Mittelformat von Phase One: Wie viel Kamera bekommt man für 40.000 Euro?

Wie sagt man so schön: „You get what you pay for“. Allerdings mit mehr Betonung auf „pay“ als auf „get“. Denn um die Bildqualität bei einer Highend-Kamera zu steigern, muss man um Größenordnungen mehr Geld zusätzlich auf den Tisch legen, als bei einer günstigen Digicam.

Die drei hellen Vierecke zeigen, aus welchen Bereichen die nachfolgenden 100-prozentigen Ausschnittsvergrößerungen stammen.
Die drei hellen Vierecke zeigen, aus welchen Bereichen die nachfolgenden 100-prozentigen Ausschnittsvergrößerungen stammen.

Mehr als nur Wechselobjektive

Mittelformatkameras gab es bereits vor 60 Jahren, damals natürlich mit analogem Film. Als die digitale Revolution die Fotoapparate einholte, begannen diverse Hersteller damit, die Filme einfach durch elektronische Sensoren zu ersetzen. Heißt: Bei den Mittelformat-SLRs lässt sich nicht nur das Objektiv, sondern auch der lichtempfindliche Chip austauschen. Phase One bietet für seine Kameras die digitalen Rückteile P65+, P40+, P45+, P30+ und P25+ mit 61, 40, 39, 32 respektive 22 Megapixeln an.

Wer nicht gleich 30.000 Euro für das P65+-Modul auf den Tisch blättern möchte, kann also beispielsweise mit dem vergleichsweise spottbilligen P30+-Rückteil für 11.000 Euro einsteigen und später upgraden, wenn es pures Gold geregnet hat. Das Design bietet denjenigen Fotografen, die nicht völlig über das Geld hinwegsehen können, also ein paar Vorteile. Allerdings macht es die Bedienung nicht unbedingt einfacher. Viele Tasten und Funktionen sind doppelt vorhanden, es gibt sogar zwei Ein/Aus-Schalter.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Mittelformat von Phase One: Wie viel Kamera bekommt man für 40.000 Euro?

  • Am 19. August 2010 um 23:30 von Jochen Groß

    Die vergleichweise langsame Blitzsynchronisationszeit von DSLRs…
    … hat nix mit der Geschwindigkeit zu tun, mit der die Kamera den Blitz ansteuert. Das ist eine konzeptionelle Schwäche des Schlitzverschlusses, wie er in allen DSLRs zum Einsatz kommt, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Schlitzverschluss .
    Effektiv bedeutet, dass das ab Verschlusszeiten kürzer als die Blitzsynchronisationszeit der Verschluss nie den ganzen Sensor freigibt. Da die Blitzleuchtdauer aber sehr kurz ist, würde nur der gerade exponierte Streifen auf dem Sensor die vom Blitzlicht beleuchtete Szene "sehen". Mittelformatkameras haben dagegen i.A: einen Zentralverschluss, der dieses Problem nicht hat.
    Aber auch für Schlitzverschlüsse kann man mit kürzeren Verschlusszeiten blitzen, Stichwort Highspeed-Synchronisation.

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