3D-Display

Eine Besonderheit des One D87 ist das mitgelieferte 3D Vision Kit von Nvidia. Es enthält eine Shutterbrille, die dem Gamer in Verbindung mit dem 120-Hertz-Display die Illusion echter 3D-Bilder vermittelt.

Die 3D-Technik mit Shutterbrille funktioniert so: Der Monitor stellt abwechselnd das linke und rechte Halbbild dar. Die Brille wird synchron im Takt abwechselnd durchsichtig beziehungsweise lichtundurchlässig geschaltet und ermöglicht somit aufgrund der perspektivischen Verschiebung der beiden Stereo-3D-Teilbilder den 3D-Effekt. Anders als beim Polarisationsverfahren, das bei anderen 3D-Notebooks zum Einsatz kommt, wird dadurch die nicht die Auflösung des Bildes, sondern die Bildwiederholfrequenz halbiert. Dank der 120 Hertz des Displays bleiben immer noch einigermaßen augenfreundliche 60 Hertz übrig.

Für die drahtlose Synchronisation via Infrarot mit der etwa 100 Gramm schweren Brille muss eine kleine Box per USB an das Notebook angeschlossen werden. Schade, dass der Sender nicht direkt im Gehäuse integriert ist. Die Brille selbst wird per USB aufgeladen. Sie kann über einer optischen Brille getragen werden.

One liefert zur Demonstration einige 3D-Bilder mit. DirectX-Spiele, für die ja ohnehin 3D-Informationen vorliegen, werden Out-of-the-Box dreidimensional dargestellt. Ohne 3D-Brille sieht man das gezeigte Bild übrigens verschwommen.

Aber nicht alle Spiele eigenen sich dafür gleichermaßen: Nvidia hat eine Website veröffentlicht, auf der eine große Anzahl von Spielen bezüglich der 3D-Tauglichkeit klassifiziert ist. Beim getesteten Colin McRae Dirt2, das als nicht empfehlenswert eingestuft ist, kommt es zu kleinen Grafikfehlern auf dem Fahrzeug.

Wie der 3D-Effekt in der Praxis aussieht, lässt sich leider nicht fotografieren. Tatsächlich bekommt man aber einen dreidimensionalen Eindruck, der durchaus beeindruckt.

Akkulaufzeit und Lautstärke

Der über die Bodenplatte zugängliche Akku hat nur eine Kapazität von 3800 mAh. Das ist ungefähr so, als würde man einen A380 mit einem Kanister Kerosin befüllen. Schon im Leerlauf genehmigt sich das D87 nämlich satte 43 Watt – viele andere Geräte kommen mit gut 20 Watt aus. Abseits der Steckdose kann man das Gerät kaum nutzen. Beim Sufen im Web per WLAN ist nach weniger als zwei Stunden Schluss. Aufgrund des hohen Gewichts betreibt man das Notebook aber wohl ohnehin meistens stationär. Die Akkulaufzeit fällt daher kaum ins Gewicht.

Leider ist der Lüfter des D87 auch im Leerlauf immer sehr deutlich zu. Schon bei geringer Belastung dreht der Ventilator hoch. Unter Volllast wird er sogar richtig laut.

Das Notebook läuft unter Windows 7 Home Premium. Da es sich um die 64-Bit-Version handelt, wird der 4 GByte große Arbeitsspeicher voll ausgenutzt.

Fazit

Dank schneller Komponenten kann das 1999 Euro teure One D87 3D auch aufwendige 3D-Titel in hoher Detailstufe ausführen. In Verbindung mit der mitgelieferten 3D-Brille von Nvidia bietet es ein besonderes Spieleerlebnis. Da das Display nur 1366 mal 768 Pixel und nicht 1920 mal 1080 Pixel auflöst, ist es trotz Blu-ray-Player zum Anschauen von Filmen nicht ideal.

Negativpunkte sind die etwas klobige Bauform, der hohe Energieverbrauch und die Geräuschentwicklung. Da der HDMI-Port nur der Spezifikation 1.3 entspricht, kann eine Blu-ray-Disk nicht in 3D auf einem TV ausgegeben werden.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu One D87 3D: Gaming-Notebook mit 3D-Brille im Test

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *