3D-Techniken im Überblick: So funktionieren active Shutter, Polarisation & Co.

Shutter-Technik

Fast alle verfügbaren 3D-Fernseher setzen auf die Shutter-Technik, was übersetzt Verschlusstechnik heißt. Beispiele sind Panasonics Serie VT20E, Samsungs Baureihen C7790 und C8790 sowie Sonys LX905-Modelle. Dabei werden die für die Tiefenwahrnehmung notwendigen zwei Bilder nacheinander auf dem Screen angezeigt. Eine Brille mit Gläsern aus zwei LC-Displays mit fehlender Hintergrundbeleuchtung sorgt dafür, dass das jeweilige Bild nur im richtigen Auge landet. Dazu dunkeln die Panels nacheinander ab, wodurch nur das jeweils richtige Auge freie Sicht auf dem TV hat. Das geschieht fünfzig Mal in der Sekunde und dank der Infrarot- oder Funk-Synchronisation zwischen Fernseher und Brille gleichzeitig. Im Normalfall fällt es dem Zuseher gar nicht auf. Er hat einfach das Gefühl, als würde er ein flüssiges 3D-Bild sehen.

Der Panasonic TX-P50VT20E bietet dank schnell schaltendem Plasma-Display von allen von uns getesteten Fernsehern das beste 3D-Bild.
Der Panasonic TX-P50VT20E bietet dank schnell schaltendem Plasma-Display von allen von uns getesteten Fernsehern das beste 3D-Bild.

Der große Vorteil dieser Technik liegt im Preis. Die Hersteller können für ihre 3D-TVs die bestehende Technik nutzen und sparen sich neue Produktionsstätten. Sie müssen lediglich etwas an der Software schrauben, einen Infrarot-Übertrager integrieren und Brillen fertigen. Außerdem bietet die Shutter-Technik große Blickwinkel, wodurch sie sich ideal fürs Wohnzimmer eignet, in dem auch mal mehrere Leute aus verschiedenen Positionen auf den Fernseher blicken.

Allerdings sind die Brillen reativ teuer und nicht wartungsfrei. Die LC-Panels kosten im Vergleich zu Sehhilfen mit polarisierenden Gläsern mehr. Zudem verbrauchen die LCDs Strom. Daher sind die Shutter-Brillen meist mit Batterien und in einigen Fällen auch mit Akkus ausgestattet. Hinzu kommen IR-Empfänger und Synchronisationselektronik. Das macht den Aufbau vergleichsweise schwer und sperrig.

Die Brillen schalten zwar mit 50 Mal in der Sekunde nicht gerade langsam, doch trotzdem kommt es durch Verzögerungen zu unerwünschten Effekten. So treten beispielsweise Geisterbilder auf, wenn die Brille schon umgeschaltet hat, während auf dem Panel noch das Bild für das andere Auge nachleuchtet. Hinzu kommt ein störendes Flimmern, wenn sich helle Elemente im Raum befinden. Diese erscheinen dann besonders in den Augenwinkeln als stark flimmernd. Außerdem dunkeln die Gläser das Bild ab, da sie je ein Auge abschotten.

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