Altec Lansing Mix iMT800 im Test: bassgewaltiges iPod-Dock im Retro-Outfit

von David Carnoy und Stefan Möllenhoff am , 14:06 Uhr

Pro
  • schickes Retro-Design
  • toller Klang im kompakten Format
  • UKW-Radio
  • zwei Audioeingänge
  • optionaler Batteriebetrieb
  • Fernbedienung
Con
  • keine Videoausgänge
  • kein Akku im Lieferumfang
  • kein AM-Radio
Hersteller: Altec Lansing Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: SEHR GUT 8,0 von 10 Punkte
Fazit:

Das Design des Altec-Lansing-Systems ist sicherlich Geschmackssache. Doch darüber, dass die gute Klangqualität, der satte Bass und der mobile Betrieb das Mix iMT800 zu einem der besten iPod-Lautsprechersysteme auf dem Markt machen, lässt sich nicht streiten.

In den 80er Jahren bedeuteten tragbare Audiosysteme: Kassetten. Und wenn die Tapes nicht nur eine Person beschallen sollten, dann gab es die dicken Ghettoblaster, die mehr Batterien fraßen als Homer Simpsons Donuts. Und die gibt es immer noch. Zumeist allerdings in Form von zerbrechlich wirkenden, auf modern getrimmten iPod-Docks. Das Altec Lansing Mix iMT800 stellt hier mit seinem grundsoliden Retro-Design eine erfrischende Abwechselung dar – nicht zuletzt, weil es mit seinen Kollegen aus den 80ern die tinnitusverdächtigen Maximallautstärken gemein hat.

Das Altec Langsing Mix iMT800 fühlt sich sowohl auf Basketballplätzen und beim Grillen im Stadtpark als auch im Wohnzimmer und im Sommerurlaub am Strand pudelwohl. Seine Energie bezieht das System wahlweise aus der Steckdose oder aus acht Mono-Zellen [1] – also den ganz dicken Brummern.

Design & Ausstattung

Ist das System mit acht D-Batterien beladen, kommt es auf ein heftiges Gesamtgewicht von knapp sechs Kilogramm. Wer die 50 mal 24 mal 20 Zentimeter große Lärmkiste durch die Gegend schleppen möchte, freut sich über den Tragegriff auf der Oberseite – zusätzlich gibt’s auch rechts und links an der Vorderseite jeweils einen soliden Griff aus Metall.

Zum Mixen mit Hilfe mehrer iPods oder iPhones eignet sich das Mix iMT800 nicht, obwohl es der Name vermuten lässt. Es gibt nur ein einziges Dock. Dafür stehen immerhin zwei 3,5-Millimeter-Klinkeneingänge zur Verfügung, wo die Freunde weitere Handys oder MP3-Player anstecken können. Die Anschlüsse befinden sich oben auf dem Gehäuse. Hier gibt es außerdem eine kleine Mulde, in der die angestöpselten Geräte vor herumfliegenden Bällen sicher sind. Ebenfalls auf der Oberseite bringt der Hersteller eine Teleskop-Antenne an. Der verbaute Radio-Tuner unterstützt UKW, aber keine AM-Frequenzen. Für die Lieblingssender stehen vier Speicherplätze zur Verfügung.

Im Lieferumfang ist eine kleine Fernbedienung enthalten. Mit einem kleinen Clip hält sie sich am Gürtel oder am T-Shirt fest. Alternativ gibt es auch einen Slot im Mix iMT800, wo die Mini-Zappe geschützt Platz findet. Der Clip sieht auf den ersten Blick wie ein Flaschenöffner aus, dürfte bei diesem Verwendungszweck allerdings schnell die Grätsche machen – er besteht aus Plastik und nicht aus Metall. Wir machen unser Bier lieber mit dem Feuerzeug auf. Wie die meisten Fernbedienungen für iPod-Systeme steuert die Zappe nur die wichtigsten Wiedergabefunktionen wie Vor, Zurück, Play und Pause. Einen Videoausgang bietet das System leider nicht.

