Canon Pixma iP4850 im Test: ideal für Fotos, Text und DVDs

von Anja Schmoll-Trautmann und Guido Sieber am , 11:55 Uhr

Pro
  • druckt doppelseitig
  • zwei Papierzuführungen
  • bedruckt CDs und DVDs
  • Tinten einzeln wechselbar
Con
  • kleine Tintenpatronen
  • keine Netzwerkschnittstelle
Hersteller: Canon Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: SEHR GUT 8,0 von 10 Punkte
Fazit:

Mit dem A4-Tintendrucker Pixma iP4850 bietet Canon nach wie vor das vielseitigste Modell seiner Klasse an. Medienflexibilität und Funktionsumfang sind für ein Gerät, das eigentlich nur drucken kann, vorbildlich.

Der Tintenstrahldrucker Canon Pixma iP4850 bietet eine CD-/DVD-Druckfunktion, automatischen doppelseitigen und Randlosdruck. Außerdem ist das Gerät mit einzelnen Tintentanks ausgestattet, was die Betriebskosten senkt. Wir haben getestet, was der Drucker zum Preis von knapp 80 Euro kann.

Seit der Einführung des ersten Pixma iP4000 als Nachfolger des i865 im Sommer 2004 ist sich Canon treu geblieben und hat diese Produktlinie über die Jahre mit kleineren oder größeren Anpassungen bis heute weitergeführt. Die Basisausstattung ist dabei weitgehend gleich geblieben: getrennte Tintenpatronen für jede Farbe, CD-/DVD-Druckfunktion, automatischer doppelseitiger Druck, zwei Papierkassetten mit je 150 Blatt, Pictbridge- und USB-Schnittstelle sowie Randlosdruck. Auch das aktuelle Modell Pixma iP4850, ein „reiner“ Drucker, zur Unterscheidung von Multifunktionsgeräten auch gerne als „Single-Function“-Drucker bezeichnet, bietet diese sehr guten Ausstattungsmerkmale.

Neben leichten Modifizikationen am Gehäuse-Design hat Canon beim Nachfolger des Pixma iP4700 diesmal auch wieder Änderungen an den Tintenpatronen vorgenommen. Diese haben zwar das selbe Format und die selbe Füllmenge wie die letzte Generation, sind aber komplett „blickdicht“ und bieten dem Anwender keine Möglichkeit mehr, den Tintenstand visuell zu überprüfen und erschweren das Befüllen. Das Tintensystem besteht wie gehabt aus fünf Einzeltinten. Vier davon – Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz – sind mit farbstoffbasierten Tinten für den Farbdruck, eine weitere mit einer schwarzen Pigmenttinte für Textdruck befüllt.

Das Papiersystem bietet zwei Einzüge: eine Kassette für 150 Blatt und einen zweiten Einzug an der Gehäuserückseite, in dem ebenfalls 150 Bögen A4-Papier Platz finden. Anders als bei einigen Multifunktionsgeräten anderer Herstelle ist der zweite Einzug nicht im Gerät untergebracht und somit geschützt. Beim Pixma muss der hintere Papierschacht aufgeklappt werden, wenn er benutzt werden soll. Nachteil: Wenn das Papier offen in der Zufuhr verbleibt, kann es verstauben. Dafür bietet kein anderes vergleichbares Gerät mit einen zweiten A4-Einzug. Die im Verborgenen liegenden Fotoeinzüge anderer Geräte sind nur maximal bis zum Format 13 mal 18 Zentimeter einsetzbar.

Neben Büro- und Fotopapier kann der Pixma iP4850 zudem auch geeignete CD-, DVD, oder Blue-Ray-Rohlinge bedrucken. Besonders für den Büroeinsatz interessant: Das Gerät druckt auf Wunsch auch automatisch doppelseitig.

Bei den Schnittstellen gibt sich Canon etwas sparsam. Zwar kam im Laufe der Zeit zum USB- auch eine PictBridge-Anschluß zum Direktdruck von der Kamera hinzu, aber eine Netzwerk- oder WLAN-Schnittstelle hat man auch dem aktuellsten Modell nicht gegönnt. Beim zunehmenden Einsatz mobiler Geräte, die man nicht unbedingt per USB-Kabel an die Leine legen möchte, wäre hier in Zukunft eine drahtlose Verbindung wünschenswert.

Bedienung

Beim iP4850 handelt es sich bereits um die siebte Generation – und entsprechend ausgereift präsentiert sich die Bedienung, was sich speziell an Kleinigkeiten zeigt. Alle Klappen oder sonst zu öffnenden Teile am Drucker sind intuitiv bedienbar. Da es am Gerät selbst nichts einzustellen gibt, sind die beiden einzigen Tasten an der Vorderseite vollkommen ausreichend. Eine dient als Hauptschalter, die andere als Funktionsschalter, etwa um Druckaufträge abzubrechen. Die Papierkassette muss zum Bedrucken von A4-Papier zunächst einmal etwas ausgezogen und verlängert werden, so dass sie unten aus dem Gehäuse ragt. Ist der Drucker betriebsbereit, liegt sie unter der aufgeklappten Papierablage verborgen. Die Einstellung für die Papierbreite muss ohne Raststellungen auskommen, ist aber so schwergängig, dass sie sich im normalen Gebrauch nicht verstellt.

