Geschwindigkeit

Die Nikon D7000 liefert sich in Sachen Geschwindigkeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Canon EOS 60D – beide Kameras sind sehr schnell. Die Nikon-DSLR ist nach dem Betätigen des Einschalters quasi sofort knipsbereit. Um zu fokussieren und das Foto einzufangen, benötigt die D7000 bei guten Lichtverhältnissen 0,3 Sekunden. Bei Motiven mit niedrigen Kontrasten verschlechtert sich die Auslöseverzögerung auf immer noch sehr gute 0,5 Sekunden.

Zwischen zwei RAW-Aufnahmen genehmigt sich die D7000 eine Gedenkpause von 0,6 Sekunden, im JPEG-Modus sind es 0,5 Sekunden. Mit zugeschaltetem Blitz verlängert sich die Auszeit auf immer noch gute 0,7 Sekunden. Im Serienbildmodus schafft die Kamera ziemlich flotte 5,7 Bilder pro Sekunde.

Die D7000 ist lediglich im Dauerfeuermodus und bei den Zwangspausen, die zwischen der Aufnahme zweier Fotos vergehen, langsamer als ihre größere Profi-Schwester D300s. Der Unterschied ist allerdings relativ gering – der größte Vorteil der D300s dürfte hier wohl der Einsatz schnellerer CompactFlash-Speichermedien sein.

Bildqualität

Die Bildqualität ist erstklassig. Trotz der höheren Auflösung steht die D7000 der D300s und den meisten Konkurrenten in nichts nach. Die JPEG-Fotos der D7000 sind bis einschließlich ISO 800 sehr sauber und sehen auch mit ISO 1600 noch sehr gut aus. Bei ISO 3200 tritt in dunklen Bildbereichen ein deutliches Bildrauschen auf.

Bei mittleren und hohen ISO-Empfindlichkeiten lässt sich mit dem RAW-Format etwa eine Blendenstufe aus der D7000 herauskitzeln. Sicherlich sind die aus den RAW-Files entwickelten Aufnahmen auch nicht rauschfrei. Aber das feine Bildrauschen, das die Algorithmen von Adobe Camera Raw auf die Fotos bringt, sieht besser aus, als die Farbflecken der kamerainternen Rauschunterdrückung. Der Dynamikbereich its sehr gut; vor allem in dunklen Bildbereichen lassen sich noch etliche Feinheiten herauskitzeln. Auch die Schärfe überzeugt.

Ausleuchtung und Belichtungsmessung sind gelungen und liefern zuverlässig gute Ergebnisse. Die D7000 bildet Farben realitätsgetreu ab. In der Picture-Control-Einstellung Standard ist die Sättigung ein wenig angehoben. Zu der Farbverschiebung, mit der diese Maßnahme häufig einhergeht, kommt es bei der Mittelklasse-Nikon erfreulicherweise nicht. Der Neutral-Modus scheint den Kontrast ein wenig anzuheben: Hier gehen in dunklen Bildbereichen dann ein paar Feinheiten verloren. Teilweise gab es Berichte über Pixelfehler. Wir konnten im Test keine Probleme feststellen, werden das Thema allerdings im Auge behalten.

Die mit der D7000 aufgenommenen Filmchen sehen ordentlich, aber nicht hervorragend aus. Die Videos gelingen scharf, weisen allerdings vergleichsweise viel Bildrauschen und Moirée-Effekte auf. Besonders starke Rolling-Shutter-Effekte sind uns nicht aufgefallen. Sie lassen sich mit schnellen Kameraschwenks jedoch trotzdem provozieren.

Der kontinuierliche Autofokus erweist sich als nicht sonderlich nützlich. Wie die meisten Kontrast-Autofokus-Systeme „pumpt“ er ziemlich viel durch die Gegend und verliert außerdem recht häufig das Motiv komplett aus den Augen. Wer das Scharfstellen dennoch der Kamera überlassen möchte, sollte ein externes Mikrofon verwenden, denn der Autofokus ist auf den Aufnahmen deutlich zu hören.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Nikon D7000 im Test: ausgezeichnete Mittelklasse-DSLR für ambitionierte Fotografen

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *