Internet per HSPA

Leider hat Sony Ericsson dem Zylo kein WLAN spendiert. Die Verbindung ins Internet – und damit auch zum PlayNow-Musikshop – erfolgt hier ausschließlich über das Handynetz. Dank UMTS und Datenturbo HSPA geht das zwar extrem flott, kostet aber auch entsprechend, wenn man nicht gerade einen entsprechenden Tarif hat. Ganz so flott ist das Surfen im Browser allerdings erstaunlicherweise nicht. Trotz voller Netzanzeige.

Für die Unterhaltung unterwegs ist ein Youtube-Client vorinstalliert. Die App sieht gut aus und ist leicht zu bedienen. Leider wirken die Videos aber zu stark komprimiert und zeigen große Klötze und Artefakte bei der Wiedergabe.

Außerdem vermissen wir GPS. Zwar gibt es Google Maps und die Möglichkeit des Geotaggings bei Fotos der 3,2-Megapixel-Kamera, aber die Positionsfindung erfolgt über die recht ungenaue, triangulare Peilung der Mobilfunkmasten. Apropos Kamera: Sie verfügt leider weder über einen Xenon-Blitz noch über eine Foto-LED. Dementsprechend gelingen ansehnliche Fotos auch nur in hellen Umgebungen.

Unabhängig von all der Kritik ist es aber noch mal an der Zeit, zu sagen: So schlecht ist das Gerät gar nicht. Es sieht attraktiv aus, wirkt hochwertig gefertigt und verfügt über einen grundsoliden, satt einrastenden Slider-Mechanismus.

Fazit

Wer nicht auf der Suche nach einem High-End-Touchscreen-Smarpthone ist, sondern auf Slider-Handys mit klassischer Zifferntastatur steht, kann bedenkenlos zuschlagen. Lediglich das Fehlen von Klinken- und USB-Buchse sind wahre Negativpunkte. Wenn das Gerät nicht im freien Handel, sondern mit Vertragsverlängerung gekauft wird, ist auch das W995 von Sony Ericsson einen näheren Blick wert. Es ist zwar schon deutlich älter, aber auch deswegen zu ähnlichen Konditionen zu haben – und bringt WLAN und die begehrenswerte Klinkenbuchse mit.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Walkman-Handy im Test: Sony Ericsson Zylo

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *