Samsung ST80 im Test: WLAN-Digicam für Direkt-Upload auf Facebook, YouTube & Co.

von Stefan Möllenhoff am , 17:29 Uhr

Pro
  • gut reagierender Touchscreen
  • WLAN-Upload auf Facebook & Co.
  • kurze Auslöseverzögerungen
Con
  • schlechte Bilder bei wenig Licht
  • nur digitaler Bildstabilisator
  • kein Weitwinkel
  • virtuelle Tastatur bietet keine Umlaute
Hersteller: Samsung Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: GUT 7,0 von 10 Punkte
Fazit:

Die Samsung ST80 überzeugt mit reaktivem Touchscreen und WLAN für direkten Foto- und Video-Upload auf Facebook, YouTube & Co. Allerdings rückt damit der Fokus ein wenig von den eigentlichen Kamerafunktionen ab - es gibt viele Modelle, die fürs gleiche Geld bessere Bilder schießen und mehr Aufnahmefeatures bieten.

Kompaktkameras mit WLAN sind keine Neuheit – besonders nicht bei Samsung. Der koreanische Hersteller hat bereits etliche Modelle auf den Markt gebracht, die Fotos und Videos drahtlos auf den Rechner übertragen oder direkt auf YouTube, Facebook, Picasa & Co. hochladen können. Die neueste Drahtlos-Knipse von Samsung hört auf den Namen ST80 und hat neben WLAN auch einen 3,0 Zoll großen Touchscreen zu bieten. Wir haben die Funkkamera auf Herz und Nieren getestet.

Die Samsung [1] ST80 hat innerhalb von vier Monaten einen Preissturz durchgemacht wie nur wenige Kompaktkameras vor ihr. Von der unverbindlichen Preisempfehlung von 299 Euro ist die Digicam mittlerweile auf unter 200 Euro gefallen. Bei diversen Online-Shops gibt es die Knipse bereits für 170 Euro.

Design

Die Samsung ST80 ist erfreulich kompakt: Das Gehäuse misst in der Dicke gerade einmal 1,85 Zentimeter. Auch die übrigen Maße bewegen sich mit 9,2 mal 5,5 Millimetern ungefähr auf dem Niveau einer Packung Taschentücher. Die Kamera besteht komplett aus Kunststoff – das macht sich nicht nur bei dem sehr niedrigen Gewicht von 108 Gramm, sondern auch beim Qualitätseindruck bemerkbar. Auf den ersten Blick sieht die Digicam nicht besonders hochwertig aus. In der Hand wirkt sie dann allerdings doch recht stabil. Klar – kaltes Metall fühlt sich anders an. Aber bei der Samsung ST80 knarzt nichts, und das Gehäuse ist weitgehend verwindungssteif.

Touchscreen statt Knöpfe: Auf der Rückseite gibt es keine mechanischen Bedienelemente.
Touchscreen statt Knöpfe: Auf der Rückseite gibt es keine mechanischen Bedienelemente.

Auf der Oberseite befinden sich sämtliche mechanischen Bedienelemente der Samsung ST80. Ganz links hinten gibt es eine Taste zum Wechseln zwischen Aufnahme- und Wiedergabemodus. Weiter rechts folgen dann zunächst der Ein/Aus-Schalter und schließlich am Rand der Auslöser mitsamt Zoomring. Hinten am Gehäuse macht sich das 3,0 Zoll große Touchscreen breit. Platz für Knöpfe bleibt hier keiner mehr. Der Bildschirm ist mit 320 mal 240 Pixeln (230.000 Bildpunkten) nicht sonderlich hochauflösend.

Aber immerhin: Das berührungsempfindliche Display spricht angenehm gut auf Fingereingaben an. Es kommt übrigens ein resistiver Touchscreen zum Einsatz, der auf Druck und nicht auf Berührung reagiert. Coole Multitouchgesten, etwa der Zwei-Finger-Zoom zum Vergrößern geschossener Fotos, funktionieren so leider nicht. Wer sich eine präzisere Bedienung wünscht, findet im Karton einen Stylus, der sich an der mitgelieferten Handgelenkschlaufe befestigen lässt.

