Die zweite Hälfte der Konfiguration sollte theoretisch ähnlich einfach ablaufen. Damit Handys, Notebooks und Sling Catcher (das Gegenstück, quasi der Empfänger der Slingbox) auf das eigene TV-Signal zugreifen können, muss die Firewall des DSL-Routers entsprechend eingestellt werden – ansonsten blockt sie die Verbindungsanfragen nämlich ab. Theoretisch wählt der Anwender dafür nur Hersteller und Modell seines Routers aus, gibt das Zugangspasswort an, und der Konfigurationsassistent der Slingbox übernimmt den Rest. Genau in unserem Fall hat das aber bei einem D-Link-Router nicht funktioniert.

So viel Pech ist wohl nicht üblich, aber wer ein ähnliches Problem hat, kann die entsprechenden Einstellungen auch händisch vornehmen. Die Konfiguration ist aber relativ komplex. Wer nicht weiß, was er tut, sollte also besser einen Blick in die Anleitung des Routers werfen – oder noch besser, nach einer entsprechenden Anleitung im Internet suchen.

Vier Wege führen zum Bild

Wenn es um die Flexibilität geht, macht der Slingbox kaum einer etwas vor. Wer auf sein privates TV-Programm zugreifen möchte, kann das von jedem Computer aus erledigen – Voraussetzung ist nur ein Internet Explorer oder ein Firefox. Man surft auf die Sling-Webseite, loggt sich ein und sieht Sekunden später das TV-Bild, das im Wohnzimmer aus dem Anschluss kommt. Auch dann, wenn man sich gerade beruflich in London, New York oder Peking aufhält.

Alternativ zum Browser-Plugin gibt es eine Software, die man auf dem PC oder Notebook installiert. Das ist in Anbetracht des guten Browser-Plugins zwar eigentlich nicht nötig, hat aber ein paar Vorteile. Zum einen reagiert das Programm gefühlt deutlich schneller als der Browser, und zum anderen gibt es ein paar Zusatzfunktionen. So bleibt der Sling Player beispielsweise auf Wunsch dauernd im Vordergrund – praktisch, wenn man nebenbei noch arbeitet. Oder arbeiten müsste. Außerdem ist die Software auch für Macs erhältlich.

Wer das TV-Signal auf einen anderen Fernseher, etwa im Schlafzimmer oder im Ferienhaus in Florida, transportieren möchte, kann auf den Sling Catcher zurückgreifen – eine kleine Kiste, die wie das Gegenstück zur Slingbox direkt am Fernseher angeschlossen wird und eine Fernbedienung mitbringt. Billig ist der Spaß zwar nicht: Bei Amazon kostet der Empfänger 270 Euro. Wenn der Nachwuchs dafür aber im Urlaub seine Lieblingssendung in deutscher Sprache gucken kann, ist es das aber unter Umständen Wert. Und wenn man Zugriff auf die Bundesliga hat, auf jeden Fall.

Die letzte Möglichkeit ist eine Handy-App namens Sling Mobile. Damit wandert das Bild via Web direkt aufs iPhone, auf den Blackberry oder auf Smartphones mit Android- oder Symbian-Betriebssystem. Das dürfte wohl einer der interessantesten Einsatzzwecke der Slingbox sein. Bundesliga im Biergarten? Perfekt! Leider haben die Handy-Apps einen großen Nachteil, und das ist der Preis. Zwischen 20 und 25 Euro kostet die App – ganz schön viel im Vergleich zu den meisten Programmen, die sich so in den Stores und Markets tummeln.

Aber ganz im Ernst: Das Geld ist gut investiert. Wir haben den Sling Player Mobile für Android getestet. Die Bildqualität ist mehr als zufriedenstellend auf dem Handy-Diplay, und vor allem über WLAN gibt es keinerlei Ruckler oder Aussetzer. Auch über UMTS kann man wichtige Ereignisse und spannende Serien mehr als zufriedenstellend verfolgen – ganz so flüssig ist das Bild dann aber nicht mehr. Außerdem sollte man vor der Nutzung unbedingt seinen Datentarif checken und auf Roaming im Ausland unbedingt verzichten – denn die so resultierende Rechnung könnte locker das Jahresgehalt eines Durchschnittsverdieners sprengen.

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