Ausstattung

Während die Optik des neuen Shuffle wie ein Blick in die Vergangenheit wirkt, ist der Funktionsumfang durchaus zukunftstauglich. Alles, was die ersten drei Generationen gut gemacht haben, darunter Voice-Over, Playlisten, oder die Unterstützung von Hörbüchern und Podcasts, findet sich auch in der neuen Version. Dazu gekommen sind ist die Auto-Playlistenfunktion Genius, zusätzliche Sprachen und ein stärkerer Akku, der nun 15 Stunden durchgehend für Gedudel sorgt.

Vor dem Kauf sollte man durchaus bedenken, dass die Abmessungen des Geräts zwar winzig sind, sein Funktionsumfang aber auch nicht so viel größer ist. UKW-Radio? Sprachaufzeichnung? Display? Foto- oder Videowiedergabe? Keine Chance. Auch Sammler von Musik in außergewöhnlicheren Formaten als MP3, AAC, Audible, WAV, AIF und Apple Lossless haben schlechte Karten. WMA und FLAC bleiben – wie bisher – außen vor.

Die einzige wirkliche Neuerung ist ein Voice-Over-Knopf auf der oberen Seite, beschriftet mit einer kleinen Cartoon-Sprechblase. Wer die Taste drückt, hört die bekannte elektronische Stimme und bekommt Infos zu Künstler und Titel des aktuellen Songs. Drückt man zweimal, sagt der Shuffle seinen Ladezustand durch. Und ein langer Druck bringt den Nutzer in eine Menüstruktur, die die Auswahl verschiedener Playlisten, Genius Mixes, Hörbücher oder Podcasts ermöglicht. Durch die Menüs führt wieder die Roboterstimme, die über iTunes auf eine von 25 zur Verfügung stehenden Sprachen eingestellt wird.

Der Shuffle geht mit der Wiedergabe von Hörbüchern und Podcasts anders um als mit Musikdateien. Auch, wenn der Modusschalter auf Zufallswiedergabe steht, werden diese Inhalte sinnigerweise in der richtigen Reihenfolge wiedergegeben. Und im Shuffle-Modus stellt der kleine iPod sicher, dass sich keine Kapitel von Goethes Faust oder Harry Potter zwischen die Chill-Out-Musik auf dem Heimweg zwängen. Wie seine großen Brüder setzt auch dieser Apple-Player die Wiedergabe von Podcasts und Hörbüchern an der richtigen Stelle fort.

Ein spezielles USB-Kabel ist im Lieferumfang enthalten. Es wird beim iPod in die Kopfhörerbuchse gesteckt und dient dem Aufladen des Akkus sowie dem Übertragen von Daten. Auf Wunsch meldet sich der Shuffle als Massenspeichermedium an und wird so zum Transportbehälter von Dokumenten. Wie gehabt ist der Zugriff auf die Musik aber ausschließlich über iTunes möglich – und zwar ab der Version 10.0.

Leistung

Für einen knapp 50 Euro teuren MP3-Player klingt der kleine iPod erstaunlich gut – wobei man das wohl nur dann erfährt, wenn man hochwertigere Kopfhörer als die im Lieferumfang enthaltenen nutzt. In iTunes lässt sich übrigens die maximale Lautstärke des kleinen Begleiters festlegen.

Der Akku ist in 3 Stunden komplett nachgeladen und hält die versprochenen 15 Stunden Wiedergabe durch. Von Apple sind wir aber zumindest in diesem Punkt ohnehin nichts anderes gewohnt: Die Angaben der Akkulaufzeit sind durchaus verlässlich.

Fazit

In den Punkten Design, Audio-Qualität und Preis ist der neue Mini-iPod sicherlich der beste iPod Shuffle aller Zeiten. Die Konkurrenz hat im Preisbereich bis 100 Euro allerdings durchaus mehr zu bieten – UKW-Radio, Farbdisplay, microSD-Speicherkartenslot oder iTunes-Verzicht gibt’s eben nur bei der Konkurrenz. Interessenten sollten sich speziell den SanDisk Sansa Clip+ sowie die W-Serie von Sonys Walkman-Reihe näher ansehen.

Wer aber ohnehin bereits iTunes nutzt, Apple-Fan ist oder einfach nur einen simplen, hochwertigen Zweit-MP3-Player fürs Joggen sucht, macht mit dem winzigen iPod Shuffle garantiert nichts falsch.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Schon im Test: neuer iPod Shuffle, jetzt wieder im alten Design

  • Am 8. September 2010 um 20:13 von viz94

    ?
    Wo bleibt der nano Test?

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