Schon im Test: Sony-PlayStation-Bewegungssteuerung Move Starter Bundle Kit

von Gerald Strömer und Jeff Bakalar am , 18:56 Uhr

Pro
  • Kamera-basierte Bewegungssteuerung
  • Start-Set beinhaltet alles Nötige für bewegungsgesteuertes HD-Gameplay
  • anpassbare Farben der Controller-Kugel garantieren gute Erkennung durch die Eye-Kamera
  • überraschend gute Bedienung der XMB-Menüs
Con
  • System muss ständig neu kalibriert werden
  • Abhängigkeit von der Kamera beschränkt die allgemeine Beweglichkeit
  • derzeit stark begrenztes Angebot verfügbarer Spiele
  • ungünstige Platzierung der Start- und Select-Buttons auf dem Controller
  • Kamera belegt einen USB-Port
Hersteller: Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: GUT 6,5 von 10 Punkte
Fazit:

Obwohl es eine der besten und präzisesten Bewegungssteuerung bietet, die wir bisher bei Spielen gesehen haben, sollte man wegen diverser Probleme und dem anfänglich arg beschränkten Spielesortiment noch mit dem Kauf von PlayStation Move warten.

Mit dem Erscheinen der Wii schuf sich Nintendo vor Jahren eine Nische im Konsolenmarkt, die der japanische Hersteller bis heute mit spitzen Ellenbogen ausfüllt. Die Konsole bietet zwar nicht die Highend-Grafik einer PlayStation 3 von Sony oder einer Xbox 360 von Microsoft, punktet aber mit ihrer einzigartigen Steuerung per Bewegungserkennung. Sony und Microsoft haben mit Move und Kinect konkurrierende Systeme angekündigt, die dieses Nintendo-Monopol aufbrechen sollen. Move soll im September auf den Markt kommen, Kinect lässt sich noch bis November Zeit. Unsere Kollegen von CNET.com hatten bereits Gelegenheit, Move einem ausführlichen Test zu unterziehen.

Die Spielemesse E3 im letzten Jahr kann man als den offiziellen Startschuss der Bewegungssteuerung an Xbox 360 und PlayStation 3 ansehen. Obwohl Nintendo den Markt bereits mit der extrem erfolgreichen Wii dominierte, sind Microsoft [1] und Sony [2] ganz eindeutig erpicht darauf, ebenfalls in diesem Segment mitzuspielen.

Während den jeweiligen Pressekonferenzen erfuhren wir, das weder Microsoft noch Sony die von Nintendo verwendeten Technologien direkt nachahmen wollten. Aber Sonys Demonstration zeigte dann doch recht deutlich, dass man sich die Form der Wii-Fernbedienung zum Vorbild genommen hatte.

Später erfuhren wir, dass Sonys Bewegungssteuerung auf den Namen PlayStation Move hören würde und die Technologie im Gegensatz zur Wii eine Kamera und einen stabförmigen Controller nutzen würde. Das Funktionsprinzip: Die PlayStation-Eye-Kamera erkennt die Bewegungen der selbstleuchtenden Kugel auf der Spitze des Move-Controllers und setzt diese in Eingaben und Bewegungsbefehle um.

Dieser Test behandelt das PlayStation Move Starter Bundle, das am 17. September für 100 US-Dollar (ca. 78 Euro) auf den amerikanischen Markt kommen soll. Es beinhaltet einen PlayStation-Move-Controller, eine PlayStation-Eye-Kamera und das Spiel Sports Champions. Wir werfen außerdem einen Blick auf weitere PlayStation-Move-Spiele, die wir für einen Test bekommen konnten.

Der normale PlayStation-Move-Controller

Der normale PlayStation-Move-Controller hat eine gummierte Kugel an der Spitze, die ihre Farbe dank LED-Beleuchtung, die in ihren Boden eingelassen ist, ändern kann. Diese Funktion ist in die Fernbedienung integriert, damit das Gerät bei Bedarf seine Farbe wechseln kann – etwa wenn die Kleidung des Benutzers oder die Tapete im Hintergrund farblich mit dem Move-Controller interferieren und so eine saubere Erkennung durch die PlayStation-Eye-Kamera behindern.

Eins muss man dem Move-Controller lassen: Obwohl er ein bisschen beleibter ist, liegt er perfekt in der Hand.
Eins muss man dem Move-Controller lassen: Obwohl er ein bisschen beleibter ist, liegt er perfekt in der Hand.

