Den meisten kreativen Freiraum bietet der Programmmodus. Hier passt der Fotograf Belichtungskorrektur, Weißabgleich, ISO-Empfindlichkeit, Fokusmodus und dergleichen an seine Bedürfnisse an. Zudem gibt es eine Reihe von Effekten namens Smart-Filter, darunter Fischauge, Miniatur, Vignettierung oder Skizze. Die sogenannten Fotostile hingegen greifen weniger drastisch in die Aufnahmen ein und verändern im Wesentlichen nur die Farben. Beispiele wären hier Sepia, Klassisch, Weich und Negativ. Eine Möglichkeit zum manuellen Anpassen von Blende oder Belichtungszeit gibt es nicht.

Sowohl die Fotostile als auch die Smart-Filter stehen auch im Videomodus zur Verfügung. Die aufwändigeren Smart-Filter reduzieren allerdings die maximale Auflösung auf 640 mal 480 Pixel und die Bildrate auf 15 Frames pro Sekunde. Sämtliche Bildeffekte lassen sich außerdem auch im Wiedergabemodus auf die Fotos anwenden. Erfreulicherweise wird dabei das Originalfoto nicht überschrieben, sondern eine bearbeitete Kopie abgespeichert. Zusätzlich gibt es noch ein paar Extra-Tools, beispielsweise zum Drehen und Zuschneiden der Aufnahmen. Der Wiedergabemodus überrascht hier und da mit recht hübschen Effekten. Für die geschossenen Fotos steht beispielsweise eine Art Cover-Flow-Modus zur Verfügung. Außerdem lässt sich auch durch Kippen der Kamera nach rechts und links durch die Aufnahmen blättern.

Die hier zum Einsatz kommenden Bewegungssensoren nutzt die Kamera auf Wunsch auch zum schnellen Wechseln zwischen verschiedenen Aufnahmemodi. Naja: Wechseln ja, schnell nur bedingt. Hält der Fotograf eine virtuelle Schaltfläche auf der rechten Seite des Touchscreens gedrückt, kann er durch gezieltes Kippen oder Neigen der Digicam wahlweise in die intelligente Automatik, in den Programmmodus oder in die Videofunktion wechseln. In der Praxis ist die Erkennung der diversen Kippgesten leider nicht präzise genug, als dass wir sie der händischen Auswahl auf dem Touchscreen vorziehen würden.

Eines der Highlights der Samsung ST80 ist sicherlich das integrierte WLAN-Modul. Auf dem Aufnahmebildschirm gibt es eine kleine Schaltfläche mit einem Funkmast-Symbol. Ein Fingertipp auf sie bringt die Drahtlos-Optionen auf den Bildschirm. Dank des erfreulich reaktiven Touchscreens dauert das Herstellen einer Verbindung mit dem WLAN-Netz keine 30 Sekunden. Weitere 30 Sekunden später sind wir auf Facebook eingeloggt und können auf dem Kamera-Bildschirm alle eigenen Fotoalben betrachten. Die Navigation geht leider nicht besonders schnell vonstatten: Es sind immer nur zwei Alben gleichzeitig auf dem Display zu sehen, und jedes Weiterblättern bedeutet eine etwa 10- bis 20-sekündige Wartepause. Gelegentlich gibt’s auch mal einen Timeout, obwohl die Verbindung eigentlich problemlos klappen müsste.

Auf dem virtuellen Keyboard der ST80 tippt es sich erstaunlich gut.
Auf dem virtuellen Keyboard der ST80 tippt es sich erstaunlich gut.

Zu den Facebook-Fotos lässt sich jeweils noch eine Bildbeschreibung eintippen. Allerdings gibt es keine Umlaute – wie übrigens in keinem Textfeld. Wer also beispielsweise ein „Ä“ in seinem Facebook-Passwort hat, muss dieses zur Benutzung mit der Kamera ändern. Zudem muss man das Facebook-Passwort bei jedem Login erneut eintippen, eine Merkfunktion gibt es hier leider nicht. Ganz ähnlich gestaltet sich der Upload auch auf die übrigen Portale. Derzeit werden Picasa, Facebook, YouTube, Photobucket und Samsung Imaging unterstützt.

Die ST80 bietet eine Reihe von verschiedenen Portalen für den Upload von Fotos und Videos an.
Die ST80 bietet eine Reihe von verschiedenen Portalen für den Upload von Fotos und Videos an.

Neben dem Upload auf diverse Foto- und Videocommunities sowie Social Networks ist auch das Versenden von Fotos per E-Mail möglich. Auf der Kamera lässt sich eine beliebige Adresse als Absender eintippen. Leider ist es nicht möglich, dem Empfänger noch eine Text-Nachricht mitzuschicken – hier müssen Bilder wohl mehr sagen als Worte. Dank DLNA-Unterstützung bietet die Kamera auch die Möglichkeit, eingefangene Fotos und Videos drahtlos auf kompatiblen Geräten wiederzugeben, also beispielsweise auf Smartphones, Fernseher oder Computer.

Auf der Kamera selbst ist die Software Intelli-Studio abgespeichert. Sie startet sich beim Verbinden der Digicam mit dem Rechner automatisch. Wer möchte, kann das Programm auch auf dem Rechner installieren. Neben einer Möglichkeit, die Aufnahmen zu sortieren, bietet das Tool auch ein paar rudimentäre Bild- und Videobearbeitungswerkzeuge sowie Upload-Funktionen auf diverse soziale Netzwerke und Foto- beziehungsweise Videoportale.

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