Notebook-Kaufberatung: von Prozessor und Grafik bis Display und Ausstattung

Grafik

Zwar differiert die Rechenleistung von CPUs teils erheblich, die Performance ist aber insgesamt auf einem so hohen Niveau, dass die Unterschiede nicht mehr so stark ins Gewicht fallen. Bei der Umwandlung eines Videos wartet man dann eben statt 10 Minuten 12 oder 13.

Bei den GPUs, also den Grafikprozessoren, ist das völlig anders: Manche Lösungen bieten die dreifache oder vierfache Leistung. Das entscheidet darüber, ob man moderne 3D-Games noch flüssig spielen kann, oder ob man eine Diashow in schlechter Qualität bekommt.

Letzteres ist bei den Chipsatz-Grafiklösungen der Fall. Zwar ist AMDs Mobility-Radeon-4200-Einheit etwas schneller als Intels Graphics HD, wenn es um aufwändige 3D-Spiele geht, hat man hier aber nur die Wahl zwischen zu langsam und viel zu langsam. Für alle anderen Aufgaben reicht die Chipsatz-Grafik aber aus.

Auf dem deutschen Markt sind zumindest im Consumer-Segment fast alle Notebooks mit einem diskreten Grafikchip ausgerüstet. Zusätzlich zur Chipsatz- oder CPU-Grafik ist hier dann eine weitere Lösung von ATI/AMD oder Nvidia verbaut, die deutlich mehr Leistung bringt.

Die Angebote von AMD/ATI und Nvidia

AMD, die Marke ATI wird offiziell beerdigt, hat schon seit einiger Zeit seine Mobility-Radeon-5000-Serie im Angebot, die auch Microsofts DirectX 11 unterstützt. Den Einstieg bilden die Chips der 5400-Serie. Wer auf 3D-Spiele Wert legt, sollte aber mindestens eine GPU der 5600-Serie im Notebook haben. Diese Chips sind relativ weit verbreitet. Grafische Höchstleistungen bieten die GPUs der 5800-Serie.

Nvidia ist derzeit dabei, seine Produktpalette auf DirectX 11 umzustellen. Notebooks mit GPUs der Geforce-400M-Serie sind noch relativ rar. Bislang decken die Karten nur das Mainstream- (Geforce GT 415M bis 445M) beziehungsweise High-End-Segment (Geforce GTX 460M bis 480M) ab.

Weit verbreitet sind dagegen Notebooks mit Geforce-300M-GPUs. Dein Einstieg bilden die 310M und die 320M, im mittleren Segment positioniert Nvidia sind die 330M und 335M. Hier können Gamer zugreifen. Die 360M deckt das High-End-Segment ab. Anwender, für die Spielen eine der wichtigsten Tätigkeiten am Rechner ist, sollten sich mit der GPU genau befassen.

Mit Nvidias Optimus-Technik hat das Thema Hybrid-Grafik neuen Schwung bekommen. Hybrid-Grafik bedeutet, dass neben der langsamen, aber stromsparenden Chipsatz-Grafik ein weiterer Grafikprozessor integriert ist, auf den man bei anspruchsvollen Aufgaben umschalten kann. Man bekommt also je nach Bedarf eine lange Akkulaufzeit oder eine hohe Leistung.

Vor Optimus verlief der Wechsel manuell, das heißt, man musste einen Schalter betätigen. Manche Notebooks konnte man auch so einstellen, dass beim Akkubetrieb immer die Chipsatz-Grafik aktiv ist. Jeder Schaltvorgang war mit einem Flackern des Displays verbunden. Optimus beseitigt nicht nur das Flackern, sondern automatisiert auch den Wechsel. Die schnelle GPU wird profilbasiert immer dann zugeschaltet, wenn eine leistungshungrige Anwendung läuft. Schließt man sie, wird die GPU wieder abgeschaltet. Der Vorgang dauert nur wenige Millisekunden und ist für den Anwender nicht spürbar. Optimus hat in mehreren Tests einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen.

AMD ist bei der Einführung von DirectX 11 zwar deutlich weiter, bei der Hybrid-Grafik hinkt das Unternehmen aber hinterher. Notebooks mit AMD-Grafik werden nach wie vor manuell geschaltet.

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