Notebook-Kaufberatung: von Prozessor und Grafik bis Display und Ausstattung

Notebook, Subnotebook oder Netbook?

Sollte die Entscheidung jetzt schon für ein MacBook gefallen sein, sind die kommenden Punkte nur noch wenig relevant – denn Apple fährt traditionell die Taktik Friss oder stirb. Besondere Ausstattungsmerkmale, AMD-Prozessoren oder ein spezieller Festplattenhersteller gewünscht? Gibt es nicht. Das macht die Sache leicht, wenn man sich auf Apple einlässt. Wer doch lieber beim PC bleibt, muss sich nun entscheiden: Soll es ein Notebook, ein Subnotebook oder ein Netbook werden?

Zwar ist die Aussicht, für gut 299 Euro ein im Prinzip vollwertiges Notebook mit geringen Abmessungen zu bekommen, für viele verlockend. Netbook-Käufer müssen aber auch deutliche Abstriche bei der Leistung in Kauf nehmen. So mancher Kunde ist mit seinem Gerät auf Dauer nicht zufrieden.

Hardwareseitig sind die kompakten Geräte eine Reise in die Vergangenheit: Der Atom-Chip von Intel ist auch deshalb so stromsparend und günstig herzustellen, weil Features wie Out of Order Execution und große Caches weggelassen wurden. Die zweite Atom-Generation N450 arbeitet zwar etwas stromsparender, aber nicht schneller. Intel will so den Abstand zu den teureren und margenträchtigeren Geräten mit Ultra-Low-Voltage-CPU halten.

Der Atom ist mit seinen 1,66 GHz nicht nur niedriger getaktet, sondern bringt pro Takt auch circa ein Drittel weniger Leistung als ein Core iX. Zum Surfen und Musikhören sind die Geräte zwar schnell genug, ambitioniertere Aufgaben wie Bildbearbeitung machen mit einem Netbook aber keinen Spaß.

Eine Einschränkung beim Surfen ist zudem die übliche Auflösung des Displays von nur 1024 mal 600 Bildpunkten. Auf den meisten Websites muss man in vertikaler Richtung häufig scrollen, was den Komfort merklich mindert. Mittlerweile gibt es vermehrt 10,1- oder 11,6-Zoll-Geräte mit 1366 mal 768 Bildpunkten, man sollte aber selbst ausprobieren, ob einem die Darstellung nicht zu klein ist.

Eine gute Alternative sind Notebooks mit Intels Ultra-Low-Voltage-CPU, beispielsweise das Acer TravelMate Timeline X 8172-33U2G16N. Es bietet für 570 Euro einen flotten Core-i3-Dual-Core mit 1,2 GHz und Intels aktuelle Notebook-Grafik Graphics HD. Der 11,6-Zoll-Screen löst 1366 mal 768 Bildpunkte auf. Der 6-Zellen-Akku versorgt das Gerät rund sechs Stunden mit Strom. Dabei ist es nur wenig größer und schwerer als ein Netbook und verzichtet auf ein optisches Laufwerk.

Die Größe eines Notebooks hängt maßgeblich von der Diagonale des Displays ab. Geräte mit 17, 19 oder 20 Zoll eignen sich hervorragend als Desktop-Ersatz, der einen auch mal in die Zweitwohnung, zu Freunden oder an einen anderen Arbeitsplatz begleitet. Die Ausstattung ist meist voll multimediatauglich, die Akkulaufzeit aufgrund stromhungriger Komponenten eher kurz.

Wer wirklich mobil arbeiten möchte, sollte sich nach einer Maschine der 13-, 14- oder 15-Zoll-Klasse umsehen. Solche Geräte sind ausreichend portabel, ermöglichen bequemes Arbeiten und bieten meist auch eine hohe Leistung.

Für Anwender, die den kompletten Funktionsumfang eines PCs benötigen, aber trotzdem auf geringe Abmessungen und niedriges Gewicht großen Wert legen, sind Geräte mit 11-, 12- oder 13-Zoll-Displays zu empfehlen. Da in diesem Segment Hitzeentwicklung und Stromverbrauch eine tragende Rolle spielen, kommen bei CPU, Grafik & Co. meist etwas schwächere Komponenten zum Einsatz.

Wenn Displaygröße und -auflösung dann in der Praxis doch nicht ausreichen, ist der Anschluss eines externen Monitors möglich – zumindest bei stationärem Einsatz auf dem Schreibtisch. 23-Zoll-Modelle mit 1920 mal 1080 Pixeln Auflösung (Full HD) sind für weniger als 200 Euro zu haben. LCDs dieser Größe sollten für eine optimale Darstellung digital per DVI oder HDMI angesteuert werden. Eine digitale Anschlussmöglichkeit ist daher Pflicht. Mittlerweile verfügen die meisten Notebooks über einen HDMI-Port. Ein Adapter ermöglicht den Anschluss eines DVI-Monitors.

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