Notebook-Kaufberatung: von Prozessor und Grafik bis Display und Ausstattung

Gehäuse, Mausersatz und Tastatur

Ob der häufig bei Consumer-Geräten eingesetzte Klavierlack gut aussieht, muss jeder für sich entscheiden. Praktisch ist er erfahrungsgemäß nicht: Die im täglichen Einsatz unvermeidlichen Gebrauchsspuren wie Fingerabdrücke, Reste von Getränken und kleine Kratzer werden darauf schnell sichtbar. Manche Hersteller liefern sogar gleich ein Putztuch mit. Will man das Gerät also nicht ständig mit Samthandschuhen anfassen, sollte man sich für eine matte Lösung entscheiden, die auf den ersten Blick vielleicht nicht ganz so sexy ist – auf den zweiten Blick und im harten Alltagseinsatz aber häufig sinnvoller ist.

Bei der Verarbeitung gibt es große Unterschiede: Schwachpunkte sind oft die Aufhängung des Displays und ein zu instabiler Rahmen. Wirkt das Gerät nicht solide, sollte man die Finger davon lassen. Die Belastung durch mehrjährigen Gebrauch ist nicht zu unterschätzen, und nichts ist ärgerlicher, als Risse im Gehäuse oder ein klappriger Displayrahmen. Ein schöner Test im Laden ist es, das Notebook mit aufgeklapptem Display ganz vorne links oder rechts an der Ecke zu greifen und hochzuheben – dabei sollte es nicht nachgeben und nicht knarzen.

Ein kritischer Punkt ist die Tastatur. Nicht alle Modelle auf dem Markt bieten den gewünschten Schreibkomfort. Business-Notebooks sind hier meist besser als ihre Consumer-Pendants. Derzeit breiten sich vor allem Tastenfelder im MacBook-Stil aus, also vergleichsweise flache Tasten mit eher großem Abstand. Das mag Nutzern herkömmlicher Tastaturen auf Anhieb merkwürdig und gewöhnungsbedürftig vorkommen, funktioniert aber in der Praxis erstaunlich gut. Dennoch geht hier nichts über einen persönlichen Tipp-Test – und zwar am Besten nicht im Stehen, sondern direkt am Schreibtisch.

Große Unterschiede gibt es vor allem beim Touchpad. Multitouch ist hier ein nettes Extra, je größer die Fläche, umso besser. Auch die Maustasten sind von entscheidender Bedeutung. Uns gefallen zwei mechanische Tasten unterhalb des berührungssensitiven Bereichs am besten. Wippschalter haben meist einen etwas merkwürdigen Druckpunkt, und wenn sich die Tasten links und rechts vom Touchpad befinden, ist das zumindest gewöhnungsbedürftig – aber auch dieser Punkt ist natürlich Geschmackssache.

MacBook TouchPad
Beim MacBook ist das gesamte Touchpad eine mechanische Taste.

Fazit

Notebookkäufer sollten sich mit der Kaufentscheidung Zeit lassen und sich die infrage kommenden Geräte selbst ansehen. Denn die Investition einiger hundert oder gar tausend Euro soll sich nicht zu einem Ärgernis entwickeln, und der mobile Rechner wird üblicherweise für die nächsten Jahre ein ständiger Begleiter.

Aufgrund von anstehenden Neuerungen wie der Einführung einer neuen Prozessorgeneration oder von SSDs anstelle mechanischer Festplatten sollte man sich nicht unbedingt von einem Kauf abhalten lassen – mit diesem Argument käme man ansonsten nie zu einem neuen Rechner. Die flächendeckende Einführung von Blu-ray-Laufwerken oder -Brennern steht ebenso unmittelbar bevor wie vor einigen Monaten noch die Einführung von Windows 7.

Wer sich im Voraus Gedanken macht und unsere Tipps beachtet, wird aber sicherlich die richtige Entscheidung treffen. Und falls nicht, gibt es immer noch eBay.

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