Leistung

Viele Bridgekameras mit zoomstarken Objektiven haben einen gravierenden Nachteil: Sie sind quälend langsam. Was den subjektiven Eindruck angeht, schlägt sich die Panasonic Lumix DMC-FZ100 hier vergleichsweise gut. Und auch die Messwerte bestätigen die gefühlt vergleichsweise hohe Geschwindigkeit.

Bis die Kamera nach dem Einschalten das erste Foto aufgenommen hat, vergehen rund 1,5 Sekunden. Zwischen jedem weiteren JPEG-Foto genehmigt sich die Kamera eine Verschnaufpause von 1,0 Sekunden, im RAW-Modus sind es 1,1 Sekunden. Wer die RAW-Bilder direkt nach der Aufnahme betrachten möchte, muss sich allerdings etwas gedulden. Die FZ100 puffert die Daten zwischen und benötigt etwa 2 bis 4 Sekunden pro RAW-Foto, bis der Wiedergabemodus bereit ist. Mit zugeschaltetem Blitz liegt die Zwangspause in beiden Fällen bei durchschnittlich 1,8 Sekunden.

Die Auslöseverzögerungen bewegen sich ebenfalls auf einem sehr guten Niveau. Bei kontrastreichen, hellen Motiven benötigt die Lumix DMC-FZ100 zum Fokussieren und Aufnehmen der Bilder 0,5 Sekunden. Im Zwielicht verschlechtert sich der Wert auf immer noch vergleichsweise flotte 0,8 Sekunden. Die Auslöseverzögerungen lässt sich beschleunigen, indem man den kontinuierlichen Autofokus aktiviert – die Kamera versucht dann ständig, auf das Motiv scharfzustellen und verkürzt so die Wartezeiten nach dem Betätigen des Auslösers beträchtlich.

Bildqualität

Wer sich eine Kamera für 100 Euro kauft, erwartet keine gewaltige Bildqualität. Bei 500 Euro sieht das allerdings ganz anders aus – schließlich wechseln in dieser Preisklasse bereits DSLRs den Besitzer. Hier geht der Großteil der Anschaffungskosten für einen großen Bildsensor und ein vergleichsweise wenig flexibles, aber dafür hochwertiges Objektiv drauf. Bei Bridgekameras in diesem Preisbereich hingegen zahlen Käufer sehr viel für die Features und die extrem stark vergrößernde Optik. Doch der lichtempfindliche Chip bewegt sich nach wie vor auf dem Niveau von Kompaktkameras. Ein 24-facher optischer Zoom ließe sich schlicht und ergreifend nicht in dem kompakten Format und für diesen niedrigen Preis mit einem großen Sensor realisieren. Per se ist das nichts schlechtes, aber man sollte sich eben vor dem Kauf darüber im Klaren sein, wo die Prioritäten liegen.

Die Panasonic Lumix DMC-FZ100 verhält sich bei der Bildqualität wie die meisten Digicams mit kleinem Sensor: Fotografiert man mit niedrigen Empfindlichkeiten bei Sonnenlicht, gelingen schöne Aufnahmen. Sobald sich die Lichtverhältnisse allerdings verschlechtern und höhere ISO-Werte vonnöten sind, um verwacklungsfreie Bilder einzufangen, steigt das Rauschen deutlich an. Zwar steuert die Kamera dann mit Rauschunterdrückungsalgorithmen entgegen, doch diese verringern die Störungen durch ein Weichzeichnen – und damit gehen Details verloren.

Mit ISO 100 und 200 gelingen die Fotos recht schön. Allerdings treten auch hier bereits Artefakte auf, und die Aufnahmen weisen leichte, gelbliche Farbflecken auf. Mit ISO 400 vernichtet die Rauschunterdrückung bereits zahlreiche Details, mit ISO 800 verstärken sich die gelben Flecken drastisch, und die meisten Feinheiten gehen verloren. Angesichts der Tatsache, dass man in normal beleuchteten Räumen meistens mit ISO 400 und aufwärts fotografiert, ist das etwas enttäuschend. ISO 1600 eignet sich nur noch für Notfälle. Gleiches gilt auch für Aufnahmen mit ISO 3200 und ISO 6400, die mit reduzierter Auflösung im Kasten landen.

Der Weißabgleich liefert im Allgemeinen recht gute Dienste, sorgt bei Innenaufnahmen unter Kunstlicht allerdings für etwas zu warme Farben. Alles in allem wirken die Fotos sehr ansehnlich, machen allerdings einen für diese Kameraklasse typischen, etwas platten Eindruck. Die Ausleuchtung der Fotos gelingt im Allgemeinen recht gut, gelegentlich gibt es allerdings mal den einen oder anderen Ausreißer in Richtung Über- oder Unterbelichtung.

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