Kaufberatung Kompaktkameras: Sensor, Objektiv und Ausstattung – darauf kommt es an

von Stefan Möllenhoff am , 18:00 Uhr

Wer sich eine Kompaktkamera kaufen möchte, steht vor der Qual der Wahl. Ein Preisvergleichsdienst im Internet spuckt knapp 900 Treffer aus: Von 15 bis 750 Euro ist alles geboten. Zig Megapixel, gigantischer Zoom, moderner Bildsensor, hochauflösende Videos & Co – aber worauf kommt es wirklich an? Wir erklären die wichtigsten Ausstattungsmerkmale von Digicams.

Welche ist die beste Kompaktkamera? Diese Frage lässt sich leider nicht pauschal beantworten. Denn jeder Fotograf setzt seine Prioritäten woanders, jeder Fotograf hat andere Motive im Visier. Wer primär Berge fotografiert, muss sich um schnelle Serienbildmodi und Videofunktionen keine Gedanken machen. Wer hingegen von Party zu Party springt und dort alles und jeden ablichtet, braucht eine schnelle und für Nachtaufnahmen geeignete Digicam. Ein zentraler Aspekt ist der verbaute Bildsensor – also der Chip, der das einfallende Licht einfängt, in elektronische Signale umwandelt und an den Bildprozessor weiterreicht. Dieser schreibt das Foto schließlich auf die Speicherkarte.

Bildsensor

Wie viele Megapixel brauche ich? Die Antwort ist einfach: Megapixel sind bei Kompaktkameras völlig egal. Sicherlich gibt es gute Gründe, wieso Profi-Modelle 20, 40 oder 60 Megapixel auflösen. Aber bei einer kompakten Knipse sind 14 Megapixel nicht besser als 10. Eher im Gegenteil. Denn je mehr Pixel sich auf einen Sensor quetschen, desto weniger Fläche steht jedem einzelnen Bildpunkt zur Verfügung. Damit ist eine höhere Ausleseempfindlichkeit vonnöten, und es treten mehr Störungen beziehungsweise Bildfehler auf. Canon beispielsweise fährt bei seinen anspruchsvollen Kompaktkameras der G-Serie die Auflösung sogar wieder herunter. Bot der Sensor der PowerShot G10 [1] (2008) noch 14,6 Megapixel, so gibt es bei den Nachfolgerinnen G11 [2] und G12 [3] (2009 und 2010) „nur“ noch 10 Millionen Bildpunkte. Reicht völlig aus.

Viel wichtiger als die Auflösung ist die Größe des Bildsensors. Bei aktuellen Kompaktkameras kommen (mit ganz wenigen Ausnahmen) zwei verschiedene Größen zum Einsatz: 1/2,3 Zoll und 1/1,7 Zoll. Ein 1/2,3-Zoll-Sensor misst typischerweise 6,2 mal 4,6 Millimeter und bietet damit etwa ein Viertel der Fläche eines Fingernagels. 1/1,7-Zoll-Chips sind mit zumeist 7,6 mal 5,7 Millimetern etwa 50 Prozent größer und bieten somit mehr Platz für einfallendes Licht. Insbesondere im Halbdunkel sind die etwas größeren Sensoren ihren kleineren Kollegen einen Schritt voraus.

Dieses Bild zeigt einen maßstabsgetreuen Vergleich zwischen den beiden bei Kompaktkameras üblichen Sensorgrößen.
Dieses Bild zeigt einen maßstabsgetreuen Vergleich zwischen den beiden bei Kompaktkameras üblichen Sensorgrößen.

Weiterhin lassen sich die Sensoren in CMOS- und CCD-Chips unterteilen. Alle derzeit verbauten 1/1,7-Zoll-Lichtfänger setzen auf die CCD-Technologie, bei den kleineren 1/2,3-Zoll-Chips kommen beide Varianten zum Einsatz. CMOS-Sensoren sind bei Spiegelreflexkameras schon die Regel, bei Kompaktknipsen aber erst seit etwa einem Jahr auf dem Vormarsch. Sie sind derzeit noch teurer als ihre CCD-Konkurrenten, bieten allerdings einen entscheidenden Vorteil: Geschwindigkeit.

