guten Lichtverhältnissen beträgt die Auslöseverzögerung mäßige 0,6 Sekunden. Im Zwielicht verlängert sich die Zeit, die die Kamera zum fokussieren und Auslösen braucht, dafür nur unmerklich auf sehr ordentliche 0,7 Sekunden. Der Serienbildmodus schafft bei voller Auflösung respektable 1,6 Fotos pro Sekunde. Leider ist nach drei Aufnahmen in Folge Schluss. Diese Zahlen bedeuten alles in allem, dass sich die Kamera für statische Motive ausgezeichnet eignet, für durch die Gegend flitzende Kinder, Haustiere oder Sportler aber zu langsam ist.

Bildqualität

Für eine Kompaktkamera liefert die TZ8 eine sehr gute Bildqualität. Mit ISO 80 und 100 sind die Aufnahmen großartig – sie gelingen scharf und überzeugen mit schönen Farben und feinen Details. Bei ISO 200 macht sich die Rauschunterdrückung bemerkbar, und erste Feinheiten gehen verloren. Alles in allem sehen die Fotos aber immer noch exzellent aus. ISO 400 bringt ein paar gelbe Farbflecken auf die Bilder, bietet allerdings recht ordentliche Details.

Der Sprung zu ISO 800 geht mit einem heftigen Detailverlust einher. Zudem breiten sich die gelben Flecken zunehmend aus, und die Bilder wirken deutlich verrauscht. ISO 1600 eignet sich nur noch für Aufnahmen in schwarzweiß – vorausgesetzt, man kann über die starke Körnung hinwegsehen. Auf gut Deutsch: Bei Tageslicht überzeugt die TZ8 mit sehr schönen Fotos, bei schlechten Lichtverhältnissen enttäuscht die Kamera.

Für Aufnahmen im Zwielicht bietet Panasonic einen Modus namens Hochempfindlichkeit an. Er setzt auf Empfindlichkeiten zwischen ISO 1600 und 6400 – und bringt damit zuverlässig gelbe Farbflecken und starkes Bildrauschen auf die Fotos. Wer unbedingt im Dunkeln ohne Blitz fotografieren möchte, bekommt Fotos, die sich fürs Internet oder Mini-Ausdrucke eignen. Für mehr aber auch nicht.

Die Tonnenverzerrung im Weitwinkel und die kissenförmige Deformation im Telebereich hält sich erfreulicherweise stark in Grenzen. Zudem können wir bei unseren Testaufnahmen keine Farbsäume entdecken. Wer bei Empfindlichkeiten unterhalb von ISO 400 fotografiert, wird mit lebendigen, ansprechenden und akkuraten Farben belohnt. Die bereits erwähnten Einstellungen zu Schärfe, Kontrast und Rauschunterdrückung ermöglichen ein Feintuning der Ergebnisse.

Panasonics Funktion Intelligente Auflösung erkennt automatisch detailreiche Bildteile sowie Umrisse und führt eine „optimale Signalverarbeitung“ in diesen Bereichen durch. Das klingt nach Marketing, funktioniert in der Praxis aber durchaus. Insbesondere feine Strukturen profitieren von dem Feature. Gelegentlich wirken die Fotos dann allerdings etwas überschärft und weisen leichte Artefakte auf.

Die Videoqualität ist gut und bewegt sich auf dem Niveau von Pocket Camcordern. Was die Hosentaschen-Videokameras allerdings nicht bieten, ist ein 12-facher optischer Zoom. Die MJPEG-Videos der TZ8 geraten etwas weicher als die AVCHD-Clips der großen Schwester TZ10. Außerdem sorgt der Motion-JPEG-Codec für deutlich größere Videodateien.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Panasonic Lumix DMC-TZ8: kompakte Superzoom-Kamera für Tageslicht-Fotos

  • Am 27. Juli 2010 um 15:04 von no name

    intelligente auflösung
    Auf Seite 3 schreiben sie über die Funktion "intelligente Auflösung" .Auf Seite 2 steht jedoch,das nur die tz10 diese Funktion beherrscht.Was ist jetzt richtig?

    • Am 27. Juli 2010 um 15:28 von Stefan Möllenhoff

      AW: intelligente auflösung
      Hallo,

      die TZ10 unterstützt die intelligente Auflösung sowohl im Video- als auch im Fotomodus, die TZ8 bietet das Feature nur bei Fotoaufnahmen. 😉

      Beste Grüße,
      Stefan Möllenhoff, CNET.de

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