Die Begrenzung für die Papierlänge weist einige Rasten für die gängigsten Formate auf, was das Einstellen etwas erleichtert. Der hintere Papiereinzug wird zum Einsatz aufgeklappt, die Papierbreite per links und rechts liegender Abstandshalter eingestellt. Die beiden sind verbunden und bewegen sich gleichzeitig. Da das Papier von einer mittig liegenden Walze eingezogen wird, funktioniert das Prinzip bei allen Formaten gleich gut und auch größere Bögen werden sicher gerade eingezogen.

Der iP4850 arbeitet mit fünf getrennten Tanks (Foto: CBS Interactive). [1]
Der iP4850 arbeitet mit fünf getrennten Tanks (Foto: CBS Interactive).

Klappt man das Gehäuse des Druckers auf, fährt der Druckkopf aus seiner Parkposition und gibt die Patronen zum Wechsel frei. Die Tintentanks können nun mit einem Handgriff ausgetauscht werden. Die Druckersoftware informiert über den Füllstand, zusätzlich wird für jede Patrone mit einer LED signalisiert, wie es um den Füllstand bestellt ist. Sie blinkt zunächst langam und bei drohendem Tiefststand schneller.

Der Druckertreiber ist kaum verändert und wie gewohnt übersichtlich. Neuer ist eine Startseite, auf der alle wichtigen Funktionen zusammengefasst sind, so dass man nicht mehr für die Zusatzfunktion „randloser Druck“ zusätzliche Mausklicks benötigt. Neben dem Druckertreiber, der CD- und Fotodruck-Software sind auf der Treiber-CD auch ein Programm zum effizienten Druck von Internet-Seiten, sowie Dienstprogramme, die bei Einsatz und Wartung des Gerätes helfen sollen, enthalten. Neu ist eine Software zum Auswählen, Speichern und Drucken einzelner Bilder aus HD-Movies.

Leistung

Was die Leistungsfähigkeit anbelangt, schlägt sich der Pixma iP4850 für ein Gerät, das bereits für unter 80 Euro den Besitzer wechselt, sehr gut. Im normalen Druckmodus schafft er etwas über 10 Textseiten oder 4,3 Farbseiten pro Minute. Im schnellen Druckmodus, der für Entwürfe völlig ausreichend ist, sind es immerhin fast 14 Seiten beziehungsweise 5,7 Seiten pro Minute. Will man Dokumente in höherer Qualität zu Papier bringen, muss man allerdings leichte Abstriche machen: Hier sind es dann nur noch 2 Textseiten pro Minute und entsprechend 0,8 Farbseiten.

Auch die Duplexeinheit ist nicht die schnellste, wobei in dem kleinen Gehäuse auch kein Platz für eine schnellere Mechanik wäre, die das Gerät zudem auch verteuern würde. Druckt man im Standardmodus doppelseitig, schafft der Pixma 3 Seiten Text pro Minute oder 2,7 Seiten in Farbe.

Der Ausdruck von Fotos bereitet mit dem Vierfarbdrucker wahres Vergnügen. Selbst auf dem besten Papier von Canon benötigt das Gerät für ein Foto im Format 10 mal 15 keine 20 Sekunden, ein A4-Bild ist in knapp einer Minute gedruckt. Bei maximaler Auflösung werden die Zeiten dann deutlich länger, das kleine Format lässt dann 2 Minuten auf sich warten, der Druck im größten möglichen Format 5 Minuten und 10 Sekunden. Allerdings ist die Druckqualität auch in der Standard-Einstellung schon sehr gut.

Bei maximaler Qualität liefert der Pixma, in Anbetracht der Möglichkeiten mit vier Druckfarben zu arbeiten, Spitzenergebnisse. Auch beim Druck von Text und Grafik zeigt sich der Canon-Drucker von seiner besten Seite. Entwurfsdrucke sind gut lesbar und in weisen beim Farbdruck kaum Streifen auf. Bereits in der Standardeinstellung erhält man korrespondenztaugliche Qualität und nahezu streifenfreien Farbdruck, was nicht üblich ist. In hoher Qualität kann man Grußkarten, Visitenkarten und Präsentationen ausgeben, vorausgesetzt, man verwendet ein geeignetes Papier.

Fazit:

Geht es um Vielseitigkeit und hohe Qualität, ist der Pixma iP4850 von Canon eine sehr gute Wahl. Das Gerät bietet zu einem günstigen Preis eine Vielzahl von Funktionen und ist sehr gut zu bedienen. Im Vergleich zu einem Farblaserdrucker liefert er zwar auf Normalpapier nicht so leuchtende Farben, aber das macht er mit seinen Stärken, auf beschichteten Medien und randlose Fotos zu drucken, mehr als wett.

Performance-Test (in Seiten pro Minute)
(Längere Balken stehen für eine bessere Leistung)

Drucken SW   
Drucken Farbe   
Duplexdruck SW   
Duplexdruck Farbe   
Canon Pixma iP4850 [2]

10,42 
4,29 
3,05 
2,68 

Druckzeiten
(in Sekunden)

Drucken SW-Seite   
Drucken Farb-Seite   
10×15 Foto   
A4-Foto Normal   
A4-Foto Optimal   
Canon Pixma iP4850 [2]

11 
18 
19 
54 
310 

Stromverbrauch
(in Watt)

Ausgeschaltet   
Betriebsbereit   
Energiesparmodus   
Canon Pixma iP4850 [2]

0,3 
1,0 
1,0 

Spezifikationen

  • Peripherie-Typ - Drucker
  • Kommunikation - USB

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

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[2] Canon Pixma iP4850: https://www.cnet.de" class=