Kompaktkameras mit CMOS-Sensoren nehmen Videos in Full-HD-Auflösung oder mit 1000 fps auf, schießen bis zu elf 14-Megapixel-Fotos pro Sekunde und fangen 3D-Panoramen mit einem lockeren Schwenk aus dem Handgelenk ein. Ein einziger Druck auf den Auslöser reicht, und die Kamera kombiniert in schneller Serie geschossene Aufnahmen miteinander, um HDR-Bilder oder rauschfreie Nachtaufnahmen zu erzeugen. Beeindruckend, aber eben noch vergleichsweise teuer. Nahezu jeder große Kamera-Hersteller hat inzwischen mindestens eine Digicam mit einem solchen Bildsensor im Angebot. In der Regel stammen die 10-Megapixel-CMOS-Chips von Sony [4], Panasonic entwickelt beispielsweise jedoch eigene CMOS-Sensoren mit 14,6 Megapixeln. Mit der WX5 [5] und der TX9 [6] hat Sony kürzlich die ersten beiden Digicams mit dem neuen 12-Megapixel-CMOS-Sensor auf den Markt gebracht.

Sony Cyber-shot DSC-TX9: Dieser Winzling hier schießt zehn 12-Megapixel-Fotos pro Sekunde, nimmt Full-HD-Videos auf und fängt 3D-Panoramen mit einem einzigen Kameraschwenk ein.
Sony Cyber-shot DSC-TX9: Dieser Winzling hier schießt zehn 12-Megapixel-Fotos pro Sekunde, nimmt Full-HD-Videos auf und fängt 3D-Panoramen mit einem einzigen Kameraschwenk ein.

Wer sich hohe Serienbildgeschwindigkeit, exotische Spielereien und hochauflösende Videos wünscht, braucht eine Kamera mit CMOS-Sensor. Wer sich für ein solches Modell interessiert, findet in unserem Special Digicams mit BSI-CMOS-Sensoren [7] mehr Informationen. Steht dagegen die Bildqualität im Vordergrund oder sollen auch bei schwierigen Lichtverhältnissen noch Aufnahmen ohne Blitz gelingen, sollte die Digicam einen CCD-Chip der Größe 1/1,7 Zoll (beziehungsweise 1/1,63 Zoll bei Panasonics Lumix DMC-LX5 [8]) mitbringen. Wer sparen möchte, oder den Fokus auf extreme Vergrößerungsstufen legt, wird wohl bei einer Kompaktkamera mit 1/2,3-Zoll-CCD-Sensor landen.

Objektiv

Vor dem Bildsensor sitzt das Objektiv. Es leitet das Licht auf den CCD- oder CMOS-Chip weiter und ermöglicht dem Fotografen mittels optischem Zoom eine Wahl des Bildausschnitts. Fürs Bergpanorama eignet sich der Weitwinkel, für Nahaufnahmen von entfernten Gemsen kommt der Telebereich zum Einsatz. Bei den „weitwinkeligsten“ – also panoramafreundlichsten – Kameras auf dem Markt beginnt der Brennweitenbereich bei 24 Millimetern. Die Vergrößerungsspezialisten kommen im Telebereich auf 840 Millimeter. Was bedeuten diese Zahlen? Die aktuell gewählte Brennweite einer Kamera ist indirekt proportional zum Bildwinkel, also dazu, wieviel vom Motiv auf dem Bild landet. Die derzeit vergrößerungsstärkste Kamera ist die Canon PowerShot SX30 IS [9]: Ihr Brennweitenbereich reicht von 24 bis 840 Millimetern. 840 Millimeter geteilt durch 24 Millimeter ist gleich 35: Die Kamera verfügt über einen 35-fachen optischen Zoom. Die folgenden Fotos zeigen, wie sich verschieden starke Zooms auf die Praxis auswirken.

