Wir kommen später hinter die Lösung des Rätsels: Die Fernbedienung ist schuld. Die Tastatur der Boxee-Fernbedienung arbeitet nämlich äußerst unlogisch: Unser WLAN-Passwort besteht aus drei Großbuchstaben, ein paar Ziffern und drei weiteren Buchstaben am Ende. Wir gingen davon aus, dass man für die Eingabe erst die Caps-Taste drückt und dann die Buchstaben eingibt, Danach drückt man die Alt-Taste, um die Ziffern eingeben zu können, die die oberste Reihe der Tastatur ausmachen. Später fanden wir heraus, dass man auf diesem Weg keine Ziffern, sondern Sonderzeichen abruft, die logischerweise nicht dem Passwort entsprechen. Wenn man die Zeichen während der Eingabe nicht sieht, ist das allerdings kaum nachvollziehbar. Dennoch: Mit dem D-Link-Router will sich die Box auf Biegen und Brechen nicht verbinden.

BBC iPlayer enttäuscht

Auf der britischen Boxee Box läuft die BBC-iPlayer-App, die allerdings eine Katastrophe ist. Anfänglich sieht noch alles gut aus: Nach dem Starten landet man in einem übersichtlichen Interface, das für Fernseher konzipiert ist und schick aussieht. Die Links dort führen allerdings auf eine normale Webseite – und auf der muss man mit dem Cursor navigieren, was sich ausgesprochen schwerfällig und nervig gestaltet.

Einen Vorteil hat das Umschalten auf die iPlayer-Webseite: Man kann auf den HD-Stream zugreifen, wenn er verfügbar ist. Im Test sah das ganz okay aus, aber das Hauptproblem ist die viel zu niedrige Framerate, die zu ruckelnder Bildwiedergabe führt. Wir glauben nicht, dass sich irgendjemand das ernsthaft anschauen wird. SD-Material sieht dagegen ordentlich aus und wird viel flüssiger wiedergegeben.

Der zweite Nachteil, wenn man die Web-Version des iPlayers nutzt: Vorspulen, Zurückspulen, Pausieren? Nicht möglich. Wir schätzen durchaus, dass Boxee Zugang zu so vielen Diensten bietet, aber wir sind enttäuscht, dass die Apps nicht ausgereifter sind.

Probleme mit der Fernbedienung

Als wir die Boxee-Fernbedienung das erste Mal in der Hand hatten, waren wir beeindruckt. Auf der aufgeräumten Frontseite gibt es lediglich die Navigationstasten, eine Menütaste und eine Play/Pause-Taste. Auf der Rückseite befindet sich ein vollwertiges QWERTZ-Keyboard, mit dem man beispielsweise die Suchfunktion füttern kann.

Die Fernbedienung der Boxee Box sieht zwar schick und praktisch aus, hat aber ihre ganz eigenen Probleme.
Die Fernbedienung der Boxee Box sieht zwar schick und praktisch aus, hat aber ihre ganz eigenen Probleme.

Die QWERTZ-Tastatur selbst ist zwar okay, aber beim Tippen auf der Rückseite drückt viel zu leicht ungewollt die Tasten auf der Vorderseite. Wenn das mitten in einer manuellen IP-Konfiguration passiert, sind Beschwerden der Nachbarn wegen extensiven Fluchens garantiert.

Hohes Betriebsgeräusch

Wie bereits beschrieben ist die Boxee Box ein PC in einem winzigen Gehäuse, das sich durch den Tisch zu schmelzen scheint. Um ein weiteres Schmelzen durch Überhitzung zu vermeiden, hat D-Link einen Lüfter installiert – und der ist vergleichsweise laut.

Die Boxee Box ist zwar nicht so laut wie eine Xbox 360, aber wenn sich das Gerät in einem ruhigen Raum befindet, ist ein hochfrequentes Jaulen wahrnehmbar. Andere getestete Media-Player verzichten auf Lüfter, aber durch die Kombination aus Highend-Hardware und kleinen Gehäuseabmessungen muss D-Link auf eine aktive Kühlung zurückgreifen. Es ist aber schade, dass der Hersteller keinen leiseren Lüfter verbaut.

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