Um den maximalen Bass aus der Kiste herauszukitzeln, sollte man die Beatbox in die Ecke eines Raumes stellen – so der Hersteller. Dementsprechend sind auch die Seitenwände des Gehäuses um 45 Grad nach innen gekippt. Dicht an eine einzelne Wand gestellt, ist die Reflexion des Tieftöners aber immer noch recht gut. Alles in allem ist der Bass beeindruckend. Doch leider fehlen ihm die Definition und die Präzision, wie sie ein dedizierter Subwoofer erlangt. Dennoch: Die Kiste drückt und schaufelt jede Menge Luft durch die Gegend. Wer ordentlich aufdreht, muss damit rechnen, dass diverse Objekte im Zimmer durch die Gegend vibrieren.

Ordentlich aufdrehen – genau das ist es, wofür die Beatbox gemacht wurde. Die Lautstärke, die aus dem kleinen Brüllwürfel kommt, ist beeindruckend. Auch bei sehr hohen Lautstärken treten praktisch keine Verzerrungen auf. Wer sein Appartment in eine Disko verwandeln möchte, hat hier die Minimale-Ausrüstung-maximales-Ergebnis-Lösung. Und wer schnell aus seiner Wohnung fliegen möchte, auch.

Die Seitenwände sind um 45 Grad nach innen geklappt. So lässt sich die Beatbox vollständig in eine Raumecke schieben.
Die Seitenwände sind um 45 Grad nach innen geklappt. So lässt sich die Beatbox vollständig in eine Raumecke schieben.

Die Höhen sind aggressiv und wirken quirlig. Helle Instrumente – beispielsweise Becken beim Schlagzeug – werden stark betont wiedergegeben. Der Klang wirkt lebendig und aufregend. Das mag auf den ersten Eindruck gut herüberkommen, geht manchen Probehörern nach längerer Zeit jedoch auf die Nerven. Um es kurz zu machen: Hier gibt’s tonnenweise aggressiven Klang aus einer kleinen Kiste.

Alternativen

Im direkten Vergleich liefern die Audioengine 5 einen besseren Klang für etwas weniger Geld. Doch dafür sind die beiden einzelnen Lautsprecher bei weitem nicht so portabel und bringen kein iPod-Dock mit. Wer sein iPhone hier nutzen möchte, muss es eben via USB am PC laden und dann per Kopfhörerausgang an die Boxen anschließen. Geht auch, ist aber nicht so cool.

Eine weitere attraktive Alternative ist das Mix iMT800 von Altec Lansing. Es wirft eine beeindruckende Lautstärke in den Raum, bringt darüber hinaus noch einen UKW-Empfänger mit und ist dank Batterien wirklich portabel. Die Beatbox sieht dagegen schicker aus, ist etwas handlicher und schafft noch etwas mehr Schalldruck.

Fazit

Das, was das Monster-Dock tun soll, das macht es hervorragend. iPhone-Besitzer, die nach einem kompakten Lautsprecher mit ordentlich Bumms suchen, sollten die Beatbox beziehungsweise das „Monster Beats by Dr. Dre Beatbox iPod Dock“ ganz oben auf ihre Liste schreiben. Vorausgesetzt, in der Haushaltskasse liegen rund 400 Euro zu viel herum.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Monster Beats by Dr. Dre Beatbox iPod Dock: teurer Klangwürfel mit gigantischem Bass

  • Am 3. Juni 2012 um 15:22 von Philipp H.

    Test
    im Vergleich zu den ganzen Testberichts und Vergleichsseiten im Internet hat dieser Beitrag noch Qualität.
    Leider muss man heute nach qualität suchen, doch zum Glück bin ich fündig geworden.
    Vielen Dank für die Alternativen und den guten Test.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *