Ausstattung

Neben den bereits erwähnten Elementen Touchscreen und Kamera hat das Xperia X8 alles an Bord, was zu einem anständigen Android-Smartphone gehört. Für (nahezu) weltweite Telefonie gibt es Quad-Band-GSM, für die schnelle Internet-Verbindung unterwegs UMTS samt Up- und Downloadturbo HSPA. Wer keinen Online-Tarif für sein Handy möchte, kann die Datenverbindung über den Provider per Fingertipp deaktivieren und ausschließlich auf die WLAN-Verbindung zurückgreifen, um zu Hause, bei Freunden oder im Coffee Shop zu surfen oder Apps aus dem Android Market herunterzuladen.

Selbstverständlich ist auch GPS integriert. Es dient der Positionsbestimmung, der Freigabe des aktuellen Orts über Latitude oder Glympse, wenn man das möchte, sowie der Navigation. Sony Ericsson hat gleich zwei Möglichkeiten der Routenführung vorgesehen. Wer über eine mobile Internet-Verbindung verfügt, kann sich kostenlos über die Google Maps Navigation zum Ziel bringen lassen. Die Kartendaten liegen dabei auf den Google-Servern – abgesehen von den Kosten für die Übertragung der Daten ist dieser Dienst umsonst. Vorsicht ist allerdings geboten, wenn man das Land verlässt: Die Kosten für das (standardmäßig deaktivierte) Daten-Roaming sprengen schnell jeglichen realistischen Rechnungsrahmen. Alternativ steht die Wisepilot-Navigation zur Verfügung. Dabei handelt es sich um ein klassisches On-Board-Navi – das Kartenmaterial ist also auf dem Handy gespeichert. Wer das Programm zum ersten Mal nutzen möchte, muss es über das Internet aktivieren. Nach dem Ende einer Testphase muss man eine Lizenz kaufen, wenn an die Software weiter nutzen möchte.

Darüber hinaus hat der Hersteller Bluetooth und ein UKW-Radio mit RDS verbaut. Neben den bereits aufgezählten Sensoren für Helligkeit und Annäherung gibt es einen Beschleunigungsmesser, der den Displayinhalt automatisch mitdreht.

Im Auslieferungszustand stehen bei unserem Testgerät knapp 170 MByte interner Telefonspeicher zur Installation von Apps zur Verfügung. Das ist überdurchschnittlich viel, wer aber häufig und viele Programme herunterlädt, wird auch hier früher oder später an die Grenzen des Handys kommen. Schade: Die installierte und nicht mehr ganz aktuelle Android-Version 1.6 unterstützt nicht die Installation von Apps auf die microSD-Speicherkarte. Immerhin, ein Update auf Android 2.1 soll noch im Laufe des dritten Quartals folgen, aber auch hier ist die Installation von Apps nur im internen Speicher möglich. Wer das sogenannte Apps2SD nutzen möchte, benötigt mindestens Android 2.2. Apropos: Im Lieferumfang unseres X8 ist eine 2 GByte große Speicherkarte enthalten, die Musik, Videos, Fotos und Dokumente aufnimmt.

Praktisch: Die vorinstallierte App Backup & Restore sichert sämtliche Daten und Einstellungen per Fingertipp auf der Speicherkarte.

Äußerst schade ist der Verzicht auf den coolen Multitouch-Zoom. In einigen Anwendungen, etwa in der Galerie-Ansicht, versucht Sony Ericsson dieses Manko durch den Einsatz des beispielsweise von Samsung bekannten One-Finger-Zooms auszugleichen. Der Nutzer tippt dabei mit dem Finger auf das Display, hält ihn gedrückt und schiebt ihn dann nach oben oder nach unten, um zu vergrößern oder zu verkleinern. Schade nur, dass das nicht in allen Apps funktioniert und man beispielsweise im Browser auf die nervigen virtuellen Plus- und Minustasten zurückgreifen muss. Der Multitouch-Zoom wird leider auch nicht nach dem Update auf Android 2.1 funktionieren.

Software

Sony Ericsson hat das Xperia X8 softwareseitig wie das X10 Mini und das X10 Mini Pro ausgestattet. Über Googles-Android-Betriebssystem liegt die von den kleinen Brüdern her bekannte UXP-Oberfläche. Sie gefällt uns hier wie dort sehr gut, auch wenn sie sich etwas von der typischen Android-Bedienung unterscheidet.

Anstelle der ansonsten üblichen drei bis sieben Homescreens, die der Nutzer frei mit Verknüpfungen, Bildern und Widgets anpassen kann, gibt es hier zunächst nur ein Widget zu sehen – standardmäßig ist das die Uhr. Wer mit dem Finger seitlich über das Display wischt, bekommt weitere Mini-Programme zu Gesicht, etwa das bereits bekannte Timescape, das die aktuellen Konversationen per SMS, E-Mail, Facebook & Co. auf einen Blick anzeigt, ein Google-Suchfeld oder den Energiemanager, der das Aktivieren und Abschalten von Stromfressern wie WLAN, Bluetooth oder GPS per Fingertipp erlaubt. Dabei belegt jedes Widget eine Seite. In den vier Ecken liegen Verknüpfungen zu den am häufigsten genutzten Programmen, die der Anwender selbst dort platzieren kann. Standardmäßig finden sich hier der SMS-Posteingang, der Mediaplayer, die Telefon-App und das Adressbuch.

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Sony Ericsson Xperia X8 im Test: günstiger Mittelklasse-Android mit Vollausstattung

  • Am 18. September 2010 um 10:33 von Tom

    Bilder
    Kein schlechter Test allerdings währ es interessant zu sehen wie die Bilder mit der Kamera ausfallen /-sehen.

    gruß

  • Am 18. September 2010 um 21:29 von qwertz804

    Erscheinungsdatum?
    Ab wann wird es denn erhältlich sein? Müsste doch jetzt bald kommen eigentlich….
    Danke für den Testbericht!

  • Am 31. Januar 2011 um 13:41 von Ich. :D

    Kamera..
    Also was die kamera angeht.. sie ist eigentlich zeimlich okeei.. könnte aber besser sein. ;D

  • Am 29. Februar 2012 um 19:40 von Mir

    Krass
    Sobald das Handy einmal ins Wasser kommt ist es kaputt.
    Mein tipp nicht kaufen.

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