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Sony Cyber-shot DSC-TX9 im Test: rasante Digicam mit 12-Megapixel-BSI-Sensor

Leistung

Die Sony Cyber-shot DSC-TX9 legt eine ausgezeichnete Performance an den Tag. Bei guten Lichtverhältnissen beträgt die Auslöserverzögerung gerade einmal 0,4 Sekunden. Im Zwielicht verschlechtert sich der Wert auf immer noch gute 0,7 Sekunden. Zwischen zwei Fotos vergehen nur 1,5 Sekunden, mit zugeschaltetem Blitz verlängert sich die Zwangspause auf etwas zähe 3,5 Sekunden. Bis nach dem Betätigen des Anschalters das erste Foto im Kasten ist, dauert es lediglich 1,3 Sekunden.

Der Serienbildmodus erfüllt seine Versprechen voll und ganz. Mit maximaler Feuerrate landen zehn Fotos pro Sekunde auf der Speicherkarte. Allerdings braucht die Kamera danach etwas Zeit zum Verarbeiten der Aufnahmen – etwa zwei bis drei Sekunden pro geschossenem Bild.

Bildqualität

Die Bildqualität der Sony Cyber-shot DSC-TX9 ist typisch für eine Kompaktkamera. Bis ISO 200 sehen die Aufnahmen sehr gut aus, bei höheren Empfindlichkeiten vernichtet die Rauschunterdrückung aber zunehmend mehr Details. Leider sehen die Fotos auch bei der niedrigsten Empfindlichkeit von ISO 125 etwas weich aus. Ein wenig Nachschärfen schadet hier nicht – wahlweise per Bildbearbeitung am Rechner oder mit Hilfe der kamerainternen Unscharfmaske-Funktion.

Mit ISO 400 aufgenommene Bilder fangen an, verschmiert zu wirken. Aber immerhin: Bis einschließlich ISO 800 bleibt die Farbwiedergabe noch sehr gut. Und wer sich an den etwas wie gemalt wirkenden Aufnahmen nicht stört, erhält auch mit dieser Empfindlichkeit noch recht schöne Ausdrucke im 10-mal-15-Zentimeter-Format. Die beiden höchsten Empfindlichkeiten – ISO 1600 und 3200 – eignen sich schließlich nur noch für Notfälle. Die Bilder sehen verwaschen aus und haben alle feinen Details verloren.

Wer auf der Suche nach einer Digitalkamera ist und die Fotos seiner zukünftigen Knipse in Postergröße ausdrucken und aus nächter Nähe bewundern möchte, wird von der TX9 vermutlich enttäuscht sein. Wer dagegen über die etwas weiche Bildwirkung hinwegsehen kann, bekommt eine extrem gut ausgestattete und schlanke Digicam, die auch in schwierigen Aufnahmesituationen unkompliziert ansehnliche Fotos schießt.

Die Qualität des Objektivs ist in Ordnung. Bei voller Ausnutzung des optischen Zooms stellen wir eine sehr schwache kissenförmige Verzeichnung fest. Im Weitwinkel tritt eine leichte, asymmetrische Tonnenverzerrung auf. Die Schärfe der Linse ist in der Mitte ausgezeichnet, lässt zu den Bildecken und -rändern hin aber merklich nach. An Übergängen mit hohen Helligkeitsunterschieden sind nur wenige chromatische Aberrationen zu beobachten. Man muss schon sehr genau hinsehen, um die störenden Farbsäume zu entdecken.

Farbwiedergabe und automatischer Weißabgleich sind hervorragend. Rot- und Blautöne werden zwar nicht ganz so akkurat abgebildet wie die übrigen Farben, aber die Bilder sehen einfach strahlend und lebendig aus. Zudem ist die Farbqualität – wie bereits erwähnt – bis einschließlich ISO 800 noch sehr gut. Die Ausleuchtung der Fotos gelingt ebenfalls zufriedenstellend. Manche Aufnahmen wirken etwas zu unterbelichtet, aber dieses Problem lässt sich per nachträglicher Bildbearbeitung leichter korrigieren als eine Überbelichtung.

Wie die Standbilder wirken auch die Videoclips der TX9 etwas weich. Für eine derart kompakte Digicam gelingen sie aber sehr gut. Die Framerate von 50 Halbbildern pro Sekunde sorgt für weiche Bewegungen bei Actionaufnahmen. Der optische Bildstabilisator leistet gute Dienste. An dedizierte HD-Camcorder kommt die Digicam allerdings dennoch nicht heran.

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CNET.de Redaktion

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