Dieses Bild verdeutlicht, wie viel Flexibilität ein 5-facher, ein 12-facher und ein 35-facher optischer Zoom bieten. [10]
Dieses Bild verdeutlicht, wie viel Flexibilität ein 5-facher, ein 12-facher und ein 35-facher optischer Zoom bieten.

Ein gigantischer Zoom scheint sicherlich auf den ersten Blick attraktiv. Allerdings gibt es zwei Dinge zu bedenken: Die Fotoqualität beziehungsweise die Bildschärfe lässt bei den extrem hohen Brennweiten meist sehr stark nach. Und zudem sind die Modelle mit den flexiblen Objektiven sehr sperrig. Die vergrößerungsstärkste und zugleich noch hosentaschentaugliche Kompaktkamera ist derzeit die Samsung WB650 [11] mit einem 14-fachen optischen Zoom.

Zoomstarke Objektive mit mehr als siebenfacher optischer Vergrößerung finden sich lediglich bei Kameras mit Sensoren im 1/2,3-Zoll-Format. Die größeren 1/1,7-Zoll-Chips erfordern eine aufwändigere Linsenkonstruktion – die Kompaktkameras wären dann alles andere als kompakt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt für die Optik ist die größte Blendenöffnung. Sie wird meist in F-Nummern angegeben und sagt aus, wie viel Licht durch die Optik auf den Bildsensor trifft. Ein durchschnittlicher Wert ist hier F3,5, bessere Modelle bieten F2,8, die lichtstärkste Kompaktkamera ist derzeit die Samsung EX1 [12] mit einer größten Blende von F1,8. Je kleiner der Wert, desto besser. Die Angabe findet sich in der Regel auf dem Objektiv und wird dort meist in der Form 1:2,8 – 5,7 oder dergleichen angegeben. 1:2,8 beziehungsweise F2,8 ist die Lichtstärke des Objektivs im Weitwinkel, 1:5,7 respektive F5,7 die größte Blendenöffnung bei maximaler Brennweite, also maximalem Zoom. Die Lichtstärke von Optiken verschlechtert sich immer mit zunehmender Zoomstufe der Optik.

Die Lichtstärke steigt nicht linear mit kleineren Blendenzahlen, sondern verändert sich nach der sogenannten Blendenreihe. Bei F2,0 gelangt doppelt so viel Licht auf den Bildsensor wie bei F2,8, viermal so viel wie bei F4,0 und achtmal so viel wie bei F5,6. Das bedeutet, dass bei F2,0 die halbe beziehungsweise eine vier- oder achtmal kürzere Belichtungszeit ausreicht, um ein ordentlich belichtetes Foto zu erzielen. Das wiederum heißt, dass sich bei schlechteren Lichtverhältnissen noch eher freihändig verwacklungsfreie Fotos schießen lassen.

Ein weiteres Ausstattungsmerkmal, das bei Aufnahmen im Zwielicht hilft, ist der Bildstabilisator. Sehr preiswerte Modelle setzen auf einen sogenannten digitalen oder elektronischen Bildstabilisator. Dieser versucht, Verwacklungen von vorneherein durch geeignete Aufnahmeparameter zu vermeiden beziehungsweise sie per Software aus den Fotos herauszurechnen. In ersterem Fall bedeutet das eine Verschlechterung der Bildqualität, da meist hohe ISO-Werte eingesetzt werden und es so zu vermehrtem Bildrauschen kommt. Und der andere Fall arbeitet in der Regel leider nicht sonderlich effizient.

Viel besser sind hier optische beziehungsweise mechanische Bildstabilisatoren. Sie gleichen Verwacklungen entweder durch das Verschieben von Linsenelementen im Objektiv oder durch ein mechanisches Bewegen des Bildsensors aus. Insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen oder bei starken Vergrößerungen ist ein optischer oder mechanischer Verwacklungsschutz eine große Hilfe.

