Günstige Google-Smartphones: Android von 100 bis 250 Euro im Vergleich

Was bei Android-Smartphones wichtig ist

Zu den wichtigsten Merkmalen von Smartphones im Allgemeinen gehören Display und Touchscreen – und da der Großteil der Interaktion mit dem Gerät über die berührungsempfindliche Anzeige erfolgt, sollte man auf diesen Punkt ganz besonders achten. Viele der Billigheimer setzen auf die resistive Touchscreentechnik. Sie reagiert nur auf Druck und nicht auf Berührung – und am Besten funktionieren Eingaben mit dem Fingernagel. Da Android aber stark auf die coolen Wischgesten setzt, um beispielsweise über Webseiten oder durch Menüs zu scrollen oder die Homescreen-Seiten durchzuwechseln, sind die druckempfindlichen Touchpanels hier nicht angebracht. Nur der wirklich extrem niedrige Preis der drei günstigsten Modelle kann dieses Manko etwas abfedern – aber auf diese Weise geht viel von dem tollen Android-Erlebnis verloren.

Beim Display selbst gibt es drei Unterscheidungspunkte: Größe, Auflösung und Paneltechnik. Während die Diagonale der Anzeige großen Einfluss auf das Design des Geräts hat, ist der Unterschied zwischen einem 3,0- und einem 3,5-Zoll-Display in der Praxis nicht so groß. Schwerer wiegt da schon der Unterschied von niedrigen zu hohen Auflösungen. Kurz: Je mehr Pixel, um so besser. Wer gelegentlich mal im Internet surfen möchte und vor hat, viele Apps und Spiele auf seinem Handy zu nutzen, sollte die Modelle mit 240-mal-320-Pixel-Anzeige links liegen lassen. Hier ist einfach zu wenig Platz vorhanden. Eine Ausnahme dabei sind vielleicht noch das HTC Wildfire und das Xperia X10 Mini von Sony Ericsson: HTC hat nämlich bei diesem Modell eine Echtglasscheibe verbaut, die im Vergleich zu den Kunststoffscheiben für mehr Stabilität, Kratzresistenz und einen wertigeren Eindruck sorgt. Und Sony Ericsson gleicht, was die Bedienung seines X10 Mini angeht, das Manko mit einer auf die kleine Auflösung angepassten Benutzeroberfläche zumindest teilweise wieder aus. Bleibt noch die Display-Technik – oder auch nicht. Denn elf der zwölf hier vertretenen Geräte setzen auf die „normalen“ LCD-Panels. Lediglich das ehemalige Samsung-Topmodell Galaxy kommt mit einer AMOLED-Anzeige, leidet aber unter der nach heutigen Gesichtspunkten nicht mehr ganz so umfangreichen Arbeitsspeicherausstattung.

Worauf man beim Kauf noch achten sollte

Nicht ganz so wichtig, aber durchaus praxisrelevant, sind die Unterschiede bei der Hardware im Inneren der Smartphones. Die Prozessoren in diesem Vergleich erzielen Taktraten von 416 MHz (Acer BeTouch E110) bis 800 MHz (Samsung Galaxy Spica). Grundsätzlich gilt: Je schneller, desto besser. Aber auch die hier üblichen 500 bis 600 MHz reichen für ein angenehmes Arbeiten ohne größere Ruckler und Verzögerungen aus – vor allem, wenn die Arbeitsspeicherausstattung passt. 256 MByte sollten es schon sein, damit diverse Apps, Widgets und das Betriebssystem an sich flott starten und reagieren.

Auch ein Blick auf die Version des vorinstallierten Android-Betriebssystems lohnt sich. Einige Modelle im Vergleich werden noch mit dem betagten 1.5 ausgeliefert. Das brandaktuelle und deutlich flottere Android 2.2 gibt es zwar für keinen der Preisbrecher, aber einige Smartphones kommen immerhin mit Android 2.1 – oder ihre Hersteller basteln gerade an einem entsprechenden Update. Die aktuellste Version muss man zwar nicht unbedingt haben, doch es gibt diverse Verbesserungen und Erweiterungen. Multitouch in allen Anwendungen beispielsweise klappt erst ab Android 2.0.

Vieltipper von SMS-Nachrichten, Instant Messages, E-Mails oder Facebook-Statusupdates sollten darauf achten, dass das Modell ihrer Wahl über einen Trackball, einen optischen Sensor oder ein Vier-Wege-Pad verfügt. Ohne dieses zusätzliche Eingabeinstrument ist es bei Android nämlich äußerst unkomfortabel, den Cursor beim Tippen an eine bestimmte Stelle im Text zu verschieben – etwa, wenn einem vorm Abschicken einer Nachricht noch ein Tippfehler auffällt.

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