Auch im PC Mark Vantage, der eine Reihe praxisrelevanter Aufgaben abbildet, macht das MSI mit 5636 Punkten eine sehr gute Figur.

An Bord sind außerdem 4 GByte DDR3-RAM, die vom vorinstallierten Windows 7 Home Premium (64 Bit) voll ausgenutzt werden. Die 500-GByte-Festplatte (5400 Umdrehungen pro Minute) zeigt im Crystal Diskmark eine durchschnittliche Performance.

Auch der Sound des FX 600 mit THX-Zertifikat überzeugt. Die vier Lautsprecher (zwei vor dem Display-Scharnier, zwei an der Vorderseite) bieten einen kraftvollen, ausgewogenen Klang.

Drahtlose Anbindung eines Displays

Die größte Innovation des MSI FX 600 ist von außen nicht sichtbar. Das Notebook bietet die Möglichkeit, die Grafikausgabe drahtlos an ein anderes Display wie einen HD-Fernseher zu streamen. Das geschieht über das integrierte WLAN-Modul (802.11b/g/n). Die von Intel entwickelte und als WiDi (Wireless Display) bezeichnete Technik komprimiert die Videoausgabe.

Auf der Gegenseite ist zur Dekompression und Anzeige des Streams eine Streaming-Box notwendig. Die derzeit einzige Lösung ist die circa 80 Euro teure PTV1000 (Push2TV) von Netgear. Sie verbindet sich per HDMI oder Composite mit dem Fernseher.

Die Installation ist sehr einfach: Nach dem Einschalten zeigt die Box auf dem TV einen vierstelligen Zahlencode. Eine auf dem Notebook installierte Software sucht per WLAN die Netgear-Box und fordert die Eingabe des Code. Bis die Verbindung hergestellt ist, dauert es dann circa 20 Sekunden. Hat man das Pairing einmal erfolgreich hinter sich gebracht, reicht künftig zur Verbindung der Klick auf einen Software-Button.

Aber was leistet Intels WiDi-Technik wirklich? Um es vorwegzunehmen: Ein Ersatz für HDMI oder andere kabelgebundene Lösungen ist WiDi nicht. Die aktuelle erste Version hat nämlich einige Einschränkungen. Der Display-Inhalt wird mit maximal 720p, aber nicht in Full-HD gestreamt. Übertragen wird maximal Stereo-Sound. Darüber hinaus ist es nicht möglich, das drahtlos angebundene Display als zweiten Monitor zu nutzen und kopiergeschützten Content wiederzugeben – vor allem das dürfte ein K.O.-Kriterium für die Lösung im privaten Umfeld sein.

Im Praxistest ist zwischen der Anzeige auf dem Notebook und auf dem Fernseher eine Verzögerung von etwa einer halben Sekunde festzustellen. Das stört bei der Wiedergabe von Videos und Fotos kaum, aber wenn man auf den Mauszeiger angewiesen ist, durchaus. Ab und zu zeigen sich Kompressionsartefakte und kleine Grafikfehler. Insgesamt ist die Technik aber stabil: Videos werden auch dann flüssig abgespielt, wenn man nebenher einen Download laufen lässt. Das Codieren des Streams erzeugt je nach Content eine Prozessorauslastung von 20 bis gut 30 Prozent. Solange man mit dem Notebook in Sichtweite bleibt, ist die Darstellung flüssig.

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