Mit diesen Features kommt Windows 8: Software-Markt, 3D-Videos und mehr

Architekturwechsel unwahrscheinlich

Selbst Windows 7 basiert immer noch auf der Mitte der Neunziger eingeführten NT-Codebasis. Das wäre eigentlich kein großes Problem. Schließlich setzen auch sämtliche Linux-Distributionen und sogar Apples Mac OS X auf die noch deutlich ältere Unix-Grundstruktur. Das Problem ist nur, dass NT im Gegensatz zu Unix von Anfang an nicht gerade das Gelbe vom Ei war. Dementsprechend haben die Redmonder ständig mit 20 Jahre alten Problemen zu kämpfen.

Seit einigen Jahren taucht regelmäßig der Name Midori auf. Dabei handelt es sich um ein Betriebssystem-Forschungsprojekt, bei dem große Teile als modularer Code implementiert sind. Immer wieder wird darüber spekuliert, dass Midori die NT-Codebasis endlich ablösen soll und so eine von Grund auf stabile Basis für kommende Microsoft-Systeme schaffen könnte.

Ob der Hersteller den Schritt zu Midori tatsächlich wagt, ist aber nach wie vor ungewiss. In letzter Zeit scheint es um das Projekt wieder etwas ruhiger geworden zu sein. Einer der Gründe dafür könnten die großen Hürden bei der Einführung einer neuen Codebasis sein. Unter anderem wäre beispielsweise die Kompatibilität zu bestehender Hard- und Software nicht weiter gewährleistet. Ein solcher Schritt müsste demnach sehr langfristig und gründlich geplant sein.

Man kann daher davon ausgehen, dass die bestehende NT-Codebasis weiter optimiert wird, ähnlich wie das bei der Entwicklung von Windows 7 geschehen ist. Microsoft arbeitet schon seit Jahren daran, die Abhängigkeiten der Untersysteme zu verringern. Das erleichtert nicht nur die Pflege des OS, sondern auch den Austausch von Komponenten.

Neue Basistechnologien

Eine der populärsten Verbesserungen von Windows 7 gegenüber dem Vorgänger ist das deutlich bessere Antwortverhalten. Microsoft will in Windows 8 weitere Fortschritte erzielen.

Dank Caching-Mechanismen und Systemoptimierungen soll der Bootvorgang (Kaltstart) deutlich schneller ablaufen. Standby- und Sleep-Modi sollen auf der Oberfläche prominenter platziert werden und endlich zuverlässiger funktionieren. Die Zeit bis bis zum Start des Betriebssystem möchten die Entwickler durch eine engere Zusammenarbeit mit PC-Herstellern verkürzen.

So soll Windows 8 Funktionen enthalten, die man bislang nur in Tools von Drittherstellern zu findet. In der Systemsteuerung könnte künftig ein Applet darüber informieren, welche Anwendungen den Startvorgang wie lange herauszögern. Dem Nutzer wäre es somit möglich, sie einfach gezielt zu deaktivieren.

Ein Rechner mit Windows wird mit der Zeit immer langsamer, da das Betriebssystem von Anwendungen zugemüllt wird. Bisher gibt es keine saubere Trennung von Anwendungen, Nutzerdaten und OS. Das will Microsoft mit Windows 8 ändern. Ein einfacher Reset-Button könnte das OS ohne eine aufwändige Neuinstallation in den Auslieferungszustand zurücksetzen. Dateien und Einstellungen des Anwenders blieben dabei erhalten.

Außerdem will Microsoft mit Windows 8 USB-3.0– und Bluetooth-3.0-Unterstützung ab Werk einführen. Bislang braucht man dafür Treiber von Drittanbietern. Wie die Zukunft von Firewire unter Windows aussieht, wird in Redmond derzeit noch diskutiert.

Windows wird zukünftig Anzeigen, wie lange Anwendungen den Systemstart herauszögern. Außerdem soll es einen System-Reset-Button geben.
Windows wird zukünftig Anzeigen, wie lange Anwendungen den Systemstart herauszögern. Außerdem soll es einen System-Reset-Button geben.

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