Neue Handys im Dezember: Armani Galaxy S, Acer Liquid Metal, Nokia 5230 und mehr

von Yvonne Göpfert am , 18:36 Uhr

Das Weihnachtsgeschäft ist da – und die Handy-Hersteller haben ihr Pulver bereits verschossen: HTC Desire HD und Z sind schon (mehr oder weniger) verfügbar, Samsungs Wave II und die Windows-Phone-7-Geräte ebenfalls. Da bleibt für den Dezember nicht mehr viel, abgesehen vielleicht von einem Highlight: das Giorgio Armani Galaxy S von Samsung. Alle Infos zum Design-Androiden und allen weiteren Handy-Neuheiten zum Jahresende verraten die folgenden Seiten.

Mode-Fans aufgepasst: Wer ein Handy sucht, das perfekt zum Maßanzug passt, sollte den Weihnachtsmann mal zu Samsung [1] schicken. Die Entwickler aus Korea haben sich mit dem Modezar Armani zusammengetan und ein vollwertiges Smartphone [2] auf den Laufsteg gebracht: das Samsung Giorgio Armani Galaxy S i9010.

Für Schnäppchenjäger ist der Dezember ebenfalls ein guter Monat. Nokia bringt ein Touchscreen-Handy mit der kostenlosen Navigationslösung Ovi Maps, und Acer [3] bietet zwei Android [4]-Handys für wenig Geld – eines davon glänzt sogar mit einem Metall-Finish.

Und mit LiveView hat sich Sony [5] Ericsson etwas ganz Besonderes ausgedacht: ein Display, das sich via Bluetooth mit dem Handy verbindet und unaufällig über eingehende Anrufe, SMS-Nachrichten oder Facebook-News informiert.

Wir haben uns in Kooperation mit dem Weihnachtsmann die neuen Handys und Smartphones, die im Dezember auf den Markt kommen, näher angesehen.

Samsung Giorgio Armani Galaxy S i9010


Es ist nicht das erste Mal, dass Samsung in Kooperation mit dem Modelabel Giorgio Armani ein Smartphone auf den Markt bringt. Aber jedes Mal gibt es grundsätzlich das gleiche Ergebnis: Sehr hübsch, sehr teuer.

Dieses Mal haben sich die Designer auf das derzeitige Top-Modell Galaxy S gestürzt. Auf den ersten Blick unterscheidet sich das Giorgio Armani Galaxy nur durch den Schriftzug Giorgio Armani auf der Vorderseite und eine schickere Verarbeitung der Rückseite vom „normalen“ Bruder. Dazu gesellen sich natürlich eigens für das Designer-Smartphone entwickelte Hintergrundbilder, Klingeltöne und Animationen. Dafür muss der Käufer aber auch ein paar Euro mehr hinlegen, als er für das im Prinzip baugleiche Samsung Galaxy S bezahlen würde. Ohne Vertrag kostet das Gerät 699 Euro, der nicht ganz so hübsche Bruder wechselt bereits für circa 450 Euro den Besitzer.

Als Display hat Samsung das bekannte Super-AMOLED-Panel mit einer Auflösung von 480 mal 800 Pixeln verbaut. Das gehört neben dem Retina-Display von Apples iPhone 4 derzeit zu den besten Bildschirmen, die im Handymarkt zu finden sind. Wie beim „normalen“ Galaxy werkelt der Prozessor im Inneren auch beim Designstück mit einer Frequenz von 1 GHz. Auch die übrige Ausstattung ist identisch: GPS, Bluetooth 3.0, WLAN nach dem flotten N-Standard und UMTS samt Datenturbo HSPA. Und für Schnelltipper hat Samsung auch wieder die Texterkennungs-Software Swype aufgespielt. Dabei muss man den Finger nicht mehr nach jedem Buchstaben, sondern erst am Wortende vom Display anheben. Und so schaffen auch wurstähnliche Finger das Tippen auf dem Touchscreen flott und ohne Wutanfall.

Filmaufnahmen macht das Handy mit der HD-Auflösung 720p, Fotos landen mit 5 Megapixeln auf der Speicherkarte. Da kann man die neueste Mode vom Laufsteg gut mitschneiden. Als Betriebssystem kommt bereits das aktuelle Android 2.2 alias Froyo zum Einsatz. Ein weiterer Clou ist der Akku: Mit einer Kapazität von 1650 mAh überragt er nicht nur seinen eigenen Bruder, sondern auch die Konkurrenz.

Technische Daten: Giorgio Armani Galaxy S

Größe 6,4 x 12,2 x 0,9 cm
Gewicht 118 g
Display 4 Zoll, 800 x 400 Pixel Auflösung
Touchscreen-Technik kapazitiv
Kamera 5 Megapixel
MP3-Player ja
Akku 1500 mAh
Akkulaufzeit laut Hersteller (2G) Sprechzeit: 13,7 Stunden; Standby-Zeit: 2G 28 Tage
Frequenzbänder GSM-Netz Quad-Band: 850/900/1800/1900 MHz
UMTS ja
HSDPA bis 7,2 MBit/s
HSUPA bis 5,76 MBit/s
WLAN ja, 802.11 b/g/n
GPS ja
Integrierter Speicher 16 GByte
Speichererweiterung microSD-Karte
Preis 699 Euro

Acer beTouch E140


Das Pendant zum Optimus One von LG [6] ist bei Acer das beTouch E140. Für knapp 200 Euro (UVP) bekommt man bei den beiden Herstellern aus Asien ein Smartphone mit Android 2.2 – allerdings mit eher bescheidener Ausstattung: Der 2,8-Zoll-Touchscreen arbeitet resistiv, reagiert also nur auf Druck und nicht auf Berührung. Die Alternative dazu, die kapazitive Touch-Technik, ist in der Herstellung teurer und bleibt daher der gehobeneren Smartphone-Klasse vorbehalten.

Der 600 MHz schnelle Prozessor ist ebenfalls typisch für günstige Android-Handys. Damit genehmigt sich das Smartphone hier und da auch mal eine Gedenksekunde, bis eine Anwendung geladen ist. Auch die Speicherausstattung gehört mit 256 MByte ROM eher zur Unterklasse. Immerhin hat der Hersteller bei den Kommunikationsmöglichkeiten nicht gespart: Bluetooth, WLAN und UMTS samt HSPA sind an Bord.

Für Fotos lässt sich eine 3,2-Megapixel-Kamera aktivieren. Einen LED-Blitz gibt es leider nicht. Partybilder dürften daher meist ziemlich verwackeln – oder einfach zu dunkel sein. Partystimmung kommt dagegen auf, wenn der integrierte MP3-Player oder das UKW-Radio angeschmissen werden. Außerdem gibt es Zugriff auf den Android-Market und seine inzwischen über 100.000 Apps und Spiele.

Technische Daten: Acer beTouch E140

Größe 10,4 x 5,6 x 1,3 cm
Gewicht 125 g
Display 2,8 Zoll, 320 x 240 Pixel Auflösung
Touchscreen-Technik resistiv
Prozessor 600 MHz
Kamera 3,2 Megapixel
MP3-Player ja
Akku 1.300 mAh
Akkulaufzeit laut Hersteller (2G) Sprechzeit: bis zu 6 Std.; Standby: knapp 21 Tage
Frequenzbänder GSM-Netz Quad-Band: 850/900/1800/1900 MHz
UMTS ja
HSDPA bis zu 7,2 MBit/s
HSUPA bis zu 2 MBit/s
WLAN ja, 802.11 b/g
GPS ja
Integrierter Speicher RAM: 512 MB, ROM: 256 MB
Speichererweiterung microSD-Karte
Preis 199 Euro ohne Vertrag (Stand: 30.11.2010)

Acer Liquid Metal


Das Acer Liquid E [7] war ein Preisbrecher. Nun hat sich der Hersteller das Smartphone noch einmal vorgenommen und ein wenig aufgerüstet. Der Prozessortakt wurde von 768 MHz auf 800 MHz hochgeschraubt, das kapazitive Display von 3,5 auf 3,6 Zoll vergrößert. Mit 512 MByte RAM und 512 MByte ROM ist auch anständig Speicher vorhanden, so dass man sich jede Menge Apps aus dem Android Market auf das Mobiltelefon laden kann.

Für Freunde schwerer Geschütze folgt Acer beim Liquid Metal einem neuen Trend im Handymarkt: Metall statt Plaste. So wirkt das Handy nicht mehr wie eine chinesische Billigproduktion, sondern liegt kühl und fest in der Hand. Auch Knarzgeräusche gehören der Vergangenheit an.

