Ausstattung

Fangen wir bei den Eingängen an: Ganz links befindet sich eine D-Sub-Buchse, die mit VGA-in, Scart und YPbPr gleich dreifach beschriftet ist. Ein Adapter von Component (YPbPr) auf D-Sub ist im Lieferumfang enthalten, Adapter von Scart auf VGA gibt es für circa 5 bis 20 Euro im Zubehörhandel. Rechts davon ist eine einzelne HDMI-Buchse untergebracht, danach folgen S-Video, Composite-Video, RS232 für Kabel-Fernsteuerungen sowie zwei Klinkenbuchsen als Audioein- und ausgang.

Links vorne im Gerät ist ein 2-Watt-Monolautsprecherchen untergebracht. Ein echtes Heimkinoerlebnis kommt damit nicht auf – es mangelt logischerweise an Lautstärke und Bass, aber für den Notfall ist immerhin ein Audio-Ausgang an Bord. Die meisten Heimkinobetreiber dürften aber ohnehin einen AV-Receiver mit Quellenumschaltung und anständigem Boxensystem mit explizitem Subwoofer betreiben.

Das ist nicht nur aus akustischer Sicht empfehlenswert: Dem Optoma mangelt es auch einfach an Eingängen. Der einzelne HDMI-Port ermöglicht in Kombination mit dem VGA-zu-Component-Adapter gerade einmal den Anschluss von zwei HD-Videoquellen, etwa einer Xbox und einem Blu-ray-Player. Ein eventuell vorhandener TV-Receiver, ein Medienstreamer oder ein Computer hätten dann aber schon keine Anschlussmöglichkeit mehr. Viel mehr ist in diesem Preissegment zwar ohnehin nicht zu holen, viele Konkurrenten haben aber zumindest einen expliziten Component-Eingang zusätzlich zu HDMI und D-Sub.

Die Höhenverstellung des Projektors erfolgt über insgesamt drei Füße. Einer davon befindet sich mittig unter der Front und lässt sich um circa 7 Millimeter herausschrauben, die beiden hinteren haben einen Stellweg von knapp einem Zentimeter. Besonders viel ist das nicht, außerdem gibt es keine Schnellverstellung. Für die üblichen Einsatzzwecke reicht das aber aus – und ansonsten lässt sich der Winkel, wenn es unbedingt sein muss, ja auch noch mit untergelegten Büchern oder ähnlichem beeinflussen. Das sollte man allerdings tunlichst vermeiden, denn einen optischen Lens-Shift zum Ausgleich gibt es in dieser Preisklasse nicht. Damit muss man die Schräglage des Bildes auf Kosten der nutzbaren Pixelanzahl und der Qualität mit der digitalen Trapezkorrektur ausgleichen. Für Wand- oder Deckenmontage sind auf der Unterseite Verschraubungen vorhanden.

Der HD600x ist 3D-fähig – zumindest in der Theorie. Die Fernbedienung hat eine entsprechende Taste, und wer den Modus aktiviert, kann DLP-Link-kompatible LCD-Shutterbrillen anbinden. Sie synchronisieren sich über ein Weiß-Bild, dass der Projektor im 3D-Modus an die Wand wirft, ein expliziter Infrarotsender oder ähnliches ist nicht nötig. In der Praxis dürften aber nur die wenigsten Anwender etwas von der dritten Dimension des Optoma haben. Sein HDMI-Port ist nämlich nur in der Version 1.3 ausgeführt – und damit funktioniert die Wiedergabe von 3D-TV oder 3D-Blu-ray-Filmen nicht.

Leistung

Wir schalten den Projektor also endlich ein und lassen ihn aus gut 4 Metern Entfernung ein circa 120 Zoll großes Bild auf unsere Ausziehleinwand werfen. Das dürfte auch so ziemlich der ideale Projektionsabstand sein. Bei 3 Metern Abstand ist das Bild je nach Zoomstufe zwischen 80 und 90 Zoll groß, bei gut 5 Meter maximal 150 Zoll. Der relativ geringe optische Zoom schränkt den Spielraum hier aber ein. Der Projektor sollte weder deutlich näher an der Leinwand stehen noch deutlich weiter entfernt sein.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Günstiger HD-ready-Heimkinoprojektor im Test: Optoma HD600x

  • Am 25. März 2012 um 10:56 von Andreas Grill

    Suche nach geeignetem Beamer
    Ich suche einen geeigneten Beamer für die Vorführung von Berg-, Landschafts- u. Naturfotos, also ganz wichtig beste Farbwiedergabe. Geeignet sowohl für Wohnzimmer als auch für größere Vorführräume, ausgestattet
    mit Fernbedienung und USB-Anschluß, damit ohne
    Laptop direkt mit Stick vorgeführt werden kann.
    Preislage ca. um etwa 500 €. Was empfehlen Sie?

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