Leistung

Alles in allem ist die Sony Cyber-shot DSC-T99 relativ langsam. Einzige Ausnahme sind hier die vergleichsweise kurzen 1,6 Sekunden, die die Kamera braucht, um nach dem Herunterziehen der Linsenabdeckung ein Foto zu schießen. Die Auslöseverzögerung – also die Zeit, die vergeht, bis die Kamera nach dem Drücken des Auslösers das Bild aufzunehmen – beträgt bei guten Lichtverhältnissen 0,5 Sekunden. Im Zwielicht verschlechtert sich der Wert auf 0,8 Sekunden.

Die Verschnaufpausen zwischen den Fotos sind quälend lange. Ohne Blitz dauert es 3,9 Sekunden, bis die Kamera das nächste Mal knipst. Mit zugeschaltetem Blitz sind es sogar 4,4 Sekunden. Der Serienbildmodus ist für eine CCD-Sensor-Digicam mit 1,7 Fotos pro Sekunde recht schnell. Doch leider bremst die Kamera bereits nach dem zweiten Foto ab. Zusammen mit dem etwas zäh reagierenden Interface sorgen die langen Verschnaufpausen und Auslöseverzögerungen dafür, dass sich die T99 in erster Linie für Fotos von unbewegten Motiven eignet – beispielsweise Landschaftsaufnahmen oder Portraitbilder.

Bildqualität

Die Fotoqualität der T99 ist durchschnittlich für diese Klasse. Außenaufnahmen bei Tageslicht gelingen zuverlässig sehr gut. Die Farben sehen bis ISO 800 natürlich und lebendig aus und liegen nah an der Realität. Der Empfindlichkeitsbereich beginnt bei ISO 80 und endet bei ISO 3200. Bis einschließlich ISO 200 eignen sich die Bilder noch hervorragend für Abzüge im Din-A4-Format. Darüber tritt das Bildrauschen allerdings immer mehr in den Vordergrund, und durch die dem etwas entgegenwirkende Rauschunterdrückung sehen die Aufnahmen wie gemalt aus. Die Qualität von mit ISO 800 geschossenen Fotos reicht noch für kleine Ausdrucke oder für FaceBook & Co. aus. Viel Raum für Ausschnittsvergrößerungen gibt es hier jedoch nicht mehr.

Apropos Ausschnittsvergrößerungen: Zwar klingt die Auflösung von 14 Megapixeln so, als hätte der Fotograf massig Freiraum, die Fotos nachträglich noch kräftig zurechzustutzen. Leider gelingen die Aufnahmen – mit Ausnahme der Makrofotos – generell weich und detailarm. Wer also großartig herumschnipseln und Bilder später in Postergröße ausdrucken möchte, wird mit der T99 nicht glücklich. Das gilt allerdings für alle Digicams in diesem Preisbereich.

Das Objektiv weist keine besonders starken Verzeichnungen auf. Links gibt es im Weitwinkel eine leichte asymmetrische Tonnenverzerrung. Im Telebereich tritt erfreulicherweise keine kissenförmige Deformation auf. Leider ist die Optik generell nicht besonders scharf. In der Mitte bildet sie zwar recht viele Details ab, doch zum Rand hin wirken die Fotos zunehmend weicher und verschmierter. An Übergängen mit hohen Helligkeitsunterschieden treten zudem deutlich sichbare Farbsäume auf. Wer die Fotos nur in kleinen Größen ausdruckt, bekommt von alldem wenig mit. Doch bei Abzügen jenseits des DIN-A4-Formats oder bei starken Ausschnittsvergrößerungen sind die Bildfehler deutlich sichtbar.

Die Videoqualität ist gut. Sie bewegt sich in etwa auf dem Niveau aktueller Pocket Camcorder mit 720p-Auflösung. Der vierfache optische Zoom steht während des Filmens zur Verfügung. Wer die Videos und Fotos ohne Umweg über den Rechner und hochauflösend auf einem HD-Fernseher bewundern möchte, muss ein entsprechendes Component-Kabel separat erstehen.

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