Um sich etwas von der Masse abzusetzen, kommt hier eine leicht angepasste Android-Oberfläche zum Einsatz. Die Anzahl der Homescreens, die der Nutzer nach Belieben mit Verknüpfungen, Widgets, Ordnern, Bildern & Co. belegen kann, wurde von den bei Android 2.1 typischen fünf auf sage und schreibe 15 erhöht – das sind mehr als doppelt so viele, wie HTC bei seiner Sense-Oberfläche zu bieten hat. Zugegeben, das ließe sich durch das Herunterladen eines alternativen Launchers aus dem Market bei jedem Android-Handy realisieren, aber diese Menge an Platz ab Werk hat Seltenheitswert. Und damit man die ganzen Homescreens auch gefüllt bekommt, packt T-Mobile noch ein paar zusätzliche Widgets mit ins Software-Paket. Das sind zwar keine Revolutionen, aber immerhin schöne Remakes der Standard-Mini-Programme, darunter Kalender, MP3-Player und ein digitaler Bilderrahmen. Wer seinen Homescreen noch weiter pimpen möchte, hat wie gewohnt die Möglichkeit, weitere Widgets aus dem Market nachzuladen.

Brücke an Prozessor: Wir brauchen mehr Power

Neben den Sparmaßnahmen beim Display musste der Hersteller auch im Inneren des Pulse Mini den Rotstift ansetzen. 528-MHz-Prozessor und 256 MByte RAM sind zwar im Vergleich zu anderen Android-Smartphones nicht schlecht, aber die Version 2.1 des Betriebssystems kommt hier durchaus an ihre Grenzen. Speziell wenn viele Apps gleichzeitig laufen, animierte Hintergründe für Unterhaltung sorgen und der viele Platz für die Widgets auch ausgenutzt wird, kommt der Kommunikationszwerg an seine Grenzen. Flüssige Bedienung? Fehlanzeige.

Auch, was die multimedialen Features angeht, sind wir etwas enttäuscht. Immerhin gibt es eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse zum Anschluss von Standard-Kopfhörern, aber die 3,2-Megapixel-Kamera kann uns so gar nicht überzeugen. Immerhin steht ihr eine Foto-LED zur Seite. Bei der Aufnahme und Wiedergabe von Videos kommt die CPU übrigens schnell wieder an ihre Grenzen. Spaßraubende Ruckler sind das Ergebnis.

Aber trotz all der Kritik darf man nicht vergessen, was man bei diesem Handy alles fürs Geld bekommt. Spätestens beim Blick in den Android Market, dem Pendant zu Apples App Store, drückt man beim einen oder anderen Ruckler im Menü gerne mal ein Auge zu: 100.000 Apps und Games, viele davon kostenlos, und das Stöbern im Market und die Installation der Programme sind direkt auf dem Handy möglich. Nötig dafür ist nur eine Internet-Verbindung per UMTS oder WLAN und ein kostenloses Google-Konto.

Fazit

Wer nach einem günstigen Zugang in die Welt der Smartphone-Oberklasse sucht, sollte durchaus einen Blick auf das T-Mobile Pulse Mini werfen. Vor allem die niedrige Display-Auflösung und der resistive Touchscreen nehmen Android zwar viel vom Glanz, aber unterm Strich bleibt hier immer noch deutlich mehr auf der Haben-Seite über, als die meisten anderen Touchscreen-Handys in diesem Preisbereich zu bieten haben. Alternativen zeigt unsere Kaufberatung zwölf günstige Android-Smartphones für 99 bis 250 Euro im Vergleich.

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