Panasonic Lumix DMC-FS30: Achtfach-Zoom-Digicam mit gutem Preisleistungsverhältnis

von Joshua Goldman und Stefan Möllenhoff am , 14:26 Uhr

Pro
  • einfache Bedienung
  • flexibler Achtfach-Zoom
  • kompaktes Metall-Gehäuse
  • gute Bildqualität
  • günstig
Con
  • rudimentäre Ausstattung
  • keine manuellen Einstellungsmöglichkeiten
Hersteller: Panasonic Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: GUT 7,4 von 10 Punkte
Fazit:

Wer eine günstige Kompaktkamera mit flexiblem Zoomobjektiv sucht, ist bei der Panasonic Lumix DMC-FS30 genau richtig. Wunder darf man hier zwar nicht erwarten, doch für die niedrigen Anschaffungskosten schlägt sich die kleine Knipse durchaus sehr ordentlich.

Die Panasonic Lumix DMC-FS30 kostet weniger als 150 Euro und bringt einen achtfachen optischen Zoom sowie eine HD-Videofunktion in einem kompakten Metallgehäuse mit. Ansonsten gibt es in diesem Preisbereich weder großartige Extrafunktionen noch besonders viele Einstellungsmöglichkeiten. Die Digicam ist eben mehr eine Schnappschusskamera als ein fotografisches Werkzeug. Wie sich die Automatik-Knipse in der Praxis schlägt, zeigt der Testbericht.

Eines vorweg: Wer sich eine Kompaktkamera mit einem 14-Megapixel-CCD-Sensor kauft, wird – egal, ob das Model 100, 150 oder 250 Euro kostet – im Dunkeln keine tollen Fotos schießen. Dafür sind die Pixel auf dem Chip einfach zu klein. Die Digicams eignen sich in erster Linie für Aufnahmen Tageslicht und für weitgehend statische Motive.

Design

Die Panasonic Lumix DMC-FS30 kommt schlicht und zurückhaltend daher. Das in vier verschiedenen Farben erhältliche Metallgehäuse sieht dennoch schick und edel aus. Die Kamera ist immer noch klein genug, um sie in einer Hosentasche unterzubringen. Für die Anschaffungskosten von 140 Euro fühlt sie sich vergleichsweise hochwertig an. Die Digicam liegt gut in der Hand.

Bei der Bedienung gibt es keine Überraschungen. Wer schon einmal eine Digicam in den Händen hatte, kann sofort losknipsen. Oben auf dem Gehäuse finden sich Ein/Aus-Schalter und Auslöser mitsamt Zoom-Ring. Zudem sitzt hier auch ein Knopf zum Aktivieren der intelligenten Automatik (iA). Das Aufnahmeprogramm wählt selbsttätig das zum aktuellen Motiv passendste Szenenprogramm und versucht, verschwommenen, unscharfen und über- beziehungsweise unterbelichteten Fotos entgegenzuwirken.

Das 2,7 Zoll große Display löst nur 320 mal 240 Bildpunkte auf. Nicht viel, aber viel mehr darf man in dieser Preisklasse allerdings nicht erwarten.
Das 2,7 Zoll große Display löst nur 320 mal 240 Bildpunkte auf. Nicht viel, aber viel mehr darf man in dieser Preisklasse allerdings nicht erwarten.

Natürlich könnte man sich darüber beschweren, dass es keine dedizierte Taste für die Videoaufnahme gibt. Aber die iA-Taste dient ja auch zum Wechseln zwischen jedem beliebigen Aufnahmemodus und der intelligenten Automatik. Wer jetzt hauptsächlich mit der Automatikfunktion fotografiert und einmal den Videomodus ausgewählt hat, der springt mit dem iA-Button immer zwischen Automatik-Foto- und Videoaufnahme hin und her.

Auf der Rückseite, an der rechten oberen Ecke des Bildschirms, gibt es einen Schieber zum Umschalten zwischen Aufnahme- und Wiedergabebetrieb. Darunter sitzen ein Mode-Button, ein Vier-Wege-Pad mit Menü/Set-Taste in der Mitte und ein Display– und ein Quick-Menü-Knopf. Die vier Richtungstasten des Vier-Wege-Pads dienen zum Navigieren durch die Menüs und gewähren einen schnellen Zugriff auf die Einstellungen von Belichtung, Blitz, Makromodus und Selbstauslöser.

Mit dem Menü/Set-Button lassen sich Auswahlen bestätigen und das Hauptmenü aufs Display bringen – hier finden sich sowohl aufnahmerelevante Parameter als auch grundlegende Einstellungen der Kamera. Ein Druck auf den Q.Menu-Knopf hingegen ruft ein Schnellmenü auf, das eine Hand voll für die Aufnahme wichtiger Optionen enthält – beispielsweise ISO-Empfindlichkeit und Belichtungsmessung.

