IFA 2010: Übertroffene Erwartungen, Tablets und viel 3D

3D, 3D, was ist denn nun mit 3D?

3D-Fernseher waren auf der Messe in Massen vertreten, danke der Nachfrage. Jeder namhafte Hersteller hatte wenigstens ein Modell für dreidimensionale Wiedergabe, in der Regel aber ganze Serien am Stand stehen. Die dazu passenden Zuspieler in Form von 3D-tauglichen Blu-ray-Playern und dergleichen gab es natürlich ebenfalls. Das Problem: 3D-Inhalte sind immer noch dünn gesät. Immerhin hat Panasonic mit dem HDC-SDT750 den ersten AVCHD-Camcorder vorgestellt, der durch das Aufschrauben einer mitgelieferten Optik räumliche Videos aufnimmt. Per HDMI verbindet er sich mit einem 3D-fähigen Fernseher und liefert dem Gerät natives 3D-Material.

Der AVCHD-Camcorder HDC-SDT750 von Panasonic ist die erste Consumer-Videokamera, die ab Werk 3D-Videos aufzeichnet.
Der AVCHD-Camcorder HDC-SDT750 von Panasonic ist die erste Consumer-Videokamera, die ab Werk 3D-Videos aufzeichnet.

Viele Hersteller integrieren zwar Technologien in ihre 3D-Fernseher, die ganz normale 2D-Inhalte zu 3D aufpeppen sollen, aber eine solche Konvertierung ist immer mit Problemen behaftet und erbringt nie die Ergebnisse, die nativ in 3D aufgenommenes Material schafft. Sascha Lange von Toshiba Deutschland erklärt in diesem Video, warum eine Konvertierung selbst mit der neuen Cevo-Engine des Unternehmens so problematisch und aktuell noch nicht wirklich marktfähig ist.

Bei den für 3D-Betrachtung nötigen Brillen dominiert die aktive Shutter-Technologie übrigens weiterhin. Nur sehr wenige Geräte arbeiten mit den leichten, passiven Polarisationsbrillen, die man auch aus dem Kino kennt – etwa der OLED-Fernseher von LG. Stattdessen verzichten die meisten Hersteller auf die dafür nötige zusätzliche Technik, die ja im Bildschirm verbaut werden muss, und verschieben diese Kosten lieber in die Brillen, die man meist separat zukaufen muss. Und: Viele Hersteller liefern Shutter-Brillen nicht mit. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Neue Fernseher sind überwiegend 3D-tauglich

Wer durch die IFA-Hallen schlenderte, konnte an fast jedem großen Stand den Schriftzug 3D aufblitzen sehen. Mittlerweile ist im Highend- und Premium-Bereich fast jeder LCD- oder Plasma-Fernseher 3D-tauglich. Die Hersteller bieten zwar immer noch reine 2D-Modelle für den Einsteigerbereich an, aber die Flaggschiffe sind durch die Bank fit für die dritte Dimension – ein Beispiel für 2D-Treue ist der „umweltfreundlichste Fernseher Europas“ von Philips.

Mit dem 152 Zoll (3,86 m) großen Plasma-Bildschirm TH-152UX1 zeigte Panasonic den größten Fernseher der Welt. Das monströse Gerät bietet 4k2k-Auflösung und ist 3D-fähig.
Mit dem 152 Zoll (3,86 m) großen Plasma-Bildschirm TH-152UX1 zeigte Panasonic den größten Fernseher der Welt. Das monströse Gerät bietet 4k2k-Auflösung und ist 3D-fähig.

Marktführer Panasonic rundet sein bereits bestehendes Angebot von 3D-Modellen um neue LCD- und Plasma-TVs ab. Der japanische Elektronikriese zeigte auf seinem Stand auch den weltweit größten Plasmafernseher überhaupt. Das Monster misst 152 Zoll (3,96 m) in der Diagonalen, löst 4096 mal 2160 Bildpunkte auf – und ist natürlich 3D-fähig.

Ein weiteres Highlight war auf dem Stand von Philips zu sehen. Der 58 Zoll große Cinema 21:9 Platinum kommt im echten 21:9-Kinoformat daher und wurde gegenüber dem Vorgänger in praktisch allen Bereichen verbessert. Unter anderem ist er jetzt auch … Na? Genau: 3D-fähig. Immerhin: Wer den 4199 Euro teuren und mit allen erdenklichen Features ausgestatteten Fernseher kaufen will, kann sich über zwei im Lieferumfang enthaltene Shutter-Brillen freuen.

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