Das Display ist zwar nicht besonders hochauflösend, Platz für Motivvorschau und ein paar Bedienfelder gibt es aber dennoch.
Das Display ist zwar nicht besonders hochauflösend, Platz für Motivvorschau und ein paar Bedienfelder gibt es aber dennoch.

Links über dem Objektiv sitzt ein kleiner Blitz, gegenüber befindet sich ein Autofokus-Hilfslicht, das beim Scharfstellen in dunklen Umgebungen unterstützt. Der Blitz ist so positioniert, dass wir ihn im Test nicht versehentlich mit den Fingern verdecken. Das können wir von der Autofokus-Lampe allerdings nicht behaupten.

Rechts am Gehäuse gibt es einen proprietären kombinierten USB-AV-Anschluss. Auf der Unterseite befindet sich eine kleine Klappe, die die Fächer für Akku und Speicherkarte beherbergt. Anzumerken ist hier, dass die Samsung ST80 nicht auf SD-, sondern auf microSD-Karten setzt. Das mag zwar dazu beitragen, das Gehäuse kompakt zu halten, doch die nicht einmal fingernagelgrößen Speichermedien gehen einfach extrem leicht verloren. Vorausgesetzt, man nimmt sie überhaupt jemals aus der Kamera und überträgt die Aufnahmen nicht ausschließlich drahtlos oder mittels mitgeliefertem Datenkabel auf den Rechner.

Auslöser mit Zoomring, Ein/Aus-Schalter und Wiedergabe-Taste - mehr Knöpfe gibt's bei der ST80 nicht.
Auslöser mit Zoomring, Ein/Aus-Schalter und Wiedergabe-Taste – mehr Knöpfe gibt’s bei der ST80 nicht.

Das Stativgewinde besteht leider aus Kunststoff und nicht aus Metall. Allerdings dürfte die primäre Zielgruppe der ST80 dieses ohnehin nicht allzu häufg nutzen. Anzumerken bleibt noch, dass die Digicam vorne auf der Unterseite über zwei Mini-Füßchen verfügt. Sie sorgen dafür, dass das Gehäuse leicht nach hinten geneigt auf dem Tisch steht. Der Sinn ist uns etwas schleierhaft – möglicherweise soll bei Nachtaufnahmen mehr vom Motiv auf dem Foto landen, wenn die Knipse mangels Stativ beispielsweise auf einem Autodach ruht. Leider sorgen diese Füßchen dafür, dass die Kamera alles andere als stabil steht. Uns kippt die Kamera im Test geschätzte 30 Mal krachend auf den Tisch. Geschadet hat’s ihr immerhin bislang nicht, aber gut tut das nicht unbedingt.

Ausstattung

Was die Hardware angeht, gibt es bei der Kamera weitgehend Standardkost. Der Bildsensor misst in der Diagonale 1/2,3 Zoll und löst 14 Megapixel auf. Das Objektiv bietet einen dreifachen optischen Zoom. Leider gibt es keinen optischen oder mechanischen Bildstabilisator, sondern lediglich einen digitalen Verwacklungsschutz, der nur mäßig effektiv arbeitet. Zudem beginnt der Brennweitenbereich der Optik erst bei 35 Millimetern im Kleinbildäquivalent – für Panoramaaufnahmen eignet sich die Samsung ST80 nicht. Einen Mehrfachaufnahme-Modus für ultrabreite Landschaftsfotos sucht man vergebens.

Hersteller Fujifilm
Modell Finepix S2800HD
Preis (UVP) 229 Euro
Bildsensor 1/2,3-Zoll-CCD
Auflösung 14 Megapixel
Optischer Zoom 18-fach
Brennweitenbereich 28 – 504 mm
Lichtstärke F3,1 – F5,6
Belichtungszeiten 1/2000 – 8 s
Bildstabilisator mechanisch
Empfindlichkeiten ISO 64 – 6400
Max. Fotoauflösung 4288 x 3216 Pixel
Max. Videoauflösung 1280 x 720 Pixel @ 30 fps
Dateiformate MJPEG (Video)
Manuelle Aufnahmemodi P, A, S, M
Display 3,0 Zoll
Sucher elektronisch
Speichermedien SD/SDHC
Anschlüsse USB, AV, HDMI
Abmessungen 11,0 x 8,1 x 7,3 cm
Gewicht (ohne Akku) 341 g
Besonderheiten 4 x AA-Batterie

Links oben auf dem Touchscreen gibt es eine Schaltfläche, die ein virtuelles Modusrädchen aufs Display bringt. Hier gibt es eine normale Automatik, einen Programmmodus, eine intelligente Automatik, die das zum Motiv passendste Szenenprogramm wählt, eine Videofunktion, eine intelligente Videoautomatik und einen Punkt zur händischen Auswahl der Szenenprogramme.

