Canons Cine-Funktion zum Einstellen von Farbe und Gamma steht ebenso zur Verfügung wie ein 24F-Progressiv-Modus. Allerdings zeichnet der M32 immer mit 60 Halbbildern auf. Die Zoomgeschwindigkeit lässt sich wahlweise auf einen von drei festen Werten einstellen oder dynamisch regeln. Einen x.v.Color-Modus gibt es ebenfalls.

Leistung

Der Autofokus macht einen guten Job: Er hält zuverlässig Vorder- und Hintergrund auseinander und passt sich schnell an wechselnde Aufnahmeverhältnisse an. In den allermeisten Fällen nimmt der Camcorder Videos etwas zu dunkel auf. In sehr hellen Bildbereichen brennen die Details wie bei den meisten Consumer-Modellen dennoch aus.

Das 15-fach vergrößernde Objektiv bringt erfreulich wenige Farbsäume aufs Bild. Der optische Bildstabilisator leistet zuverlässige Dienste. Leider kann der Standard-Akku mit der ansonsten sehr guten Leistung nicht mithalten – er macht im Test bereits nach 45 Minuten schlapp. Das LC-Display ist im direkten Sonnenlicht nicht besonders gut ablesbar. Zudem ist die Bildschirmauflösung zu niedrig, um den Fokus wirklich beurteilen zu können. Die integrierten Mikrofone bieten eine gute Qualität, allerdings klingt der Ton einen Tick zu hell. Der Windfilter ist leider nicht besonders brauchbar.

In der maximalen Aufnahmequalität mit 24 MBit/s wirken die Clips ordentlich scharf. Sie weisen verhältnismäßig viele Details und wenig Artefakte auf. Die Videos sehen sehr farbenfroh aus, lediglich bei Violett- und Rottönen übertreibt es der M32 etwas. Mit auf 17 MBit/s reduzierter Bitrate treten bereits ein paar Kompressionsfehler auf. In der Werkseinstellung mit 1440 mal 1080 Bildpunkten und 7 MBit/s gelingen die Videos alles andere als gut: Sie sind sehr weich und voll von Kompressionsartefakten. Bei einem 200-Euro-Modell, dessen Videos ohnehin primär auf YouTube & Co. landen, wäre das verständlich. Aber nicht bei einem 1000-Euro-Camcorder.

Die Videoqualität bei schlechten Lichtergebnissen ist zufriedenstellend, aber nicht herausragend. Die Filmchen wirken etwas weich und verrauscht, sind aber nach wie vor gut ausgeleuchtet und weisen schöne Farben auf.

Fazit

Die Legria-HF-M-Serie von Canon kann mit der sehr ordentlichen Bildqualität und der guten Leistung problemlos mit der Konkurrenz in dieser Klasse mithalten. Das Touchscreen-Interface ist jedoch mehr frustrierend als hilfreich – wer hohe Ansprüche an die Bedienung stellt, sollte den Camcorder und seine berührungsempfindliche Oberfläche vor dem Kauf unbedingt ausprobieren. Angesichts der niedrigen Anschaffungskosten von Speicherkarten bietet der M306 von den vier Modellen der M-Serie das beste Preisleistungsverhältnis. Für die Differenz von 300 Euro zwischen dem günstigsten und dem teuersten Modell wechseln vier Klasse-4-SDHC-Karten mit 32 GByte den Besitzer.

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Noch keine Kommentare zu Canon HF M32: Videoqualität und Leistung sehr gut, Bedienung schlecht

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