Manuelle Einstellungsmöglichkeiten

Zielen, abdrücken, fertig: Alle Kompaktkameras bieten einen Automatikmodus, in dem die Digicam sämtliche Aufnahmeparameter selbsttätig einstellt. In der Regel arbeiten diese Automatikprogramme zuverlässig und liefern ordentliche Ergebnisse. Und falls nicht, stehen oft dutzende Szenenprogramme zur händischen Auswahl zur Verfügung. Mit der Sicherheit, beim Druck auf den Auslöser ein halbwegs vernünftiges Bild zu erhalten, gibt der Fotograf jedoch auch Freiheiten auf.

Einer Kameraautomatik lässt sich beispielsweise nicht erklären, dass sie das Feuerwerk acht Sekunden lang belichten soll, damit die explodierenden Effekte mit leuchtenden Spuren abgebildet werden. Oder dass eine lange Verschlusszeit die Scheinwerfer vorbeifahrender Autos in leuchtende Spuren verwandeln soll. Der anrauschende Ferrari soll im nächsten Moment dann allerdings doch mit einer möglichst kurzen Belichtungszeit scharf eingefrohren werden – ohne Verwischungen und Scheinwerferspuren. Sicherlich gibt es für viele Szenarien wie Feuerwerk- und Actionaufnahmen eigene Szenenprogramme. Doch wirkliche Freiheit gibt es eben nur mit manuellen Einstellungsmöglichkeiten.

Autos zu Leuchtspuren: Mit manuellen Einstellungsmöglichkeiten lassen sich solche Bildeffekte gezielt erreichen, mit Szenenprogrammen oder Automatiken sind sie eher Glückssache.
Autos zu Leuchtspuren: Mit manuellen Einstellungsmöglichkeiten lassen sich solche Bildeffekte gezielt erreichen, mit Szenenprogrammen oder Automatiken sind sie eher Glückssache.

Bei teureren Kameras oberhalb der 300-Euro-Marke gehören die halbautomatischen Aufnahmeprogramme Blenden- und Belichtungspriorität sowie ein manueller Modus zum guten Ton. Bei günstigeren Digicams sollte man vor dem Kauf genau auf die vorhandenen Aufnahmemodi achten, wenn man sich einen kreativen Freiraum erhalten möchte. Weitere interessante Aufnahmemodi für kreative Köpfe sind beispielsweise ein Belichtungsreihenfeature für HDR-Aufnahmen [13] oder eine Intervallfotofunktion für Zeitraffer-Videos. Wer gerne mit Photoshop & Co. an seinen Fotos herumbastelt, sollte außerdem auf die Möglichkeit zur RAW-Aufnahme [14] achten. In diesem Format geschossene Aufnahmen bieten mehr Freiheiten bei der nachträglichen Bildbearbeitung.

Ein weiterer wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang ist die Bedienung. Manuelle Einstellungsmöglichkeiten nutzen beispielsweise herzlich wenig, wenn man drei Stunden braucht, um sich durch die Menüs zu hangeln und die Kamera auf die gewünschten Parameter einzustellen. Die meisten Digicams für anspruchsvollere Fotografen bringen daher Einstellrädchen zur schnelleren Konfiguration sowie Tasten zum direkten Anwählen der wichtigsten Aufnahmeparameter auf dem Gehäuse mit. Wer also viel an seinen Fotos feilen möchte, sollte auf eine entsprechend praktikable Bedienbarkeit achten – und die Kamera vor dem Kauf im Laden einmal probeknipsen.

Extra-Features

Sensor, Objektiv und die zum Motiv passenden Aufnahmeparameter – mehr braucht es nicht, um ein gelungenes Bild auf die Speicherkarte zu bringen. Darüber hinaus gibt es jedoch noch zahlreiche Extras, die dem Fotografen das Leben leichter machen. Unterschiede sind beispielsweise bei den Displays zu finden. Bei günstigen Digicams kommt üblicherweise eine Diagonale von 2,7 Zoll zum Einsatz, bessere Kameras bieten 3,0 Zoll. Bei Touchscreen-Modellen wie der Nikon Coolpix S70 [15] messen die Anzeigen bis zu 3,5 Zoll. Die Auflösungen geben die Hersteller meistens in einer wenig hilfreichen Form wie „230.400 Pixel“ an. Diese Zahlen beziehungen sich auf die Gesamtmenge der roten, grünen und blauen Bildpunkte. 230.400 Pixel entsprichen also 320 mal 240 mal 3 Pixeln, 921.600 Pixel sind 640 mal 480 mal 3 Bildpunkte. Klingt komisch, ist aber so.

Bei einigen Kameras sind die Anzeigen dreh- und schwenkbar aufgehängt. Das ist beim Fotografieren über Kopf, aus der Hüfte oder um die Ecke eine große Hilfe. Zudem lässt sich das Display oft auch verkehrtherum zuklappen und ist so vor dem Schlüsselbund geschützt, der sich möglicherweise den Rucksack mit der Kamera teilt.

Bei sehr grellem Sonnenlicht muss auch das hochauflösendste und schwenkbarste Display der Welt kapitulieren – auf der Anzeige ist außer Spiegelungen nichts mehr zu sehen. Hier hilft ein Sucher weiter. Manche Kompaktkameras, etwa die Nikon P7000 [16] oder die Canon PowerShot G12 [3] bieten einen optischen Sucher, also ein kleines Guckloch, durch das der Fotograf auf das Motiv blickt. Bei den etwas sperrigeren Bridgekameras finden sich häufig elektronische Sucher – hinter dem Okular ist ein Mini-Display angebracht. Weder von den elektronischen noch von den optischen Mini-Suchern darf man Wunder erwarten. Bei grellem Sonnenlicht können sie aber durchaus das eine oder andere Foto retten.

Praktisch bei extrem intensiver Sonneneinstrahlung: Die Nikon P7000 bietet einen optischen Sucher.
Praktisch bei extrem intensiver Sonneneinstrahlung: Die Nikon P7000 bietet einen optischen Sucher.

Ein weiteres interessantes Feature stellen integrierte GPS-Receiver dar. Derzeit verfügen die Modelle Casio Exilim EX-H20G [17], Panasonic Lumix DMC-TZ10 [18], Samsung WB650 [11] und Sony Cyber-shot DSC-HX5V [19] über eine Orientierungshilfe. Die Kameras speichern dann in den Fotos jeweils die Koordinaten ab, wo diese entstanden sind. Damit ist es ein leichtes, später aus dem Fotoverhau auf der Festplatte alle Aufnahmen herauszusuchen, die im Griechenland-Urlaub entstanden sind.

Wer nicht nur Stand-, sondern auch Bewegtbilder einfangen möchte, sollte auf eine hochauflösende Videofunktion achten. Die meisten aktuellen Kompaktkameras nehmen Filmchen mit 1280 mal 720 Pixeln auf. Digicams mit CMOS-Sensoren schaffen teilweise auch Full-HD-Auflösung mit 1920 mal 1080 Bildpunkten. Einen ausgewachsenen Camcorder können die Knipsen allerdings nicht ersetzen. Videofans sollten jedoch darauf achten, dass der optische Zoom auch während der Bewegtbildaufnahme zur Verfügung steht.

Neben den immer noch recht „normalen“ Ausstattungsmerkmalen gibt es noch eine Reihe von Exoten-Kameras. Besonders auffällig wäre da beispielsweise die Nikon S1100pj [20], die einen integrierten Beamer mitbringt. So kann man sich die Partyfotos noch am selben Abend bequem an jeder weißen Wand angucken. Die Fujifilm Real 3D W3 [21] dagegen bietet zwei Objektive und zwei Bildsensoren – und fängt so waschechte 3D-Fotos und Videos ein. Wer seiner Kamera allerlei zumutet, sollte sich nach einem wasserdichten und stoßfesten Modell umsehen – ein empfehlenswertes Modell ist hier die Pentax Optio W90 [22].