Den meisten kreativen Freiraum bietet der Programmmodus. Hier passt der Fotograf Belichtungskorrektur, Weißabgleich, ISO-Empfindlichkeit, Fokusmodus und dergleichen an seine Bedürfnisse an. Zudem gibt es eine Reihe von Effekten namens Smart-Filter, darunter Fischauge, Miniatur, Vignettierung oder Skizze. Die sogenannten Fotostile hingegen greifen weniger drastisch in die Aufnahmen ein und verändern im Wesentlichen nur die Farben. Beispiele wären hier Sepia, Klassisch, Weich und Negativ. Eine Möglichkeit zum manuellen Anpassen von Blende oder Belichtungszeit gibt es nicht.

Sowohl die Fotostile als auch die Smart-Filter stehen auch im Videomodus zur Verfügung. Die aufwändigeren Smart-Filter reduzieren allerdings die maximale Auflösung auf 640 mal 480 Pixel und die Bildrate auf 15 Frames pro Sekunde. Sämtliche Bildeffekte lassen sich außerdem auch im Wiedergabemodus auf die Fotos anwenden. Erfreulicherweise wird dabei das Originalfoto nicht überschrieben, sondern eine bearbeitete Kopie abgespeichert. Zusätzlich gibt es noch ein paar Extra-Tools, beispielsweise zum Drehen und Zuschneiden der Aufnahmen. Der Wiedergabemodus überrascht hier und da mit recht hübschen Effekten. Für die geschossenen Fotos steht beispielsweise eine Art Cover-Flow-Modus zur Verfügung. Außerdem lässt sich auch durch Kippen der Kamera nach rechts und links durch die Aufnahmen blättern.

Die hier zum Einsatz kommenden Bewegungssensoren nutzt die Kamera auf Wunsch auch zum schnellen Wechseln zwischen verschiedenen Aufnahmemodi. Naja: Wechseln ja, schnell nur bedingt. Hält der Fotograf eine virtuelle Schaltfläche auf der rechten Seite des Touchscreens gedrückt, kann er durch gezieltes Kippen oder Neigen der Digicam wahlweise in die intelligente Automatik, in den Programmmodus oder in die Videofunktion wechseln. In der Praxis ist die Erkennung der diversen Kippgesten leider nicht präzise genug, als dass wir sie der händischen Auswahl auf dem Touchscreen vorziehen würden.

Eines der Highlights der Samsung ST80 ist sicherlich das integrierte WLAN-Modul. Auf dem Aufnahmebildschirm gibt es eine kleine Schaltfläche mit einem Funkmast-Symbol. Ein Fingertipp auf sie bringt die Drahtlos-Optionen auf den Bildschirm. Dank des erfreulich reaktiven Touchscreens dauert das Herstellen einer Verbindung mit dem WLAN-Netz keine 30 Sekunden. Weitere 30 Sekunden später sind wir auf Facebook eingeloggt und können auf dem Kamera-Bildschirm alle eigenen Fotoalben betrachten. Die Navigation geht leider nicht besonders schnell vonstatten: Es sind immer nur zwei Alben gleichzeitig auf dem Display zu sehen, und jedes Weiterblättern bedeutet eine etwa 10- bis 20-sekündige Wartepause. Gelegentlich gibt’s auch mal einen Timeout, obwohl die Verbindung eigentlich problemlos klappen müsste.

Auf dem virtuellen Keyboard der ST80 tippt es sich erstaunlich gut.
Auf dem virtuellen Keyboard der ST80 tippt es sich erstaunlich gut.

Zu den Facebook-Fotos lässt sich jeweils noch eine Bildbeschreibung eintippen. Allerdings gibt es keine Umlaute – wie übrigens in keinem Textfeld. Wer also beispielsweise ein „Ä“ in seinem Facebook-Passwort hat, muss dieses zur Benutzung mit der Kamera ändern. Zudem muss man das Facebook-Passwort bei jedem Login erneut eintippen, eine Merkfunktion gibt es hier leider nicht. Ganz ähnlich gestaltet sich der Upload auch auf die übrigen Portale. Derzeit werden Picasa, Facebook, YouTube, Photobucket und Samsung Imaging unterstützt.

Die ST80 bietet eine Reihe von verschiedenen Portalen für den Upload von Fotos und Videos an.
Die ST80 bietet eine Reihe von verschiedenen Portalen für den Upload von Fotos und Videos an.

Neben dem Upload auf diverse Foto- und Videocommunities sowie Social Networks ist auch das Versenden von Fotos per E-Mail möglich. Auf der Kamera lässt sich eine beliebige Adresse als Absender eintippen. Leider ist es nicht möglich, dem Empfänger noch eine Text-Nachricht mitzuschicken – hier müssen Bilder wohl mehr sagen als Worte. Dank DLNA-Unterstützung bietet die Kamera auch die Möglichkeit, eingefangene Fotos und Videos drahtlos auf kompatiblen Geräten wiederzugeben, also beispielsweise auf Smartphones, Fernseher oder Computer.

Auf der Kamera selbst ist die Software Intelli-Studio abgespeichert. Sie startet sich beim Verbinden der Digicam mit dem Rechner automatisch. Wer möchte, kann das Programm auch auf dem Rechner installieren. Neben einer Möglichkeit, die Aufnahmen zu sortieren, bietet das Tool auch ein paar rudimentäre Bild- und Videobearbeitungswerkzeuge sowie Upload-Funktionen auf diverse soziale Netzwerke und Foto- beziehungsweise Videoportale.

Leistung

Alles in allem legt die Samsung ST80 bei der Geschwindigkeitsprüfung eine recht durchschnittliche Leistung hin. Die Auslöseverzögerungen von 0,4 Sekunden bei guten und 0,6 Sekunden bei schlechten Lichtverhältnissen sind recht ordentlich. Negativ dagegen fällt die recht lange Anlaufzeit von 2,6 Sekunden auf, die die Kamera benötigt, um nach dem Betätigen des Einschalters das erste Foto zu schießen.

Bei der Serienbildgeschwindigkeit gibt’s ebenfalls nichts aufregendes zu berichten. 1,2 Fotos pro Sekunde reichen für Actionfotos nicht aus, sind aber in dieser Kameraklasse üblich. Zwischen zwei Fotos genehmigt sich die ST80 eine Verschnaufpause von 2,1 Sekunden. Mit zugeschaltetem Blitz verschlechtert sich der Wert auf zähe 3,9 Sekunden.

Aufgrund der recht vernünftigen Auslöseverzögerung eignet sich die ST80 recht gut für Schnappschüsse – jedenfalls meistens. Denn gelegentlich surrt der Autofokus im Test planlos hin und her und findet sein Ziel nicht. Das passiert sowohl bei guten als auch bei schlechten Lichtverhältnissen.

Der digitale Bildstabilisator sorgt nicht gerade für Verbesserungen. Egal, ob der Verwacklungsschutz aktiviert ist oder nicht, gerät mit einer Belichtungszeit von 1/30 Sekunde und maximaler Brennweite jedes zweite Bild merklich unscharf. Optische oder mechanische Stabilisatoren, die unruhige Fotografenhände durch ein Verschieben von Linsenelementen oder des Bildsensors kompensieren, leisten deutlich bessere Dienste.

Bildqualität

Mit den Werkseinstellungen ist die Fotoauflösung interessanterweise auf 10 Megapixel eingestellt. Zudem speichert die Kamera die JPEG-Bilder nicht in der höchsten Qualitätsstufe. Wer das Maximum aus der Kamera herausholen möchte, sollte sich als allererstes auf das Kamera-Setup stürzen.

Die Bildqualität der Samsung ST80 ist typisch für eine Einsteiger-Kompaktkamera mit 1/2,3-Zoll-CCD-Sensor und 14 Megapixeln Auflösung. Auch bei minimalen ISO-Empfindlichkeiten sind Artefakte auf den Fotos zu sehen. Die Fotos sehen bis einschließlich ISO 200 aber sehr ordentlich aus.

Bereits bei ISO 400 lassen die Details merklich nach. Die kamerainterne Rauschunterdrückung zeichnet die Aufnahmen weich. Ab ISO 800 legt sich ein mit steigenden Empfindlichkeiten zunehmend stärkerer Grauschleier über die Fotos und die Qualität sinkt sichtbar – auch bei geringen Betrachtungsgrößen. Für Facebook & Co. oder kleine Abzüge eignen sich die Aufnahmen hier aber immer noch.

ISO 1600 und ISO 3200 eignen sich schließlich nur noch für Notfälle. Die Farben sind kaputt, und auf den Bildern ist ein sehr starkes Rauschen zu sehen. Mit ISO 1600 fotografierte Bilder weisen starke, vorwiegend blaue Störungen auf. Bei ISO 3200 dreht die Kamera schließlich die Bildsättigung herunter, um dem Farbrauschen entgegenzuwirken. Das Ergebnis sind Bilder, die schon fast schwarzweiß wirken. Immerhin: Die Automatikmodi trauen sich nicht über ISO 800 hinaus.

Bei Innenaufnahmen mit der intelligenten Automatik schießt die Samsung ST80 fast jedes Foto mit Blitz. Kein Wunder, denn ohne zusätzliche Beleuchtung ist für vernünftig ausgeleuchtete Bilder eine Empfindlichkeit von ISO 800 vonnöten. Und hier sehen die Aufnahmen schlicht und ergreifend etwas platt, öde und fad aus. Immerhin schafft die Digicam eine recht natürliche Ausbalancierung zwischen Blitzlicht und natürlichem Licht. Wenn es hell genug ist und die Kamera mit niedrigen Empfindlichkeiten fotografiert, weisen die Fotos kräftige und lebendige Farben auf. Rottöne wirken gelegentlich etwas zu stark gesättigt. Der automatische Weißabgleich leistet recht gute Dienste. Innenaufnahmen unter Kunstlicht geraten allerdings tendenziell einen Tick zu warm.

Das Objektiv der Samsung ST80 bringt im Weitwinkel eine merkliche Tonnenverzerrung auf die Fotos. Im Telebereich ist dagegen erfreulicherweise nur eine kaum merkliche kissenförmige Verzeichnung feststellbar. An Übergängen mit hohen Helligkeitsunterschieden treten zwar leichte Farbsäume auf, doch diese sind nur bei starken Vergrößerungen sichtbar.

Die Qualität der HD-Videos ist mäßig. Wenn nicht gerade sehr gute Lichtverhältnisse herrschen, treten deutliches Bildrauschen und sichtbare Artefakte auf. Aufgrund des fehlenden Bildstabilisators geraten die Clips zudem schnell stark verwackelt. Immerhin: Die Bewegungen wirken recht flüssig. Für YouTube & Co. eignen sich die Filmchen durchaus, für die Betrachtung auf HD-Fernsehern eher nicht. Erfreulicherweise funktioniert der automatische Zoom während des Filmens. Mit den Werkseinstellungen schaltet die Kamera den Ton stumm, wenn das Objektiv in Bewegung ist. Wer die Audioaufnahme auch während des Zoomens aktiviert, weiß, warum: Der Motor ist deutlich auf den Clips zu hören.

Fazit

Die Samsung ST80 macht Spaß: Der Touchscreen reagiert vernünftig, die Bedienung ist schlüssig, und die Kamera gehört zu den flotteren Modellen in dieser Klasse. Allerdings darf man von der 170 Euro teuren Schönwetter-Knipse keine Qualitätswunder erwarten, zumal ein nicht unerheblicher Teil der Anschaffungskosten für berührungsempfindliches Display und WLAN-Modul draufgehen. Wer sich mit Schnappschuss-Bildqualität zufriedengibt und die Aufnahmen von (fast) jedem Ort der Welt aus direkt auf Facebook & Co. hochladen möchte, ist hier genau richtig. Soll die Digicam jedoch möglichst viel Bildqualität fürs Geld bieten, muss man sich nach einem anderen Modell umsehen.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

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[2] Beispielfotos: die Bildqualität der Samsung ST80: https://www.cnet.de/41541870/beispielfotos-die-bildqualitaet-der-samsung-st80/?pid=1#sid=41541862