Ein Druck auf die mit "iA" beschriftete Taste aktiviert die intelligente Automatik.
Ein Druck auf die mit „iA“ beschriftete Taste aktiviert die intelligente Automatik.

Rechts am Gehäuse gibt es ein kleines Türchen, das den einzigen Anschluss der Kamera beherbergt: einen kombinierten Micro-USB- und AV-Port. Die Fächer für Stromspeicher und Speicherkarte befinden sich hinter einer Klappe auf der Unterseite der Kamera. Die Akkulaufzeit ist mit 300 Fotos sehr ordentlich. Wenn man viel durch die Gegend zoomt und zahlreiche Videos einfängt, verkürzt sich der Wert jedoch entsprechend.

Ausstattung

Beim Preispunkt von 140 Euro darf man nicht besonders viele Zaubertricks und Kunststückchen erwarten. Die Panasonic Lumix DMC-FS30 richtet sich vornehmlich an Schnappschussfotografen, die im Automatikmodus knipsen. Am meisten Freiheiten haben die Fotografen im Normalbild-Modus, der der Programmautomatik bei den meisten Digicams entspricht. Hier lassen sich Fokusmodus, Farben, Weißabgleich, ISO-Empfindlichkeit und Belichtungskorrektur anpassen.

Auf der rechten Gehäuseseite Gehäuseseite bringt Panasonic eine kleine Klappe an, hinter der sich ein kombinierter AV- und USB-Port versteckt.
Auf der rechten Gehäuseseite bringt Panasonic eine kleine Klappe an, hinter der sich ein kombinierter AV- und USB-Port versteckt.

Szenenprogramme sind natürlich ebenfalls an Bord. Unter den insgesamt 24 Stück finden sich sowohl Standards wie Portrait, Sonnenuntergang und Nachtaufnahme als auch exotischere Funktionen wie Hochempfindlichkeit für Nachtaufnahmen und High-Speed-Serienbild – letztere zwei nehmen allerdings nur mit 3 Megapixeln Auflösung auf. Außerdem gibt es auch eine sogenannte MyScene-Option, mit der sich dem Lieblingsszenenprogramm ein etwas schneller erreichbarer Platz in den Menüs zuweisen lässt. Im Videobetrieb fängt die Kamera Bewegtbilder mit 1280 mal 720 Pixeln ein.

Eine vollständige Auflistung aller Funktionen findet sich im Handbuch auf der Webseite des Herstellers [1].

Hersteller Panasonic
Modell Lumix DMC-FS30
Preis 140 Euro
Bildsensor 1/2,3-Zoll-CCD
Auflösung 14 Megapixel
Optischer Zoom 8-fach
Brennweitenbereich 28 – 224 mm
Lichtstärke F3,3 – F5,9
Bildstabilisator optisch
Empfindlichkeiten ISO 80 – 1600
Max. Fotoauflösung 4320 x 3240 Pixel
Max. Videoauflösung 1280 x 720 Pixel @ 30 fps
Dateiformate JPEG (Foto), MJPEG (Video)
Manuelle Einstellungen P
Display 2,7 Zoll
Sucher nein
Zubehörschuh nein
Speichermedien SD, SDHC, SDXC
Stromversorgung Lithium-Ionen-Akku
Akkulaufzeit (CIPA) 300 Fotos
Anschlüsse AV, USB
Abmessungen 10,0 x 5,6 x 2,8 cm
Gewicht 162 g

Leistung

Bei guten Lichtverhältnissen ist die Panasonic Lumix DMC-FS30 ausgezeichnet, in den restlichen Belangen ist die Kamera in puncto Geschwindigkeit eher durchschnittlich. Die Auslöseverzögerung beträgt bei Motiven mit hohen Kontrasten sehr gute 0,4 Sekunden. Im Zwielicht knickt die FS30 allerdings ein und schafft nur noch 0,9 Sekunden. Zwischen zwei Aufnahmen vergehen 2,4 Sekunden, mit hinzugeschaltetem Blitz verlängert sich die Zwangspause auf sehr zähe 5,2 Sekunden.

Bis nach dem Betätigen des Einschalters das erste Bild im Kasten ist, dauert es lediglich 1,4 Sekunden. Mit voller Auflösung schafft die Panasonic FS30 1,1 Fotos pro Sekunde. Nach fünf Aufnahmen in Folge ist allerdings Schluss. Gibt man sich mit 3 Megapixeln zufrieden, schafft die Kamera 4,6 fps. Allerdings ist die Qualität dann eher mäßig und reicht nur noch für sehr kleine Abzüge oder fürs Internet aus.

