Tiefeneffekt fürs Heimkino: 3D-Projektoren mit Full-HD-Auflösung

Sony VPL-VW90ES

Mit seinem VPL-VW90ES schickt auch Sony einen 3D-Projektor mit Full-HD-Auflösung ins Rennen. Das 6800 Euro teure und ab Mitte November erhältliche Gerät löst sowohl im zweidimensionalen als auch im dreidimensionalen Modus 1920 mal 1080 Bildpunkte auf. Wie JVC nutzt der Hersteller die LCoS-Technik. Allerdings nennt Sony die drei Chips im Inneren des Projektors nicht D-ILA, sondern SXRD. Das Prinzip bleibt jedoch gleich. Das Licht wird in die Grundfarben aufgeteilt, mit Bildinformationen versehen und ausgegeben. Auch die Technik zum Generieren des Tiefeneffekts ist identisch. Allerdings erreichen die LCoS-Chips im Inneren des VPL-VW90ES mit 240 Hz die doppelte Wiederholrate. So bleiben bei der dreidimensionalen Darstellung für jedes Auge satte 120 Hz übrig. Das verbessert die Bewegungsschärfe und verhindert Flimmern sowie Ruckler.

Der Sony VPL-VW90ES stellt nicht nur 3D-Filme mit dritter Dimension dar. Er wandelt auch zweidimensionales Material mit Hilfe von Tricks in räumliche Bilder um.
Der Sony VPL-VW90ES stellt nicht nur 3D-Filme mit dritter Dimension dar. Er wandelt auch zweidimensionales Material mit Hilfe von Tricks in räumliche Bilder um.

Dafür kann der Sony-Projektor in puncto Helligkeit nicht ganz mit seinen Rivalen mithalten. Er schafft nur 1000 ANSI-Lumen. Das genügt zwar für 2D, durch den Lichtverlust im 3D-Modus ist das Bild jedoch nur bei abgedunkeltem Heimkino genießbar. Zum Kontrast macht der Hersteller nur eine schwammige Angabe: Die dynamische Kontrastrate soll bei 150:000:1 liegen. Die Erfahrung zeigt, dass der native Wert meist weit geringer ausfällt. Dafür hat der Sony alle wichtigen Anschlüsse an Bord und glänzt mit einem geringen Betriebsgeräusch und drei Jahren Garantie. Darüber hinaus sitzt der 3D-Transmitter im Projektorgehäuse, und Sony legt zwei Brillen bei. Für jede weitere Sehhilfe fallen rund 95 Euro an. Und der VPL-VW90ES bietet noch ein Schmankerl: Er ist in der Lage, zweidimensionales Material um eine dritte Dimension zu erweitern. Der Projektor errechnet aus Schatten, Fokus und anderen Informationen im Bild der Lieblings-DVD die Bildtiefe und bringt den alten Film so in ganz neuem Glanz auf die Leinwand.

LG CF3D

Dieser Projektor ist nichts für schlanke Bankkonten: Die Polarisationstechnik des CF3D macht den LG-Beamer zum teuren Vergnügen. Obwohl das Gerät bereits mehr als einen Monat auf dem Markt ist, liegt der Preis immer noch bei stolzen 11.400 Euro. Für dieses Geld bekommt man einen nagelneuen Opel Corsa. Hinzu kommen noch die nicht zu verachtenden Kosten für eine spezielle Silver-Screen-Leinwand. Allerdings rechtfertigt der LG seinen Preis – zumindest in der Theorie. Schließlich stecken in seinem Gehäuse eigentlich zwei Beamer. Es kommen ebenfalls LCoS-Panels zum Einsatz, jedoch sind es hier sechs anstatt drei wie bei seinen Konkurrenten – eben doppelt so viele.

Teuer, groß und edel: LGs CF3D vereint zwei Beamer in einer schicken Hülle.
Teuer, groß und edel: LGs CF3D vereint zwei Beamer in einer schicken Hülle.

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