Die meisten Buttons eines „normalen“ DualShock-3-Controllers sind auch auf dem Move-Controller vorhanden, lediglich die L– und R-Buttons fehlen. Dafür bietet der Move-Controller einen Auslöser (T) und einen zentralen OK-Knopf, auf dem das PlayStation-Move-Logo prangt.

Die gewohnten X-, O-, Viereck- und Dreieck-Buttons flankieren den OK-Knopf. Im Gegensatz zum druckempfindlichen Feeling ihrer Vettern am DualShock 3 hinterlassen sie den Eindruck billiger Klick-Tasten. Die Select– und Start-Buttons sind an den Seiten des Controllers verborgen und lassen sich beim hitzigen Zocken nur schwer zielgenau bedienen. Ungefähr in der Mitte des Move-Controllers sitzt die PlayStation-Home-Taste, die mit der des DualShock 3 identisch ist.

Der reguläre PlayStation-Move-Controller ist ein sehr komfortables Eingabegerät. Er liegt richtig gut in der Hand und die Finger kommen dank seiner ergonomischen Formgebung wie von selbst auf dem Auslöser zur Ruhe. Obwohl er einen sichereren Griff als der Wii-Controller erlaubt, fühlt er sich beim Schwingen gleichzeitig auch klobiger an.

Es gibt im Gegensatz zu Nintendos Wii-Mote keine Ziffernanzeige am Controller, mit der er sich dem jeweiligen Spieler zuordnen lässt. Wenn man lokal mit mehr als einer Person (und mehr als einem Controller) zockt, zeigt stattdessen die Farbe der Controller-Kugel an, welches Eingabegerät zu wem gehört.

Mit PlayStation Move kann ein einzelner Spieler zwei Standard-Controller gleichzeitig benutzen. Wenn man in Sports Champion beispielsweise Beach-Volleyball spielt, kann der Spieler zwei Controller nutzen, um Aktionen wie den Aufschlag besser ausführen zu können. Es gibt in diesem Spielmodus aber auch die Möglichkeit, nur eine Fernbedienung zu nutzen. Wir haben uns beide Modi angeschaut, konnten beim Zwei-Controller-Betrieb aber keine echte Verbesserung der Präzision und Treffsicherheit feststellen. Ein zusätzlicher Standard-Controller für PlayStation Move soll übrigens rund 50 US-Dollar (circa 39 Euro) kosten.

Wir waren dagegen angenehm überrascht, wie einfach und komfortabel die Navigation im XMB-Menü der PlayStation 3 mit diesem Controller ist. Durch Gedrückthalten des T-Buttons auf dem Controller konnten wir in den Menüs erfolgreich nach links, rechts, oben und unten navigieren. Beeindruckend ist, wie mühelos sich Einträge auswählen lassen und wie gut die Kamera auch die kleinsten Bewegungen des Controllers interpretiert. So kann man auch unter dutzenden Einträgen problemlos einen bestimmten Menüpunkt anwählen.

Der Navigations-Controller

Obwohl der Navigations-Controller nicht in dem hier getesteten Bundle enthalten ist, haben wir uns die für 30 US-Dollar (ca. 23,50 Euro) separat erhältliche Fernbedienung trotzdem angeschaut. Der Navigations-Controller kann in bestimmten Spielen (zum Beispiel SOCOM 4) in Kombination mit dem regulären Controller genutzt werden. Während unserer Tests mit den Spielen, die Sony uns zur Verfügung stellte, waren wir aber fast nie zur Nutzung des Navigations-Controller gezwungen.

Der Navigations-Controller ist nicht im Bundle enthalten und muss separat für knapp 30 US-Dollar (etwa 23,50 Euro) erworben werden. Er übernimmt beispielsweise Kopfdrehungen oder das Zielen.
Der Navigations-Controller ist nicht im Bundle enthalten und muss separat für knapp 30 US-Dollar (etwa 23,50 Euro) erworben werden. Er übernimmt beispielsweise Kopfdrehungen oder das Zielen.