Bildqualität

Alles in allem ist die Bildqualität der Panasonic Lumix DMC-FS30 sehr gut. Wer seine Fotos allerdings größer als DIN A4 ausdruckt, wird von den Ergebnissen wohl nicht sonderlich begeistert sein. Wie bei den meisten Kameras in dieser Klasse gelingen die Aufnahmen bis einschließlich ISO 200 am besten. Die Detailwiedergabe ist sehr gut, und die Bilder gelingen scharf. Mit ISO 400 geht die Qualität noch in Ordnung, allerdings treten bereits zahlreiche gelbe Farbflecken auf den Bildern auf.

Mit ISO 800 und 1600 eingefangene Bilder sind nicht mehr zu wirklich viel zu gebrauchen – jedenfalls so, wie sie aus der Kamera kommen. Zwar bleiben nach wie vor vergleichsweise viele Details auf den Bildern erhalten, doch das Bildrauschen nimmt stark zu. Zudem treten gelbe Flecken auf den Fotos auf, und es kommt zu einer sichtbaren Farbverschiebung.

Im Weitwinkel ist auf den Fotos eine Tonnenverzerrung sichtbar, im Telebereich tritt eine leichte kissenförmige Verzeichnung auf. Die Schärfe ist in der Bildmitte ausgezeichnet und lässt zu den Ecken hin praktisch nicht nach. Wie bei den meisten Kompaktkameras landen an Übergängen mit hohen Helligkeitsunterschieden violette Farbsäume auf den Bildern. Diese sind allerdings nur bei starker Vergrößerung sichtbar und treten eher im Tele- als im Weitwinkelbereich auf.

Die Farben sehen ansprechend und natürlich aus. Wer auf mehr Sättigung steht, kann den Farbmodus von Standard auf Lebendig umschalten. Der automatische Weißabgleich liefert bei Kunstlicht etwas zu warme Ergebnisse, schlägt sich ansonsten aber recht wacker. Die Ausleuchtung der Fotos gelingt ziemlich gut.

Bei der Videoqualität bewegt sich die Panasonic FS30 auf einem Niveau mit den meisten Pocket Camcordern. Das größte Problem stellen hier die sichtbaren Ruckler bei schnellen Kameraschwenks dar – diese treten allerdings bei den meisten Kompaktkameras auf. Der optische Zoom funktioniert während des Filmens leider nicht, der optische Bildstabilisator hingegen schon.

Fazit

Klar, eine sonderlich spektakuläre oder aufregende Kamera ist die Panasonic Lumix DMC-FS30 nicht. Aber wer eine günstige Schnappschussknipse mit einem flexiblen Objektiv sucht, der ist hier genau richtig. Wie alle Digicams in dieser Klasse eignet sich die FS30 primär für Aufnahmen bei guten Lichtverhältnissen und von weitgehend unbewegten Motiven.

Aufnahmegeschwindigkeit (in Sekunden)
(kürzere Balken bedeuten bessere Leistung)

Zeit bis zur ersten Aufnahme   
Zeit zwischen zwei Aufnahmen (mit Blitz)   
Zeit zwischen zwei Aufnahmen (ohne Blitz   
Auslöse- verzögerung (Zwielicht)   
Auslöse- verzögerung (Tageslicht)   
Fujifilm FinePix JZ500 [3]

2.7 
2.8 
2.8 
0.6 
0.4 
Panasonic Lumix DMC-FS30

1.4 
5.2 
2.4 
0.9 
0.4 
Sony Cyber-shot DSC-W370 [4]

2.3 
4.2 
1.9 
1.6 
0.8 

Serienbildgeschwindigkeit (in Fotos pro Sekunde)
(längere Balken bedeuten bessere Leistung)
Panasonic Lumix DMC-FS30

1.1 

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/41539268/panasonic-lumix-dmc-fs30-achtfach-zoom-digicam-mit-gutem-preisleistungsverhaeltnis/

URLs in this post:

[1] Handbuch auf der Webseite des Herstellers: http://www.panasonic.de/html/de_DE/Produkte/Lumix+Digitalkameras/Stylish+Weitwinkel+FX-FS-FP/DMC-FS30/Handb%C3%BCcher/3294219/index.html?trackInfo=true

[2] Beispielfotos: die Bildqualität der Panasonic Lumix DMC-FS30: https://www.cnet.de/41539271/beispielfotos-die-bildqualitaet-der-panasonic-lumix-dmc-fs30/?pid=1#sid=41539268

[3] Fujifilm FinePix JZ500: https://www.cnet.de/tests/digicam/41531926/fujifilm_finepix_jz500_im_test_kompakte_superzoom_kamera_fuer_wenig_geld.htm

[4] Sony Cyber-shot DSC-W370: https://www.cnet.de/tests/digicam/41531123/sony_cyber_shot_dsc_w370_top_ausstattung__aber_maessige_bildqualitaet.htm