Mit zwei Objektiven und zwei Bildsensoren fängt die Fujifilm Real 3D W3 Stand- und Bewegtbilder in 3D ein.
Mit zwei Objektiven und zwei Bildsensoren fängt die Fujifilm Real 3D W3 Stand- und Bewegtbilder in 3D ein.

Fazit

Ob blitzschnell, mit gewaltigem Zoom, für den kleinen Geldbeutel oder mit großem Sensor für anspruchsvolle Fotografen – es gibt für nahezu alle Bedürfnisse die richtige Kompaktkamera. Welches Modell in der jeweiligen Digicam- und Preisklasse die beste Wahl ist, zeigen unsere ausführlichen Kamera-Testberichte [23]. Die folgende Tabelle zeigt, welche Features ab welchem Preisbereich zur Verfügung stehen.

Kameraklasse Preisbereich Bildsensor Zoombereich Kamerabeispiel
Günstige Marken-Kompaktkameras ab 65 Euro 1/2,3 Zoll, CCD 3-fach bis
7-fach
Canon PowerShot A495 [24]
Kompakte Superzoomer
(ab 10-fach-Zoom)
ab 140 Euro 1/2,3 Zoll, CCD 10-fach bis
14-fach
Fujifilm FinePix F80EXR [25]
Digicams mit schnellem
CMOS-Sensor
ab 170 Euro 1/2,3 Zoll, CMOS 4-fach bis
30-fach
Sony Cyber-shot DSC-TX1 [26]
Superzoom-Kameras
(ab 20-fach-Zoom)
ab 200 Euro 1/2,3 Zoll, CCD 20-fach bis
35-fach
Kodak EasyShare Z981 [27]
Kompaktkameras mit großem Bildsensor ab 290 Euro 1/1,7 Zoll, CCD 3-fach bis
7-fach
Samsung EX1 [12]

Wer bereit ist, etwas mehr Geld auf den Tisch zu legen, bekommt eine sogenannte EVIL-Kamera. In dieser Digicam-Klasse kommen Bildsensoren zum Einsatz, wie sie auch in Spiegelreflexkameras Verwendung finden. Im Gegensatz zu DSLRs verzichten die EVIL-Modelle allerdings auf den Spiegelkasten und ermöglichen so eine deutlich kompaktere Bauweise. Dennoch gibt es zudem die Möglichkeit, die Objektive zu wechseln. Wir haben uns an anderer Stelle bereits ausführlich mit den EVIL-Kameras auseinandergesetzt [28].

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/41541436/kaufberatung-kompaktkameras-sensor-objektiv-und-ausstattung-darauf-kommt-es-an/

URLs in this post:

[1] PowerShot G10: https://www.cnet.de/tests/digicam/39201871/grossmeister_der_kompakten_canon_powershot_g10.htm

[2] G11: https://www.cnet.de/tests/digicam/41524937/canon_powershot_g11_kompaktkamera_fuer_anspruchsvolle.htm

[3] G12: https://www.cnet.de/digital-lifestyle/kaufberatung/41539222/page/7/neue_kameras_im_oktober_massig_dslr__evil__und_kompaktkameras_fuer_anspruchsvolle.htm

[4] Sony: http://www.cnet.de/unternehmen/sony/

[5] WX5: https://www.cnet.de/tests/digicam/41540925/sony_cyber_shot_dsc_wx5_im_test_lichtstarke_kamera_mit_bsi_sensor_fuer_nachteulen.htm

[6] TX9: https://www.cnet.de/tests/digicam/41538909/sony_cyber_shot_dsc_tx9_im_test_rasante_digicam_mit_12_megapixel_bsi_sensor.htm

[7] Digicams mit BSI-CMOS-Sensoren: https://www.cnet.de/digital-lifestyle/kaufberatung/41535792/digicams_mit_bsi_cmos_sensor_1000_fps_videos__30_fotos_pro_sekunde_und_3d.htm