Der Navigations-Controller hat in etwa zwei Drittel der Größe eine regulären Move-Controllers und bietet lediglich X– und O-Knöpfe. Ein Vier-Wege-Pad und eine analoger Daumen-Joystick ermöglichen Bewegungen, die nicht für die generelle Bewegung der Spielfigur nötig sind – also beispielsweise Kopfdrehungen oder ähnliches. Auf der Rückseite finden sich zwei Auslöser. Wir gehen stark davon aus, dass dieser Controller primär in Spielen wie SOCOM 4 genutzt werden wird, wo der Spieler beispielsweise Vorgänge wie das Zielen von der Bewegungssteuerung selbst abkoppeln will – oder muss.

Sowohl der reguläre Move-Controller als auch der Navigations-Controller verfügen wie der DualShock 3 über einen USB-Port, über den der Controller via Kabelverbindung an der Spielkonsole angemeldet werden muss (Pairing). Zusätzlich werden auch die internen Akkus beider Controller über diesen USB-Port aufgeladen.

Setup

Die Einrichtung des PlayStation Move ist nicht sonderlich kompliziert. Die Eye-Kamera belegt einen USB-Port, so dass es bei den neueren PlayStation-3-Modellen mit nur zwei USB-Slots zu Engpässen kommen könnte. Wir testeten das Move glücklicherweise mit unserer älteren PS3-Konsole, die noch über vier USB-Ports verfügt.

Wir platzierten die Eye-Kamera mittig unterhalb des Fernsehers. Sie kann aber auch einfach auf den Fernseher gestellt werden. Man muss allerdings sicherstellen, dass die PS3 nahe genug für das USB-Kabel der Eye-Kamera am Fernseher steht, was eventuell ein Umordnen der Geräte nötig machen könnte. Wir hatten aber keine Problemen, alles sauber aufzubauen. Nutzer mit wandmontierten Fernsehern oder maßgeschneiderten TV-Möbeln könnten aber unter Umständen Probleme bekommen.

Wir sollten außerdem anmerken, dass einige Spiele für beste Ergebnisse einen Minimalabstand von rund 180 Zentimetern zwischen dem Spieler und der PlayStation-Eye-Kamera empfehlen. Das klingt zwar nicht nach viel, könnte das Spielen mit dem PlayStation Move in einem kleinen Wohnzimmer oder im Studentenwohnheim aber etwas einschränken.

Sports Champions

PlayStation Move wird mit dem Spiel Sports Champions ausgeliefert – sozusagen Sonys Version von Wii Sports. Obwohl Sports Champions nur Disc Golf (Frisbee nach Golfregeln), Bogenschießen, Tischtennis, Gladiator-Duell, Beachvolleyball und Boccia enthält, sind die Spiele sehr gut ausgearbeitet und bieten dem Spieler eine Vielzahl von Optionen und freischaltbaren Inhalten.

In jeden der Bereiche wurden beeindruckend viel Aufwand gesteckt. Die meisten Sportarten bieten diverse Kurse und Strecken zum Ausprobieren und eine großzügige Auswahl von Avataren. Hinsichtlich der Grafik sehen die einzelnen Spiele-Modi klasse aus und übertreffen die meisten anderen gemischten Sport-Games.

Bei der Bedienung gibt es allerdings einen spürbaren Unterschied zu Spielen wie Wii Sports Resort, da der Spieler an die Eye-Kamera gebunden ist. Vor jedem Spiel muss man eine dreiteilige Kalibrierung durchführen, die mit der Zeit äußerst lästig wird. Das Spiel empfiehlt es dem Spieler zudem, während der ganzen Session an einer Stelle zu verweilen. Wer beim Spielen also gern die Füße bewegt, wird mit suboptimalen Ergebnisse leben müssen.

Im Starter Bundle Kit ist neben der Eye-Kamera und dem Move-Controller auch die Spielsammlung 'Sports Champions' enthalten. Damit hat man alles Nötige in der Hand, um sofort loszulegen.
Im Starter Bundle Kit ist neben der Eye-Kamera und dem Move-Controller auch die Spielsammlung Sports Champions enthalten. Damit hat man alles Nötige in der Hand, um sofort loszulegen.

Wir hatten wirklich eine Menge Spaß mit Disc Golf und Boccia, die dem Spieler eine überraschenden Kontrolle über das Gameplay zugestehen. Im Spiel wird zudem eine Vielzahl von Informationen wie Windgeschwindigkeit, Messwerten, Spin-Anzeigen und nützlichen Anleitungen auf dem Bildschirm eingeblendet, die das Gefühl genauer Kontrolle weiter verstärken.

