Der HF M32 nutzt das gleiche Touchscreen-Interface wie seine anspruchsvolleren Geschwister. Das verheißt nichts Gutes, denn das bei den teureren Modellen schon frustrierende Interface macht auf den kleineren und träger reagierenden Displays der günstigeren Camcordern noch weniger Spaß. Da nutzt auch die beste Ausstattung nichts, wenn das Treffen der richtigen Schaltflächen die Nerven jedes mal auf die Zerreißprobe stellt.

Immerhin: Im Großen und Ganzen sind die Menüs übersichtlich strukturiert, und das Interface ist logisch aufgebaut. Die grauenhafte Umsetzung der Scrollbalken macht jedoch die gute Arbeit zunichte, die Canon beim Design geleistet hat. Die Scrollbalken sitzen nämlich auf der Innenseite des Displays. Wer durch längere Listen blättert, verdeckt den Inhalt mit der Hand und sieht nicht, wohin die Reise gerade geht.

Die Menüs sind zwar übersichtlich aufgebaut, aber die hakelige Touchscreen-Bedienung sorgt massiv für Frust.
Die Menüs sind zwar übersichtlich aufgebaut, aber die hakelige Touchscreen-Bedienung sorgt massiv für Frust.

Dass die Dialoge nach dem Anschubsen mit der Fingerspitze wie bei iPhone & Co. weiter scrollen, macht es zudem praktisch unmöglich, nur einen Eintrag weiterzublättern. Wir schießen ständig am Ziel vorbei. Im besten Fall hat man sich nach einer frustrierenden Einarbeitungsphase daran gewöhnt, im schlimmsten Fall treibt es einen in den Wahnsinn, und der 1000-Euro-Camcorder fliegt aus dem Fenster.

Ausstattung

Bei der Ausstattung gibt es keine revolutionären Neuerungen. Eine virtuelle Funktionstaste auf dem Display bringt die am häufigsten benutzten Einstellungen auf den Bildschirm. Ganz unten in dem Dialog findet sich eine Schaltfläche, die das vollständige Menü öffnet. Hier gibt es die üblichen Parameter wie Weißabgleich, Bildeffekte, Videoqualität und Standbildauflösung.

Neben einer eingeschränkten Programmautomatik bringt der Camcorder erfreulicherweise auch die beiden halbautomatischen Modi Blenden- und Belichtungspriorität mit. Für die Verschlusszeit stehen Werte zwischen 1/6 und 1/2000 Sekunde zur Verfügungen, für die Blende gibt es Öffnungsverhältnisse zwischen F1,8 und F8,0. Die Blendenpriorität gewährt dem Kameramann mehr Freiheiten bei der Wahl der Tiefenschärfe, als die meisten Konkurrenten in der Ultrakompakt-Klasse.

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Noch keine Kommentare zu Canon HF M32: Videoqualität und Leistung sehr gut, Bedienung schlecht

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