[8] Panasonics Lumix DMC-LX5: https://www.cnet.de/tests/digicam/41539174/panasonic_lumix_dmc_lx5_im_test_ausgezeichnete_kompaktkamera_fuer_anspruchsvolle.htm

[9] Canon PowerShot SX30 IS: https://www.cnet.de/tests/digicam/41539793/canon_powershot_sx30_is_im_test_bridgekamera_mit_35_fach_megazoom.htm

[10] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41541436/zoom-staerken_im_vergleich.jpg

[11] Samsung WB650: https://www.cnet.de/digital-lifestyle/kaufberatung/41532830/gps_kameras_im_vergleichstest_panasonic_tz10__samsung_wb650_und_sony_hx5v.htm

[12] Samsung EX1: https://www.cnet.de/tests/digicam/41533800/samsung_ex1_im_test_high_end_kompaktkamera_mit_lichtstarker_optik.htm

[13] HDR-Aufnahmen: https://www.cnet.de/videos/praxis/41529789/hdr_fotografie_perfekt_ausgeleuchtete_aufnahmen.htm

[14] RAW-Aufnahme: https://www.cnet.de/praxis/hard-software/41501098/fotos_im_raw_format_das_digitale_negativ_rettet_verkorkste_aufnahmen.htm

[15] Nikon Coolpix S70: https://www.cnet.de/tests/digicam/41522105/nikon_coolpix_s70_kompakte_mit_3_5_zoll_oled_touchscreen.htm

[16] Nikon P7000: https://www.cnet.de/blogs/alpha/kameras/41537468/nikon_coolpix_p7000_highend_kompaktkamera_fuer_anspruchsvolle.htm

[17] Casio Exilim EX-H20G: https://www.cnet.de/digital-lifestyle/kaufberatung/41540167/page/3/neue_kameras_im_november_panasonic_lumix_dmc_gh2__casio_exilim_ex_h20g_und_mehr.htm

[18] Panasonic Lumix DMC-TZ10: https://www.cnet.de/tests/digicam/41528748/panasonic_lumix_dmc_tz10_im_test_12_fach_gps_superzoomer.htm

[19] Sony Cyber-shot DSC-HX5V: https://www.cnet.de/tests/digicam/41530823/sony_cyber_shot_dsc_hx5v_im_test_umwerfende_ausstattung__maessige_bildqualitaet.htm

[20] Nikon S1100pj: https://www.cnet.de/blogs/alpha/kameras/41536422/nikon_s1100pj_kompaktkamera_mit_integriertem_beamer_und_touchscreen.htm

[21] Fujifilm Real 3D W3: https://www.cnet.de/blogs/alpha/kameras/41536371/fujifilm_real_3d_w3_zweiaeugige_digicam_fuer_3d_hd_videos.htm

[22] Pentax Optio W90: https://www.cnet.de/tests/digicam/41540404/pentax_optio_w90_im_test_tolle_outdoor_kamera_fuer_die_skipiste.htm

[23] Kamera-Testberichte: https://www.cnet.de/tests/digicam/

[24] Canon PowerShot A495: https://www.cnet.de/tests/digicam/41529630/canon_powershot_a495_im_test_schlichte_kamera_fuer_tolle_fotos.htm

[25] Fujifilm FinePix F80EXR: https://www.cnet.de/tests/digicam/41538071/fujifilm_finepix_f80exr_guenstiger_superzoomer_mit_exr_trickkiste_im_test.htm

[26] Sony Cyber-shot DSC-TX1: https://www.cnet.de/tests/digicam/41523608/sony_cyber_shot_dsc_tx1_superschlanke_kamera_fuer_nachteulen.htm

[27] Kodak EasyShare Z981: https://www.cnet.de/tests/digicam/41534247/kodak_easyshare_z981_schnaeppchen_superzoomer_mit_maessiger_bildqualitaet.htm

[28] EVIL-Kameras auseinandergesetzt: https://www.cnet.de/digital-lifestyle/kaufberatung/41540516/evil_kameras_im_vergleich_kleine_digicams_mit_ganz_grosser_bildqualitaet.htm