Andere Spiele

Sony stellte uns noch ein paar weitere Spieltitel für den Test des PlayStation Move zur Verfügung, die kurz vor der Fertigstellung sind. Im Endeffekt haben wir mit jedem der Games ordentlich Zeit verbracht, und einige waren wirklich beeindruckend.

Als erstes ist Start the Party zu nennen, was genau das ist, was es zu sein scheint: ein Party-Game. Diese Spielesammlung nutzt die Eye-Kamera, um ein Video des Spielers auf den Bildschirm zu zaubern. Dabei maskiert es den Move-Controller und gibt ihm je nach Spiel-Modus eine beliebige andere Form.

Tumble fühlt sich mit seinem Jenga-inspirierten Gameplay und der Baustein-Bauerei verdächtig nach Boom Blox auf der Wii an. Da die Physik-Engine aber ziemlich gut ist und die Rückmeldung der Gegenstände im Spiel auch passt, macht das Herumspielen Spaß und die Zeit rast nur so vorbei

Letztlich müssen wir einfach noch das absolut bizarre, aber gleichzeitig süchtig machende Kung-Fu Rider erwähnen. Ziel des Games ist es, einen Bürostuhl bergab zu steuern, dabei Hindernisse zu überspringen und Gegner anzugreifen. Es werden sogar – mehr oder weniger unlesbar – die Gründe für diese Ereignisse eingeblendet. Wir sind uns aber ziemlich sicher, dass Spieler das Game nicht wegen seiner Storyline, sondern wegen seiner Absurdität mögen werden.

Insgesamt ist das Angebot anfänglich verfügbarer Spiele nicht wirklich überzeugend. Aber bei einer neuen Plattform brauchen die Entwickler nun mal Zeit, um das Potential der Technologie freizusetzen. Wir freuen uns schon darauf, Lichtwaffen-Spiele wie Time Crisis: Razing Storms auszuprobieren und sind neugierig, ob sie mit entsprechenden Wii-Titeln wie House of the Dead: Oerkill konkurrieren können.

Sony hat zudem Move-Unterstützung für etliche große kommende Spieltitel wie LittleBigPlanet 2, SOCOM 4 und R.U.S.E. angekündigt. Das bedeutet, dass das Spiel optional mit Move zusammenarbeitet. Diverse existierende Spielen wie Tiger Woods PGA Tour 11 und Heavy Rain sollen sich nach dem Herunterladen eines Patches ebenfalls mit Move spielen lassen.

Vergleich mit der Nintendo Wii

Natürlich wäre dieser Test ohne die notwendigen Vergleiche mit Nintendos Wii nicht vollständig. Obwohl beide Controller eine ähnliche Technologie nutzen, unterschiedet sich die Interaktion mit der Spielkonsole spürbar. Da Move eine Kamera zur Verfügung steht, bietet das System unserer Meinung nach eine etwas bessere Präzision und Kontrolle.

Die mitgelieferte Eye-Kamera ist der größte Unterschied zur Bewegungssteuerung mit Nintendos Wii. Die Controller beider Konsolen integrieren Lagesensoren, aber die Erfassung ist bei PlayStation Move dank optischer Unterstützung einen Tick präziser.
Die mitgelieferte Eye-Kamera ist der größte Unterschied zur Bewegungssteuerung mit Nintendos Wii. Die Controller beider Konsolen integrieren Lagesensoren, aber die Erfassung ist bei PlayStation Move dank optischer Unterstützung einen Zacken präziser.

Nintendos Genauigkeitserweiterung Wii MotionPlus [3] liefert sich hinsichtlich der Bewegungserkennung eine Kopf-an-Kopf-Rennen mit PlayStion Move, wird aber nur von einer Handvoll Wii-Spielen unterstützt. Es benötigt zudem einen separaten Aufsatz, der den Controller ziemlich klobig aussehen lässt. Im Vergleich dazu gefällt uns der kompakte, in sich komplette Move-Controller besser.

Hinsichtlich der Grafik ist es schwer, Wii und PS3 fair zu vergleichen. Denn in Sachen grafischer Präsentation lässt die PlayStation 3 die Wii natürlich ganz klar hinter sich. Da die Bewegungskontrolle der Wii aber fast so gut wie die der PS3 ist, muss man letztlich für sich selbst entscheiden, ob man das HD-Gaming der PS3 dem optisch anspruchsloseren Gameplay mit der Wii vorzieht – wirklich vergleichen kann man das aber nicht.

Wenn man bereits eine Nintendo Wii besitzt, dürfte die leichten Verbesserungen hinsichtlich Kontrolle und Präzision keinen Neukauf wert sein. Wenn man es ganz nüchtern betrachtet, dürfte aber die bei der PS3 gebotene Kombination aus HD-Grafik und Spielen, die besser aussehen und mehr Gegenwert fürs Geld bieten, insgesamt die bessere Wahl zu sein. Außerdem sollte man nicht vergessen, dass Wii-Controller Batterien oder Akkus mit zusätzliche Ladegeräten benötigen, während die der Move-Controller von Haus aus über einen internen Akku verfügt.

Vergleich mit Microsoft Kinect

PlayStation Move unterscheidet sich fast komplett von allem, was wir bisher von Microsoft Kinect [4] gesehen haben. Die einzige Gemeinsamkeit ist eine Kamera für die Erfassung von Bewegungen. Während aber Move eine beleuchtete Kugel zur Bewegungserkennung nutzt, erfasst Kinect den menschlichen Körper als Ganzes.

Aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen mit Kinect lässt sich sagen, dass es eine komplett neue Spielerfahrung für den Anwender sein wird. Man muss selbst spielen, um das voll und ganz zu verstehen. Das Fehlen eines Controllers ist anfänglich äußerst eigenartig und wir sind uns nicht sicher, ob die Genauigkeit und Präzision von Kinect das Niveau erreicht, das Move vorlegt.

Die beiden Technologien zur Bewegungserkennung unterscheiden sich jedenfalls sehr stark. Und da sie jeweils einzigartige Spielkonzepte verkörpern, ist ein Vergleich nur schwer möglich – und eine Empfehlung noch schwerer auszusprechen. Wenn Kinect im November auf den Markt kommt, werden wir diesen Test bei Bedarf aber erweitern.

Im Moment kann man lediglich Spielern, die Controller-basierte Bewegungserkennung vorziehen, zu Wii MotionPlus oder PlayStation Move raten. Fans Körper-basierter Bewegungskontrolle sollten auf Microsoft Kinect warten.

Fazit

PlayStation Move bietet eine der besten Bewegungserkennungen, die wir bisher in einem Spiel gesehen haben. Wir sind aber nicht sicher, ob die geringe Anzahl passender Spiele ein überzeugendes Argument für die Ausgabe von 100 US-Dollar (ca. 78 Euro) für die neue Technik darstellt. Es ist zwar schön, dass Sony etliche bestehende und kommende Games zu Move kompatibel machen will, aber die bloße Option, eventuell Spiele per Move spielen zu können, rechtfertigt unser Meinung nach nicht den Kauf neuer Hardware.

Wenn mehr Spiele für PlayStation Move zur Verfügung stehen, werden wir die aktuelle Wertung natürlich überdenken. Aber Stand jetzt sollten es sich Gamer zweimal überlegen, ob sie wirklich schon zum Release-Datum am 17. September zuschlagen wollen.

Eins haben wir aber über bewegungskontrolliertes Gaming gelernt. Wir sind absolut nicht sicher, ob Hardware-Gamer eine solche Steuerung überhaupt wollen oder akzeptieren würden. Move kann zwar eine unterhaltsame und manchmal auch beeindruckende Spielerfahrung liefern, aber es wird niemals die hohe Präzision und Verzögerungsfreiheit bieten können, die das Spielen mit einem regulären Controller auszeichnet.

Man kann es den Sony und Microsoft zwar nicht verdenken, dass sie die Früchte in dem von Nintendo erschlossenen Garten ernten wollen. Aber wir sind uns nicht sicher, ob es auf allen drei großen Konsolen-Systemen einen sinnvollen Platz für diese Art Technologie gibt.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/41537238/schon-im-test-sony-playstation-bewegungssteuerung-move-starter-bundle-kit/

URLs in this post:

[1] Microsoft: http://www.cnet.de/unternehmen/microsoft/

[2] Sony: http://www.cnet.de/unternehmen/sony/

[3] Wii MotionPlus: https://www.cnet.de/galerie/41004942/nintendo_wii_motion_plus_die_wiimote_wird_praeziser.htm

[4] Microsoft Kinect: https://www.cnet.de/galerie/41533448/gestensteuerung_im_test_wir_haben_kinect_ausprobiert.htm