UKW-Radio und MP3-Player sind ebenfalls vorhanden. Die Kamera löst fünf Megapixel auf. Zudem steht der Handycam auch ein LED-Licht für schummrige Lichtverhältnisse zur Verfügung.
Technische Daten: Acer Liquid Metal

Größe 11,5 x 6,3 x 1,4 cm
Gewicht 135 g
Display 3,6 Zoll, 800 x 480 Pixel Auflösung
Touchscreen-Technik kapazitiv
Prozessor 800 MHz
Kamera 5 Megapixel mit LED-Blitz
MP3-Player ja
Akku 1.500 mAh
Akkulaufzeit laut Hersteller (2G) Sprechzeit: bis zu 11 Stunden; Standby: knapp 23 Tage
Frequenzbänder GSM-Netz Quad-Band: 850/900/1800/1900 MHz
UMTS ja
HSDPA bis zu 14,4 MBit/s
HSUPA bis zu 2 MBit/s
WLAN ja, 802.11 b/g/n
GPS ja
Integrierter Speicher RAM: 512 MB, ROM: 512 MB
Speichererweiterung microSD-Karte
Preis 379 Euro ohne Vertrag

Nokia 5230


Social Networking für 140 Euro gibt es bei Nokia. Das 5230 ist mit Twitter- und Facebook-Software bestückt und bietet den vollen Umfang für soziales Netzwerken. Wer Wert auf einfache Datensynchronisation via USB-Kabel mit Outlook am PC legt oder die automatische Rufannahme über ein Car Kit schätzt, ist bei Nokia ebenfalls gut aufgehoben. Außerdem kann der integrierte A-GPS-Chip auf Ovi Karten zugreifen. Die Navigationslösung von Nokia kostet den Nutzer keinen Cent extra.

Dafür muss sich der Anwender jedoch in dem nicht mehr ganz zeitgemäßen Betriebssystem Symbian S60 in der Version 9.4 zurechtfinden und sich mit einem resistiven 3,2 Zoll-Touchscreen zufriedengeben. Im Web ist das Handy per WLAN oder HSDPA unterwegs. Der Daten-Upload per HSUPA ist nicht möglich, Bilder kann man also nur mit maximal 384 KBit pro Sekunde zu Facebook & Co. hochladen.

Fotos aus dem Nokia 5230 dienen nur als Gedankenstütze. Die Kamera schafft gerade mal eine Auflösung von 2 Megapixeln. Filme entstehen mit 640 mal 480 Pixel bei bis zu 30 Bildern pro Sekunde. Musik ertönt über den MP3-Player oder das eingebaute UKW-Radio.

Technische Daten: Nokia 5230

Größe 11,1 x 5,2 x 1,6 cm
Gewicht 113 g
Display 3,2 Zoll; 640 x 360 Pixel Auflösung
Touchscreen-Technik resistiv
Kamera 2 Megapixel
MP3-Player ja
Akku 1.320 mAh
Akkulaufzeit laut Hersteller (2G) Sprechzeit: 7 Std.; Standby: gut 18 Tage
Frequenzbänder GSM-Netz Quad-Band: 850/900/1800/1900 MHz
UMTS ja
HSDPA bis zu 3,6 MBit/s
HSUPA nein
WLAN ja, 802.11 b/g
GPS ja
Integrierter Speicher 70 MByte
Speichererweiterung microSD-Karte
Preis 139 Euro ohne Vertrag (Stand: 30.11.2010)

Sony Ericsson LiveView


Weil der Blick aufs Handy immer hoffnungslos auffällig ist, hat Sony Ericsson ein etwas dezenteres Display entwickelt: LiveView mit farbigem 1,3-Zoll-Touchscreen. Dieser wird per Clip an oder in der Handtasche, am Revers oder an Ärmel befestigt oder mit dem mitgelieferten Armband wie eine Uhr getragen.

Via Bluetooth verbindet es sich mit dem Android-Handy und zeigt Status-Nachrichten, die gerade gepostet wurden oder einen Anruf an. Außerdem verkündet es neue SMS-Nachrichten, die Uhrzeit und Termine.

Auch schick: LiveView funktioniert als Fernbedienung für den MP3-Player des Handys. Per Fingertipp lässt sich die Lautstärke regeln oder das Lied wechseln. Mehr Infos gefällig? Wir haben LiveView bereits ausführlich getestet [8].

Technische Daten: Sony Ericsson LiveView

Größe 3,5 x 3,5 x 1,1 cm
Gewicht 15 g
Display 1,3 Zoll; 128 x 128 Pixel (OLED)
Touchscreen-Technik kapazitiv
Akkulaufzeit laut Hersteller ca. 4 Tage
Verbindung via Bluetooth 2.1
Integrierter Speicher nein
Speichererweiterung keine
Preis 79 Euro ohne Vertrag (Stand: 30.11.2010)

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

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[7] Acer Liquid E: https://www.cnet.de/tests/handy/41535150/testbericht/page/2/multitouch_smartphone_mit_android_2_1_acer_liquid_e_im_test.htm

[8] Wir haben LiveView bereits ausführlich getestet: https://www.cnet.de/tests/handy/41541178/sony_ericsson_liveview_im_test_handy_display_in_der_armbanduhr.htm