Links neben dem Sucher befindet sich ein Knopf, der den Aufklappblitz aus der Kamera hervorschnappen lässt. Die erhöhte Position ist gegenüber im Gehäuse eingelassenen Blitzen von Vorteil, denn so ist der Abstand zum Objektiv größer und damit die Gefahr geringer, durch Reflexion des Lichts Augen auf den Fotos rot erscheinen zu lassen. Rechts auf der Rückseite gibt es eine rauhe Ablage für den Daumen, die zusammen mit dem Griff auf der Vorderseite für eine recht sicheren Sitz in der Hand sorgt. Links darüber findet sich ein Einstellrädchen, das neben der Navigation durch die Menüs auch zum Festlegen der Verschlusszeit dient.

Weiter unten folgen schließlich Tasten zum Anpassen der auf dem Display dargestellten Infos, zum Wechseln in den Wiedergabemodus, zum Öffnen des Menüs und zum Löschen von Aufnahmen. Sehr praktisch: Wer das Feature in den Tiefen der Menüs aktiviert hat, kann mit der Display-Taste eine Wasserwaage aktivieren. Damit gehören schiefe Fotos der Vergangenheit an. Unterhalb der Daumenablage gibt es ein Vier-Wege-Pad mit mittigem Ok-Button und umliegendem Einstellrädchen. Es hält ebenfalls zur Navigation durch die Dialoge her und verstellt in den Modi „Manuell“ und „Blendenpriorität“ die Blendenöffnung. Ein Druck in eine der vier Richtungen auf dem Pad bringt zudem die Einstellungen für Selbstauslöser, Blitz, Autofokus und Makromodus aufs Display. Ganz rechts oben bringt der Hersteller noch eine AE-L/AF-L-Taste zum Speichern der Einstellungen für Fokus und Belichtung unter.

Auf der rechten Seite des Gehäuses befindet sich eine kleine Klappe, hinter der sich ein HDMI-Ausgang sowie ein kombinierter – und leider proprietärer – USB- und AV-Anschluss verbergen. Unten an der Kamera befinden sich die Fächer für Akku und Speicherkarten. Die Nikon P7000 unterstützt übrigens bereits den neuen SDXC-Standard, der bis zu 2 TByte große Speichermedien spezifiziert. Auf der linken Seite gibt es noch einen Klinken-Eingang zum Anschließen externer Mikrofone. Das ist ebenso selten wie erfreulich für Videofans. Der Pegel lässt sich jedoch nicht regeln.

Ungewöhnlich für eine Kompaktkamera: Die Nikon P7000 bietet einen Mikrofoneingang.
Ungewöhnlich für eine Kompaktkamera: Die Nikon P7000 bietet einen Mikrofoneingang.

Die Coolpix P7000 verfügt über eine außergewöhnlich flache Menüstruktur. Anstatt wie bei den meisten Konkurrenten über eine Funktionstaste zu den wichtigsten Aufnahmeparametern zu gelangen, bietet Nikon stattdessen ein mechanisches Drehelement zur Auswahl der Einstellungen an. Das verkürzt die Wege, die die Fotografen durch die Menüs zurücklegen müssen. Erfreulich ist auch, dass sich einer der sechs Punkte auf dem Rädchen mit beliebigen Einstellungen füttern lässt. Hier kommt beispielsweise der Serienbildmodus unter, der ansonsten von Nikon vernachlässigt wurde.

Leider reagiert die Digicam jedoch nicht immer so schnell und flott, wie wir es uns wünschen würden. Beim Aufrufen oder Schließen eines Menüdialogs nimmt sie sich gerne die eine oder andere Gedenksekunde.

Ausstattung

Die beiden interessantesten Ausstattungsmerkmale an einer Kompaktkamera in dieser Klasse sind sicherlich der Sensor und das Objektiv. Der lichtempfindliche CCD-Chip der Nikon P7000 bietet mit einer Diagonale von 1/1,7 Zoll rund 52 Prozent mehr Fläche für einfallendes Licht als die 1/2,3-Zoll-Bildsensoren der allermeisten Digicams. Die Auflösung scheint mit 10 Megapixeln zwar dem Gros der Schnappschussknipsen unterlegen, doch in der Praxis ist das eher ein Vor- als ein Nachteil. Denn durch die geringere Fläche sind die einzelnen Pixel auf dem Chip größer und können daher mit geringerer Empfindlichkeit ausgelesen werden. Das wiederum sorgt für weniger Bildstörungen – insbesondere Rauschen – und damit für eine bessere Fotoqualität.

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