Beim Blick auf die Fotos des iMT800 könnte man meinen, dass die silberne Blende auf der Vorderseite beim Einstecken von iPhone und iPod im Weg steht. Keine Sorge: Die Abdeckung lässt sich beiseiteschieben und gibt dann das Dock frei. Praktischerweise dürfte die kleine Schiene das Apple [2]-Gerät sogar schützen, wenn jemand auf der Party zu viel Bier getrunken hat und beim Tanzen über die Lärmkiste fällt.

Die Vertiefung auf der Vorderseite nimmt den Apple-Player auf. Dieses Design dürfte der Hardware auf rauschenden Partys zumindest ein wenig Schutz bieten.
Die Vertiefung auf der Vorderseite nimmt den Apple-Player auf. Dieses Design dürfte der Hardware auf rauschenden Partys zumindest ein wenig Schutz bieten.

Wie bereits erwähnt, läuft das System wahlweise mit Netzanschluss oder acht D-Batterien. Laut Altec Lansing hält das iMT800 im mobilen Betrieb bis zu 30 Stunden durch. Nachdem acht Mono-Zellen über zehn Euro kosten, ist das kein ganz billiger Spaß – wer den Ghettoblaster häufig mobil nutzt, sollte in Akkus investieren. Uns wäre es allerdings lieber gewesen, wenn der Hersteller einen wiederaufladbaren und am besten austauschbaren Stromspeicher gleich im Gehäuse integriert hätte, der sich beim Anstöpseln an die Steckdose auflädt.

Leistung

Nicht zuletzt dank der zwei 5,25-Zoll-Subwoofer, von denen einer aktiv und einer passiv arbeitet, erfüllt das Mix iMT800 auch hohe Lautstärkeansprüche. Das System füllt auch größere Räume mit ordentlich Lärm. Außerdem für Sound sorgen zwei 3-Zoll-Mitteltöner und zwei 1-Zoll-Hochtöner. Der Equalizer lässt sich wahlweise mittels Fernbedienung oder auf dem Gerät selbst anpassen.

Die beiden 5,25-Zoll-Subwoofer auf der rechten und linken Seite des Gehäuses sorgen für ordentlich Krach.
Die beiden 5,25-Zoll-Subwoofer auf der rechten und linken Seite des Gehäuses sorgen für ordentlich Krach.

Alles in allem sind wir ziemlich beeindruckt vom Sound, den das iMT800 abliefert. Das System wirkt gut ausbalanciert und überzeugt mit feinen Klangdetails. Weder in den Höhen, noch in der Mitten oder bei den Bässen können wir signifikante Einbrüche feststellen. Und gleichzeitig schüttelt der Altec-Lansing-Würfel die Eingeweide kräftig durch, wenn man die Lautstärke auf Maximum dreht. Sicherlich kommt das iMT800 nicht an ein echtes 2.1-System mit dediziertem Subwoofer heran, was den Sound angeht. Aber der Bass wummert mächtig, und der Lautsprecher klingt größer als er in Wirklichkeit ist.

Wir haben uns im Test durch eine große Bandbreite von Musik gehört – von Elvis Costello über Dan Auerbach bis hin zu Lady Gaga und Rihanna war alles dabei. Ungeachtet vom Genre wirft das Mix iMT800 alle Musikmacher eindrucksvoll durch die Gegend.

Fazit

Wer sich mit dem Retro-Design des Mix iMT800 anfreunden kann, erhält mit dem Altec-Lansing-System einen durchdachten und flexiblen Lautsprecher für seinen Apple-Player. Wer nach einer gut klingenden, bassfreudigen und – mehr oder weniger – tragbaren Krachkiste sucht, dem können wir das iMT800 uneingeschränkt empfehlen.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/41541759/altec-lansing-mix-imt800-im-test-bassgewaltiges-ipod-dock-im-retro-outfit/

URLs in this post:

[1] Mono-Zellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Mono_(Batterie)

[2] Apple: http://www.cnet.de/unternehmen/apple/